22 Jahre war die 48jährige bei der Landes-CDU beschäftigt – dann warf CDU-Generalsekretär Wüst sie raus. Sie habe die Gruß- und Weihnachtspost nicht korrekt erledigt, argumentierte die Landes-CDU in dem Kündigungsschreiben. Die Frau wehrt sich mit einer Klage gegen den Rausschmiss – gestern scheiterte der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf.
Aber pikante Details zur CDU als Arbeitgeber kamen raus. So wollte die Frau in den Keller verbannen – in einen Raum, der einer Abstellkammer gleichen soll, und von dem ein Gutachten sagt: Diese Kammer sei als Büro keineswegs geeignet. Die Ex-Beschäftigte war übrigens auch lange Betriebsrätin, weshalb ihr schon eigentlich nicht hätte gekündigt werden dürfen. Diese Tätigkeit gab sie im Oktober vergangenen Jahres auf, weil sie überlastet gewesen sei und ihre Aufgaben aus Überlastung nicht habe korrekt ausführen können. Zwei Abmahnungen hat sie bekommen – danach aber habe sie ihre Arbeit ordnungsgemäß erfüllt.
Weil keine gütliche Einigung zustande kam, wird am 24. Februar ab 9.30 Uhr vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf verhandelt. Dieses ließ schon durchblicken, dass es Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Kündigung hat. Spekuliert wird im Übrigen schon seit geraumer Zeit, dass es einen Zusammenhang zwischen dieser und einer weiteren Kündigung in der CDU-Landesgeschäftsstelle an der Wasserstraße mit belastenden Informationen über Generalsekretär Wüst geben könnte. Diese vertraulichen Infos und E-Mails sollen aus der Düsseldorfer Parteizentrale lanciert worden sein.
So zeigt die CDU durch ihren General, der von CDU-Chef Rüttgers offenbar freie Hand hat, wie sie ihre Personalangelegenheiten regelt. Und jetzt wissen wir auch, warum Kündigungsschutz und Mitbestimmung beschnitten werden sollen…



[...] Erinnert sei auch an die Videobespitzelung der SPD und Rüttgers Rumänen-Beschimpfung. Und zugleich trifft sich die Landes-CDU mit ihren MitarbeiterInnen immer häufiger vor den Arbeitsgerichten wieder. [...]