An unserem politischen Aschermittwoch im Alten Pfandhaus in Köln machte Sylvia Löhrmann direkt von Anfang an Dampf und rief in Richtung der FDP:
“Wir machen Schluss mit diesen marktradikalen Luftpumpen”
Rund 150 Besucherinnen und Besucher hörten die Rede unserer Spitzenkandidatin für die Landtagswahl und gerade, wenn es um die FDP und ihren Oberliberalen Westerwelle ging, war der Beifall besonders groß. Mit nur an diesem Tag erlaubtem – und auch frechem – Humor nahm Sylvia die FDP ins Visier.
“Auch durch die verheerende Wirtschaftskrise haben die nichts gelernt. Stattdessen arbeiten sie kräftig weiter an der eigenen Spekulationsblase. Jeden Tag platzt da eine. Bis die FDP da landet, wo sie hingehört: FDP – Fast Drei Prozent.”
Die von Westerwelle losgetretene Hartz-IV-Debatte, der satte Bonus für Hoteliers und die Sondertarife für FDPler bei der privaten Krankenkasse – Beispiele gibt es ja in diesen Tagen reichlich.
“Die FDP hat Spenden von insgesamt 1,1 Mio. Euro eines Hotelunternehmers angenommen – da ist die Senkung der Mehrwertsteuer, aus Sicht der FDP, eine logische Konsequenz”
stellte Sylvia in ihrer kurzweiligen und pointierten Rede fest.
“Nicht, dass die FDP käuflich wäre. Aber man kann sie mieten. Ich sehe schon die neue Website der FDP vor Augen: www.miet-me.org.”
Aber natürlich richtete unsere Spitzenkandidatin auch den Blick auf uns Grüne.
“Wir dürfen selbstbewusst sein. Wir sind die Grünen – quasi das iPhone der Umweltpolitik. Wir sind keine Mogelpackung. Man kann uns nicht kaufen, auch nicht durch Mövenpick mieten.“
Und eben nicht nur, weil es immer noch winterlich kalt ist, stellte Sylvia zum Ende ihrer Rede hin fest:
„Es ist kalt geworden in NRW. Bitterkalt. Das ist das typische Betriebsklima einer puren, entfesselten Marktwirtschaft. Das geht nicht so weiter. NRW war lange Zeit das soziale Gewissen Deutschlands. Wir Grünen sorgen dafür, dass das wieder so sein wird.“
Lang anhaltender Applaus für eine Rede, die bei den Zuhörerinnen und Zuhörern sehr gut angekommen ist.
Den Auftakt in den politischen Aschermittwoch machte übrigens die Band Jamaika Jupp, gefolgt von einer Talkrunde mit Kölner Direktkandidatinnen und -kandidaten, Arndt Klocke, Andrea Asch, Barbara Moritz und Arif Ünal. Und in Anlehnung an den Aschermittwoch-Hit hätten wir heute Abend auch singen können: Am 9. Mai ist alles vorbei … – mit Schwarz-Gelb nämlich!



