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Allgemein & Aus der Partei » “Nicht länger Machos sein müssen” – Das Grüne Männer-Manifest
09Apr

“Nicht länger Machos sein müssen” – Das Grüne Männer-Manifest

Eine Frau ist Bundeskanzlerin. Frauen machen die besseren Bildungsabschlüsse, können Bischöfin werden, mischen in Rap und Hip-Hop mit und sind im Fußball international erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen. Gleiche Rechte in Deutschland anno 2010? Ist Alice im Wunderland angekommen? 

Mitnichten. Wir Männer sehen, dass unsere Gesellschaft noch immer von einem tief sitzenden Geist der geschlechtlichen Polarität durchflutet ist, der Frauen auf Weiblichkeit und Männer auf Männlichkeit reduziert. Damit muss endlich Schluss sein. Wir wollen nicht länger Machos sein müssen, wir wollen Menschen sein! 

Man wird nicht als Mann geboren, man wird dazu gemacht. 

Bedeutende Frauen wie Olympe de Gouges, Louise Otto-Peters, Simone de Beauvoir und die Frauenbewegungen im 20. Jahrhundert waren Pionierinnen für Gleichberechtigung und Feminismus. Einen Makel haben einige feministische Diskurse aber leider gerade in Deutschland bis heute: Männer spielen in ihm nur selten eine Rolle. Dabei ist wirkliche Gleichberechtigung, sind gleiche Rechte und gleiche Pflichten nur mit den Männern zu erreichen – nicht gegen sie. Frauen haben durch den Feminismus ihre Möglichkeiten erweitert, Männern steht dieser Schritt noch bevor. 

Das Diktum des sozialen Geschlechtes, des Rollenzwangs und der festgelegten Verhaltensmuster gilt nämlich ebenso für Männer. Weil diese davon aber materiell und sozial immer profitiert haben, wurde erst in jüngerer Zeit zum Thema, dass Geschlechterrollen auch für Männer ein Korsett sind, das ihnen mehr schadet als nützt. 

Nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke ging eine Debatte über die Gesundheit von Männern, über Schwäche und Depressionen, über Versagensängste durch die Republik – endlich! Wir fragen uns jedoch: Sind die Männer, die öffentlich trauerten und weinten, aber nicht auch diejenigen, die eine Woche später in den Stadien und Fankneipen einen Fußballer als Schwuchtel beschimpfen würden, wenn er sich als homosexuell outet? Oder als Weichei, wenn er ein Jahr Babypause nimmt und seine Frau für den Lebensunterhalt sorgen lässt? 

Wir brauchen ein neues Bewusstsein für eine neue Männlichkeit. Wir als männliche Feministen sagen: Männer, gebt Macht ab! – es lohnt sich. 

Wir wollen Neue Werte – Neue Arbeit – Neue Perspektiven! 

Die Krise ist männlich. Klimakrise, Finanz- und Wirtschaftskrise, Hunger- und Gerechtigkeitskrise, all dies sind direkte Folgen einer vor allem „männlichen“ Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsweise, die unseren Planeten an den Rand des Ruins getrieben hat. Entfesselter Wachstum und ungehemmter Profit müssen ein Ende haben. Wir wollen anders leben! 

Wir wollen entlang von Werten leben und arbeiten, die auf Wertschöpfung, Gemeinwohlorientierung, individueller Freiheit, Nachhaltigkeit und Entschleunigung basieren. Dazu müssen politische Weichen gestellt werden. Neue Zeitmodelle in den Unternehmen müssen es Männern ermöglichen, ihre Wochen- und Lebensarbeitszeit zu reduzieren, Teilzeitphasen oder Sabbatjahrmodelle zu verwirklichen. Entschleunigung ist auch hier Schlüssel: Viel zu selten werden Männern im Erwerbsarbeitsleben „nicht-klassische“ Erwerbsbiografien ermöglicht. Das Bild vom männlichen Hauptverdiener schwebt auch hier noch in den Köpfen vieler Personalverantwortlicher. 

Es ist weder schlau noch gut, Menschen lediglich eindimensional in wirtschaftliche Wachstumsprozesse einzubinden. Familienleben und soziales wie gesellschaftliches Engagement sind gerade für Männer eine Möglichkeit, an einem qualitativen Wachstum mitzuwirken. Vernetztes Denken, ganzheitliche Bildung und Kreativität können sich nur vollends entfalten, wenn Menschen alle Lebensbereiche gemeinsam gestalten. Das Ende der Rollenaufteilung ist auch wirtschaftlich notwendig, denn ein Ende der Ungleichbehandlung führt für alle Beteiligten zu einer größeren Zufriedenheit. 

Wir brauchen Neue Wege für Jungs! 

Die Wiege der Gleichberechtigung ist wie so oft die Bildung und Erziehung. Hier fallen die Würfel. Viel ist in den letzten Jahren von der Bildungsmisere der Jungen geschrieben und gesprochen worden und vieles ist richtig. Jungen fallen viel häufiger als „Verlierer“ aus dem Bildungssystem: Sie brechen die Schule öfter ab, erreichen schlechtere Leistungen und Abschlüsse, sind häufiger schulmüde als Mädchen. Deshalb braucht es eine emanzipatorische Erziehung und eine individuelle Förderung, die die Stärken von Jungen und Mädchen gleichermaßen wertschätzt und fördert. 

Zwischen emanzipierten Müttern und frauenverachtenden Hip-Hoppern bekommen Jungen heute ein breites Repertoire zur Orientierung geboten. Was oft fehlt, sind die positiven Rollenbilder einer anderen, neuen Männlichkeit. Längst wissen wir, dass mit zunehmender Gleichberechtigung das Patriarchat umso härter zurückschlägt: mit Gewalt, medialem Sexismus oder Schein-Bastionen der Männlichkeit in Sport und Musik. Wir wollen role models aus Sport, Medien, Politik und Kultur, die nicht den Macker spielen müssen, weil sie eben selber stark genug sind, auch schwach sein zu dürfen. 

Wir wollen mehr geschlechtersensible Männer in „klassischen“ Frauenberufen: mehr Erzieher, mehr Grundschullehrer, mehr Sozialpädagogen. Und wir wollen, dass Jungen selbstbewusst ihren Interessen nachgehen können und nicht in tradierte Schemata gedrängt werden. Deswegen fordern wir neue Wege für Jungs durch die Etablierung von „Boy’s Days“ und ein geschlechtersensibles Bildungs- und Berufsberatungsangebot. Denn das Interesse am Maschinenbau ist nicht angeboren. 

Wir fordern: Neue Väter statt „Vater morgana“! 

Seit der Einführung der Partnermonate im Elterngeld durch Ursula von der Leyen bejubeln viele Medien die „neuen Väter“ und den Run auf die beiden Monate zwischen Wickeltisch und Sandkasten. Und, in der Tat: Die beiden Partnermonate waren ein Erfolg, ein Einstieg in die Übernahme von Verantwortung von Vätern in Haushalt und Erziehung. Aber werden Männer damit wirklich zu „neuen Vätern“? Oder handelt es sich nicht in Wirklichkeit um eine „Vater morgana“, die Vätern lediglich eine verlängerte Auszeit vom Job ermöglicht, und zwar in der Regel dann, wenn die ersten zwölf Monate nach der Geburt glücklich überstanden sind? 

Wir wollen auch hier Gleichberechtigung: Die Aufteilung der Elternzeit muss paritätisch sein. Dies würde nicht nur Männern mehr Verantwortung abverlangen, sondern auch die Unternehmen und Arbeitgeber zum Umdenken zwingen. Zwei Monate ist ein Arbeitnehmer für den Arbeitgeber zu entbehren, sechs Monate oder länger jedoch verlangen neue Zeit- und Jobmodelle, die wir dringend brauchen – hin auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung. 

Männer leiden unter ähnlichen Vereinbarkeitsproblemen wie Frauen: Gerade junge Männer haben mittlerweile den Anspruch, Kind(er), Karriere, Engagement und Freizeit miteinander vereinbaren zu können, anstatt sich für das eine oder gegen das andere entscheiden zu müssen. Sie wollen nicht länger daran scheitern, Berufs- und Privatleben in eine gute Balance zu bringen, sondern moderne Partnerschaftskonzepte durchgängig leben und die Rolle des “neuen Vaters” tatsächlich einnehmen. Als moderne Väter wollen sie ihren Kindern beim Aufwachsen helfen, selbstbestimmt die Erziehungsarbeit teilen – statt Zuschauer zu bleiben. Auch deshalb muss Teilzeit für Chefs sowie Männer in Kitas und Grundschulen zur Selbstverständlichkeit werden. 

Wir stehen für ein Neues Gesundheitsbewusstsein! 

Männer sterben noch heute im Schnitt sechs Jahre früher als Frauen – Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Zeichen chronischer Überlastungen sind die häufigsten Todesursachen. Jahrhundertelang gehörte es nicht um Selbstbild eines Mannes, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Dumme Sprüche wie “Ein Indianer kennt keinen Schmerz” führen dazu, dass viele Männer körperliche Warnsignale überhören oder bagatellisieren. Doch der Körper lügt nicht. 

Männer sollen krank werden dürfen – ohne als Versager dazustehen. Umso wichtiger ist ein großer Aufbruch für die Männergesundheit. Wir brauchen mehr Konzentration auf die Prävention von Männerkrankheiten, in den Krankenkassen und in der Betrieblichen Gesundheitsförderung. 

Die bestehende Rollenaufteilung der Geschlechter führt immer wieder zu schweren psychischen Belastungen. Sowohl Frauen als auch Männer leiden unter den enormen gesellschaftlichen Anforderungen, die ihnen auf Grund ihres Geschlechts abverlangt werden. Dies ist vor allem dort ein Problem, wo die eigene Entwicklung den Normvorstellungen wenig entspricht. Für Körper und Psyche des Menschen ist es daher dringend nötig, die Rollen endlich aufzubrechen. 

Wir sind Grüne Feministen und haben gute Erfahrungen gemacht, Macht und Einfluss zu teilen. Wir sind mit Quoten  und Doppelspitzen groß geworden. Wir kennen und schätzen gleiche Rechte und gleiche Pflichten sowie die Verantwortung, als Beispiel voranzugehen. Uns trägt die Vision einer Gesellschaft verschiedenster Individuen, die unter gleichen Bedingungen zusammenleben. 

Wir sind keine Dinosaurier mehr. Wir wollen auch keine Alleinernährer sein. Wir wollen weniger Leistungsdruck, bessere gesundheitliche Prävention und mehr wertvolle Zeit. Wir wollen keine Helden der Arbeit sein, wir wollen leben. Wir wollen Macht, Verantwortung und Pflichten teilen und das Korsett alter Geschlechterrollen von uns reißen. Wir wollen neue Perspektiven für Männer im 21. Jahrhundert!

Sven Lehmann | Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen NRW

Jan Philipp Albrecht MdEP | Grüne Fraktion im Europäischen Parlament

Kai Gehring MdB | Grüne Fraktion im Deutschen Bundestag

Malte Spitz | Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen

Arndt Klocke | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen NRW

Gerhard Schick MdB | Grüne Fraktion im Deutschen Bundestag

Dieter Janecek | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern

Sven-Christian Kindler MdB | Grüne Fraktion im Deutschen Bundestag

Till Steffen | Justizsenator Hamburg

Rasmus Andresen MdL | Grüne Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein

Eike Block | Sprecher Grüne Jugend NRW

Christian Kühn | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg

Max Löffler | Sprecher Grüne Jugend Bundesverband

Henning von Bargen | Leiter Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung

Christoph Erdmenger | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt

Jörg Rupp | Parteirat Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg

Martin-Sebastian Abel | Sprecher LAG Kultur Bündnis 90/Die Grünen NRW

Matthi Bolte | Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen Bielefeld

Martin Wilk | Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Kreuzberg-Friedrichshain

Janosch Dahmen | Sprecher LAG Gesundheit Bündnis 90/Die Grünen NRW

Can Erdal | Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Düsseldorf

Verfasst am 09.04.2010 um 17:00 Uhr mit den Stichworten , , , , , . Hier ist die TrackBack URL und der Kommentar-Feed des Artikels.

AutorIn: Sven Lehmann

Mitglied im Landesvorstand der GRÜNEN NRW

Website: Sven Lehmann

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Kommentare

  1. Nick23. Juni 2010

    “Du hängst dich hier an irgendwelchen Formulierungen auf, um mir irgendwas zu unterstellen.”

    Was soll man zu dem Herumgeeier noch sagen? Du beschwerst Dich (implizit) über den Begriff “Femifaschismus” und sprichst dann selber von “Maskuschisten”. Dann bist Du beleidigt weil man Dich als Radikalfeminist bezeichnet, willst aber wiederum keine Distanz zum Radikalfeminismus begründen. Eigentlich zum Totlachen, aber auch irgendwie traurig.

    Antworten
  2. Nick23. Juni 2010

    P.S.: Die Theorie des Faschismus als “Superpatriarchat” ist definitiv eine Radikalfeministische.

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  3. Günter23. Juni 2010

    Man kann sich in dieser Gesellschaft für alle möglichen Gruppen engagieren; seien dies religiöse Gruppen wie Christen, Juden oder Hinduisten, man kann sich auch problemlos für ethnische Gruppen wie Sinti, Roma, Indianer oder Aborigines engagieren, oder für soziale Gruppen wie Ältere, Behinderte oder für das Prekariat (von der Gruppe der Frauen mal ganz abgesehen, die ja schon seit 40 Jahren Opferstatus genießen), man kann sich auch für Tiere engagieren wie seltene Fledermäuse oder auch für Nacktschnecken in Hintertupfingen an der Bergstraße, oder für Hobbies wie Klöppeln, Volkstanz oder Karneval, all das ist ok – was aber in dieser Gesellschaft gar nicht geht ist, sich für Männerrechte zu engagieren. Stichworte wie “rückwärtsgewandt”, oder “Ewiggestrige” sind ebenso obligatorisch wie die Rundum-Nazikeule. Interessant ist, dass die Kritiker sich nicht einmal die Mühe machen, die Forderungen oder Argumente der Männerrechtler zu studieren. Diese Gesellschaft ist durch und durch männerfeindlich. Es gibt keine positiven Assoziationen oder Konnotationen mehr, die in Verbindung mit dem Begriff “Männlichkeit” stehen (dafür hat ein seit vier Jahrzehnten andauernder Feminismus gesorgt). Es ist mittlerweile sogar so, dass Eigenschaften, die bei Männern als negativ gelten, wie z.B. “Durchsetzungsvermögen”, bei Frauen positiv besetzt sind. Es muss Schluss sein mit diesem Männerbashing in der Gesellschaft und es muss ebenso endlich wieder möglich sein, “Männlichkeit” mit positiven Eigenschaften zu versehen. Dazu muss jedoch diese primitive feministische Ideologie überwunden werden, die Frauen überhöht – um endlich eine Geschlechtergerechtigkeit herbeizuführen.

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  4. Seher24. Juni 2010

    Neben der dem Auspacken der Nazikeule wird auch gerne das Einstehen für die eigenen Männer-Rechte lächerlich gemacht auf der Schiene des angeblichen Rummjammerns. Dabei wir der Mann, der ja eigentlich nach Feminismusideologie gerade der sozial engagierte sein soll, auf den vermeintlichen “richtigen Mann” reduziert, der sich mit so einem Kram, das nach einem Ex-Kanzler “Gedöns” ist, gar abgeben sollte. Tut er das doch, wird er von den Femnisten als Weichei verspottet. Auch hier kann man wieder die Verlogenheit und Doppelzüngigkeit des Feminismus sehen.

    Es ist schon bemerkenswert und vor allen Dingen aufschlussreich, wie heftig die Feministen gegen Menschen, die für die Rechte von Kindern, Männern, Familien (also all das, in dem der Feminismus die Gefahr für die “Selbstverwirklichung der Frau sieht) kämpfen, anzugehen versuchen. Der angebliche Opferstatus der Frau in der feministischen Ideologie war das politisch korrete Pfund, mit dem man sich herrlich der Gleichberechtigung entziehen konnte und eine Vielzahl von Privilegien und Sonderrechten gegenüber den Männern erobern konnte. Und wie verzweifelt Lobbygruppen reagieren, wenn es um den Verlust von einmal eroberten Terrain geht, ist ja allgemein bekant.

    Antworten
  5. Seher24. Juni 2010

    Neben der dem Auspacken der Nazikeule wird auch gerne das Einstehen für die eigenen Männer-Rechte lächerlich gemacht auf der Schiene des angeblichen Rummjammerns. Dabei wir der Mann, der ja eigentlich nach Feminismusideologie gerade der sozial engagierte sein soll, auf den vermeintlichen “richtigen Mann” reduziert, der sich mit so einem Kram, das nach einem Ex-Kanzler “Gedöns” ist, gar nicht abgeben sollte. Tut er das doch, wird er von den Feministen als Weichei verspottet. Auch hier kann man wieder die Verlogenheit und Doppelzüngigkeit des Feminismus sehen.

    Es ist schon bemerkenswert und vor allen Dingen aufschlussreich, wie heftig die Feministen gegen Menschen, die für die Rechte von Kindern, Männern, Familien (also all das, in dem der Feminismus die Gefahr für die “Selbstverwirklichung” der Frau sieht) kämpfen, anzugehen versuchen. Der angebliche Opferstatus der Frau in der feministischen Ideologie war das politisch korrete Pfund, mit dem man sich herrlich der Gleichberechtigung entziehen konnte und eine Vielzahl von Privilegien und Sonderrechten gegenüber den Männern und Kindern (Feminstinnen sehen in Kindern einen Haupthinderungsgrund für die “Selbstverwirklichung” der Frau; nicht umsonst haben Feministinnen die Ermordung von ungeborenem menschlichen Leben glorifiziert und gesellschaftsfähig gemacht) erobern konnte. Und wie verzweifelt Lobbygruppen reagieren, wenn es um den Verlust von einmal eroberten Terrain geht, ist ja allgemein bekant.

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  6. OttoV24. Juni 2010

    @ Nick

    “Sich über die Nazikeule beschweren und sie dann selber schwingen ist nicht klug”.
    Das verstehe ich nicht, dies gibt keinen Sinn.Können Sie mir das bitte erklären?

    meine Meinung:

    Wenn man aber bedenkt, daß in faschistischen Staaten gewisse Gruppen und Kreise der Bevölkerung ausgegrenzt werden, bzw. benachteiligt werden, sowie Kinder dieser Gruppen in den Schulen diskriminiert und schlechter benotet werden, wenn Teile der Bevölkerung in der Presse, im Fernsehen so wie durch Anzeigen (U-Bahn) ins Lächerliche gezogen werden, beleidigt und beschimpft werden, dann ist es durchaus gerechtfertigt, den Feminismus mit dem Faschismus zu vergleichen, denn er tut das Selbe.

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  7. Schopenbecq24. Juni 2010

    @otto V.

    ich möchte mich dem Nick anschliessen. Es bringt nichts, den Faschismusbegriff inflationär oft zu bemühen. Sicher, wenn man sich die Ergüsse von Mary Daily, Andrea Dworkin und Konsortinnen, (die im Übrigen in feministischen Foren nicht selten noch hochgehalten werden) ansieht, könnte gelegentlich der Eindruck enstehen. Insgesamt aber sehe ich ich hier (noch) keine nennenswerten Überschneidungen, denn:
    Faschismus hat sehr viel mit Sanktionierungsqualität gegenüber Abweichlern zu tun. Es ist wohl ein Unterschied, ob ich für meine Meinung in einer Podiumsdikussion niedergekräht oder im Gefängnis gefoltert werde. Von daher plädiere ich wirklich dafür schon aus männererechtlichen Image-Gründen die Kirche ein wenig Dorf zu lassen. Das giesst nur unnötig Öl ins Feuer. Sie haben das auch gar nicht nötig, dazu sind Ihre Postings ansonsten zu gehaltvoll.

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  8. Nick24. Juni 2010

    “Wenn man aber bedenkt, daß in faschistischen Staaten gewisse Gruppen und Kreise der Bevölkerung ausgegrenzt werden, bzw. benachteiligt werden, sowie Kinder dieser Gruppen in den Schulen diskriminiert und schlechter benotet werden, wenn Teile der Bevölkerung in der Presse, im Fernsehen so wie durch Anzeigen (U-Bahn) ins Lächerliche gezogen werden, beleidigt und beschimpft werden, dann ist es durchaus gerechtfertigt, den Feminismus mit dem Faschismus zu vergleichen, denn er tut das Selbe.”

    Sicher, das Schüren von Ressentiments gegen als solche konstruierte “Feindgruppen”, zu der auch solche Sündenbocktheorien gehören wie die simple Erklärung allen Weltübels als einer als solchen konstruierten “männlichen Lebensweise” geschuldet, weist Parallellen zum Faschismus auf.

    Auf der anderen Seite sind solche Ressentiments in jeder Gesellschaft zu finden. Es ist aber imho nicht jeder Rassismus faschistisch, dazu gehört noch einiges mehr.

    Den Vorwurf Faschistoid würde ich für solche Feministinnen wie Sally Miller Gearhart (sich ihrer menschenverachtenden Forderung nach “Reduktion” der männlichen Bevölkerung auf 10% anschließend: Mary Daly) allerdings gelten lassen, und klar: Diese Sparte Feministinnen hat Feminismus nachhaltig geprägt. Man kann ja die Ansicht vertreten (mancher, der überwiegende) Feminismus sei faschistoid, nur halte ich das nicht für besonders klug.

    Ich persönlich überlasse es lieber den Neodämonologikern, ihr erbärmliches Geschäft damit zu machen, den Andersdenkenden auf eine Stufe mit übelsten Verbrechern zu stellen. Ich nehme erstmal nicht an, dass mein andersdenkendes Gegenüber gleich Konzentrationslager und Gaskammern errichten möchte, weil das entweder paranoid wäre oder aber die gleiche entmenschlichende Feindbilddemagogie, die ich ja gerade kritisieren möchte.

    Sollen sich doch die selbsternannten Avantgardisten und angeblichen Neumenschen in ihrer argumentativen Hilflosigkeit mit ihrer doppelmoralinsauer aufgeplusterten Empörung lächerlich machen. Wer Argumente hat, der hat es nicht nötig sein Gegenüber sinnfrei auf eine Stufe mit Hitler zu stellen.

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  9. Nick24. Juni 2010

    “..wenn Teile der Bevölkerung in der Presse, im Fernsehen so wie durch Anzeigen (U-Bahn) ins Lächerliche gezogen werden, beleidigt und beschimpft werden..”

    Hmm. Da wäre zu überlegen welche Männer genau eigentlich beschimpft werden. Die Vorstandsvorsitzenden? Die Fahren nicht U-Bahn und leben in ihren abgeschotteten Luxusghettos. Die Beamten und Politiker? Die gehen “mit gutem Beispiel voran” und schimpfen selber kräftig mit. Die Söhne der Vorgenannten? Die gehen entweder auf Privatschulen oder lernen von Kindesbeinen an, die Neue-Mann-Show ihrer Eltern zu spielen und schimpfen alsbald ebenfalls mit.

    Wer bleibt, cui bono?

    Antworten
  10. Michael Baleanu25. Juni 2010

    @Nick
    “Wenig später schreibt ein onyx, auf maedchenmannschaft.net, etwas von “Maskuschisten””.

    Könntest Du bitte ein Link dazu geben? Auf die schnelle fand ich nichts.

    Danke im Voraus.

    Antworten
  11. Nick25. Juni 2010
  12. Kurt27. Juni 2010

    Ich finde, das “Gruene Maennermanifest” den groessten Witz der Geschichte. Bei den Gruenen wird Maennern laut Parteistatut sogar das Recht der freien Meinungsaeusserung abgesprochen. Wie zuletzt auf eurem Parteitag gesehen, wo allen ernstes einem Abgeordneten das Wort verboten wurde, nur weil er ein Mann war. Von Vaeterrechten oder der Situation der Jungen in unserem Bildungssystem will ich erst gar nicht anfangen. Wer als Mann Gruene waehlt, dem kann nicht mehr geholfen werden.

    Antworten
  13. Sina28. Juni 2010

    Tut mir leid, aber ich weiß nicht worüber die meisten von euch hier schreiben- eure Unterhaltung geht nicht über den Inhalt dieses Artikels.Die meisten hier schmeißen irgendwelche Worte rein, die klug klingen aber deren Bedeutung für den einzelnen nicht erläutert werden.
    Ich als Frau finde es im großen und ganzen richtig, was hier steht (natürlich müsste man das jetzt genauer aufbröseln..).
    Insbesondere die Tatsache, dass Mäner neue Lebenszeitmodelle brauchen- nicht jeder Mann will sich für die Arbeit aufgeben. Werde jetzt nicht auf alle Einzelheiten eingehen, aber ich würde mal sagen: schaut bei eueren Kommentaren eher mal auf den Inhalt, nicht auf die Autoren. Vielleicht würde der ein oder andere diesen Artikel dann anders bewerten?!

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  14. OttoV30. Juni 2010

    @ Nick, Schopenbecq

    Ich komme leider erst jetzt dazu, zu antworten. Ich habe auch nicht gleich verstanden, was Sie in Ihrer Kritik meinten. Ich war immer schon der Meinung, man dürfe den “Faschismusvorwurf” nicht inflationär verwenden, dazu ist er zu schrecklich, ich habe auch in allen meinen Beiträgen immer zur Mäßigung aufgerufen. Allerdings stelle ich fest, daß die Nazikeule zuerst von der Gegenseite geschwungen wurde, auch von Frauen, die nicht dem Radikalfeminismus zuzuordnen sind.
    Man bedenke nur, wie eine Esther Vilar bedroht wurde, so, daß sie Deutschland fluchtartig verlassen mußte und mit welcher grausamen und abartigen Intrige von Radikalfeministen eine Eva Herman, die nur ein anderes Frauenbild vertrat, fertiggemacht wurde, sodaß fast jeder meinte, sie würde nationalsozialistisches Gedankengut vertreten, dabei kämpft sie schon Jahre gegen den Rechtsradikalismus. Mit einer solchen Aggressivität und mit solchen Methoden können wir Männer gar nicht mithalten. Männer würden auch niemals Frauen das Wort verweigern, wie es die grünen Frauen mit ihren männlichen Parteimitgliedern tun.
    Ich bin auch der Meinung, man muß unterscheiden, mit wem man diskutiert. So sind diese “Grünen Männer”, manche nennen sie auch lila Fiffis, einfach nur dumm (denn sie wissen nicht, was sie tun), ängstlich und nicht selbstbewußt im Umgang mit ihren weiblichen Parteimitgliedern, die sich wie “Machas” aufführen. In der Diskussion mit Radikalfeministinnen muß man durchaus massiver werden. Es hat aber nicht jeder von uns die Gabe eines Professor Gerhard Amendt, der, ohne je beleidigend zu wirken, in einer wunderschönen Sprache mit gelungenen Vergleichen, das “Manifest dieser Grünen Männer” ad absurdum führt. Einen besseren Beitrag habe ich nie gelesen.
    Was mir immer vorschwebt wäre ein Zug zehntausender Männer in Berlin vom Justizministerium über das Wissenschaftsministerium zum Frauenministerium, friedlich und ohne Gewalt, nur auf die Verletzung unzähliger Menschenrechte durch den Feminismus hinweisend. Das wird noch ein sehr langer und steiniger Weg, wenn man bedenkt, daß bei der Demonstration in Wien, in dieser großen Stadt (der Radikalfeminismus ist in Österreich noch viel erfolgreicher und übler als in Deutschland), gerade mal 300 Demomstranten teilgenommen haben.

    Antworten
  15. Wheeler21Odessa7. Juli 2010

    People deserve good life time and loan or sba loan will make it better. Just because people’s freedom is grounded on money.

    Antworten
  16. Nick11. Juli 2010

    “Das wird noch ein sehr langer und steiniger Weg, wenn man bedenkt, daß bei der Demonstration in Wien, in dieser großen Stadt (der Radikalfeminismus ist in Österreich noch viel erfolgreicher und übler als in Deutschland), gerade mal 300 Demomstranten teilgenommen haben.”

    Das wird imho nur gemeinsam mit den Frauen funktionieren, die die Nase gestrichen voll haben von einem sogenannten “Feminismus”, der letztendlich nichts anderes ist als der bis zur völligen Maßlosigkeit überdramatisierte Weiblichkeitskitsch des vorletzten Jahrhunderts.

    Die Chancen stehen gut, junge Frauen wollen immer weniger wissen von einem entmündigendem egalwasichtue-ichhabimmerrecht-Paket. Sie wollen Verantwortung übernehmen und haben erkannt, dass Verantwortung zwangsläufig auch bedeutet zur Rechenschaft gezogen zu werden.
    Die triviale Tatsache, dass Verantwortung von Vätern für Erziehungsfragen zwangsläufig auch entsprechende Rechte voraussetzt ist nur meterdick einbetonierten grünfeministischen Hirnen nicht zugänglich.

    Der Vorteil ist, dass zusehends die intellegenteren und weltoffeneren Exemplare der weiblichen Spezies die derzeitige Rechtslage absurd finden – das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung.

    Antworten
  17. onyx14. Juli 2010

    “Was soll man zu dem Herumgeeier noch sagen? Du beschwerst Dich (implizit) über den Begriff “Femifaschismus” und sprichst dann selber von “Maskuschisten”. Dann bist Du beleidigt weil man Dich als Radikalfeminist bezeichnet, willst aber wiederum keine Distanz zum Radikalfeminismus begründen. Eigentlich zum Totlachen, aber auch irgendwie traurig.”

    Lächerlich.
    Ich beschwere mich nicht, geschweige, dass ich beleidigt wäre. Ich halte euch lediglich die “Argumente” gewisser maskulistischer Kreise vor Augen. Wenn ihr das nicht sehen wollt, nicht mein Problem.

    Antworten
  18. Nick15. Juli 2010

    “Ich halte euch lediglich die “Argumente” gewisser maskulistischer Kreise vor Augen. Wenn ihr das nicht sehen wollt, nicht mein Problem.”

    ..und ich halte dir lediglich vor Augen, dass du im gleichen Maße Godwins law erfüllst wie du es “uns” “vor Augen” hältst.

    Dass die Maßstäbe, die du bei anderen anlegst, dir für deine Person in so offensichtlicher Form nicht zugänglich sind ist natürlich nicht mein Problem, ich finde es ja nur ein ziemliches Trauerspiel.

    Macht nix. Tu dich nur mit mit der Grünen Avantgarde zusammen, folge der Hexenhammer-Logik der Grünen Männermanifestler und erkläre alles Übel auf der Welt mit der “männlichen Lebensweise” und halte die Empfehlungen der Norwegischen Gleichstellungsbehörde für “Rechtsmaskulistisch”.

    Dann kannst du ebenfalls schön lamentieren, dass doch “die Anderen” vor lauter “Hass auf Andersdenkende” so unheimlich totaal borniert sind so.

    Antworten
  19. Nick15. Juli 2010

    PS: Man erfüllt übrigens nicht Godwins Law mit der Feststellung, dass romantizistische Vorstellungen von natürlicher und erdverbundener, ganzheitlicher, nachhaltiger und entschleunigter “weiblicher Lebensweise”, wie sie hier im Manifest durch Postulierung einer vermeintlich dem Allen entgegengesetzten “männlichen Lebensweise” zum Ausdruck kommt, weitaus mehr Gemeinsamkeiten mit den geistigen Wurzeln des NS hat als ein lediglich christlich-konservatives Geschlechterbild. Die Ausrede, es sei ja schließlich die Gesellschaft die die Geschlechter definiere verfängt nicht, denn die Gesellschaft definiert “Entfesselte[s] Wachstum und ungehemmte[n] Profit” eben weder als männlich noch als weiblich – dies wird vielmehr einer nicht anhand von biologischen Kriterien bestimmbaren Gruppe zugeschrieben.

    Der Elitismus dazu (“wir sind die Avantgarde / der neue Mensch / Menschen und nicht Machos”) macht das Ganze potentiell höchst virulent.

    Antworten
  20. Volker15. Juli 2010

    Statt Politik gib’s bei uns in NRW jetzt eine feministisch- feminitische Minderheits-Koalition der Kompetenzlosen.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,706679,00.html
    Ist zwar sachlich kontraproduktiv, aber politisch korrekt, wie der gesamt Feminismus übrigens. Gut, dass ich diesmal nicht wählen gegangen bin (war eigentlich immer Grüne-Stammwähler, TROTZ Grünen-Genderwahn…..), sonst hätte ich mir noch ernsthaft Vorwürfe gemacht. Grund dafür war unter anderem, dass mir das Grüne Männchen Selbstenteierungsmanifest bei der Entscheidungsfindung pro Nichtwahl enorm behilflich war. Danke dafür.

    Antworten
  21. Entrechteter Vater16. Juli 2010

    Also sehr schön sind solche Bekenntnisse der politischen Instanzen, wenn man sich demgegenüber mal den realfeministischen Umgang der Ämter und Behörden mit den Vätern ansieht, wie z.B. diese Vorlage des Dijuf für alle Jugendämter zur Vaterschaftsfeststellung.
    http://www.dijuf.de/de/online_service/documents/Niederschrift.pdf

    Besser als mit ihren eigenen Worten lässt sich die Menschenverachtende und Menschenrechtswidrige Welt der Feministen gar nicht verdeutlichen.

    Antworten
  22. Nick17. Juli 2010

    Dijuf, vormals “Archiv Deutscher Berufsvormünder”, gegründet 1906

    Das ist die Tradition der Deutschen Jugendämter. “Jugendlich” war aus damaliger Sicht extrem negativ besetzt, es waren ausschließlich männliche arbeitslose und kriminelle Arbeiterkinder gemeint. Heranwachsende Adelige und Bügerskinder hießen “Jünglinge”, brave Arbeiterkinder gingen von der Kindheit naht- und vor allem widerstandslos ins Arbeitsleben über.
    Zunächst wurde jeglicher Einfluß unehelicher Väter als potentiell schädlich betrachtet, uneheliche Kinder erhielten regelmäßig einen Amtsvormund. Beim nichtehelichen Vater hielt man jedes “verwandschaftliche Verhältnis” (sic!) für prinzipiell dem Kindeswohl entgegenstehend. Nichteheliche Väter waren vor Allem aus der Arbeiterschicht.

    Es gab in den 1920ern Bestrebungen, uneheliche Kinder ehelichen Kindern rechtlich gleichzustellen (Vorbild war übrigens auch damals Norwegen, Herr Rupp)

    Im Verbund mit den Konservativen, die dadurch potentiell “Konkubinate” legalisiert sahen, stellten sich die “Jugendamtspraktiker” (die organisierten Amtsvormünder) gegen die Reform. Man sah das Institut der bloßen Schadenersatzpflicht des allein unterhaltspflichtigen nichtehelichen Vaters als wirksame Abschreckungsmaßnahme gegen ledige Männer, “Konkubinate” zu gründen.

    Dann kam Hitler mit seiner Auffassung vom “ethischen Recht der Mutter auf ihr Kind” hinzu, und fertig ist die de facto bis Heute im Kern erhalten gebliebene geistige Grundlage geschriebenen und gesprochenem “Rechtes”.

    Was lernen wir daraus? Wer sind auch Heute noch die Reformbremser?
    - Eine Erziehungsbürokratie, die ihren Einfluß stetig ausbauen möchte und ein starkes, von Mittelschicht-Standesdünkel geprägten Ressentiment gegen “Unterschichtmänner” hegt, sie möchte den Einfluß dieser Väter möglichst ausschalten (Klar zu erkennen hier im Manifest an der Zeichnung eines Zerrbildes des “Proll-Mannes” und der Postulierung der dringenden Notwendigkeit der staatlichen Erziehung dagegen, “neue Wege für Jungs”)
    -Klerikale bzw. Protestantische Vorstellungen von “legitimer Sexualität”, und Entrechtung als Strafe dagegen, wobei feministische Vorstellungen nahtlos daran anknüpfen (“wenn dir die Regelungen nicht passen: selber schuld, du musst ja keine Frau schwängern. Wer eine die Bedürfnisse von Frauen berücksichtigende Sexualität lebt, der hat solche Probleme nicht”)
    - Ein romantizistisches Heilsbild von Weiblichkeit und Mutterschaft, wie es hier in der Postulierung der der “männlichen Lebensweise” zum Ausdruck kommt (wobei ja allein der Begriff einer vermeintlichen (arttypischen!) “Lebensweise” einer ist, der biologischen Determinismus mehr als nahelegt)

    Antworten
  23. Nick17. Juli 2010

    Fazit: Die Entrechtung unehelicher Väter war und ist in erster Linie ein staatliches Disziplinierungsinstrument. Dahinter stecken Volkspädagogische Ideen, es soll eine als ideal erachtete Form von Liebesbeziehungen und Elternschaft mit staatlicher Gewalt durchgesetzt werden.

    Waren es in der Vergangenheit klerikale und bürgerliche Vorstellungen einer alleine durch Heirat legitimierten männlichen Heterosexualität, so ist es Heute ein an romatizistische und sozialdarwinistische Ideologieversatzstücke sich orientierende “neue Männlichkeit”, die sich insbesondere dadurch auszeichnet dass sie als Religionsersatz die heilige Weiblichkeit huldigt, die aller Menscheitsprobleme Lösung beinhalten und in der komplexen modernen Industriegesellschaft eine klare Orientierung bietet.

    Ganz in protestantischer, sozialdarwinistischer Manier ist dabei nur derjenige “Gottgefällig”, der zumindest soviel sozialen Erfolg hat dass er um Status und Einkommen ein Ringen um sozialen Status gar nicht mehr “nötig” hat. Wer diese Bedingung nicht erfüllt (weil er z.B. keinen Beamtenstatus hat), der ist einer Vaterschaft nicht würdig. Um dies zu klären, sieht Grüne Politik eine Anerkennung des Menschenrechts Vaterstatus bei nichtehelichen “nach Bewährung” und Einzelfallprüfung vor, wobei die ökonomische Fähigkeit, Unterhalt zahlen zu können natürlich maßgeblich sein soll.
    Die grundsätzliche Anerkennung des Vaterstatus bei ehelichen Kindern ist den Grünen dabei seit jeher ein Dorn im Auge.

    Antworten
  24. onyx20. Juli 2010

    “Tu dich nur mit mit der Grünen Avantgarde zusammen, folge der Hexenhammer-Logik der Grünen Männermanifestler und erkläre alles Übel auf der Welt mit der “männlichen Lebensweise””

    Und wieder werden hier Worte in den Mund gelegt um das Weltbild zu erhalten. Tolle Leistung.

    Antworten
  25. Nick20. Juli 2010

    ..das waren keine in den Mund gelegten Worte, sondern eine Empfehlung. Wenn Du deine Maßstäbe nicht an der eigenen Person anlegst ist es schließlich reichlich beliebig mit wem du dich zusammentust.

    So auch dein letztes Statement – eine leere Hülse.

    Antworten
  26. Nick21. Juli 2010

    (Falls du tatsache meinen solltest, ich würde den Manifestlern “Worte in den Mund legen”:

    “Die Analyse, dass die zentralen globalen Krisen Folgen einer vor allem traditionell geprägten patriarchalisch-„männlichen“ Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsweise sind, ist die Ausgangslage der Überlegungen.”

    http://blog.dieter-janecek.de/2010/04/12/der-ewige-terminkalender/

    Die Analyse, dass die zentralen Krisen der frühen Neuzeit (kleine Eiszeit etc) Folgen einer vor allem “weiblich” geprägten (weniger-) Glaubens- und Schadenszauberweise waren, war auch die Ausgangslage der Überlegungen Heinrich Kramers zum “Hexenhammer”

    Die “Avantgarde” findest du bei Sven Lehmann, und den rechtsmaskulistischen Schurkenstaat Norwegen bei Jörg Rupp.

    Wer nicht nur lesen kann, sondern dies auch gelegentlich tut, ist klar im Vorteil..

    Antworten
  27. Hobbes21. Juli 2010

    Wie stehen denn die Grünen dazu, dass Väter nur Eltern 2. Klasse sind? Vatermonate sind ja schön und gut, aber
    gemeinsames Sorgerecht für alle. Ist doch das was wirklich zählt. Keine Diskriminierung mehr von Männern (wie der EuGH festgestellt hat)!!

    Antworten
  28. Georg21. Juli 2010

    Wenn ich mir das Frauenstatut so ansehe, verdienen die o.g. grünen Männer die Demokratie nicht. Ich hätte vor einem halben Jahr nicht geglaubt, dass Menschen in Deutschland ihre demokratischen Grundrechte freiwillig wieder abgeben (da kannte ich das Statut noch nicht).
    Wer sein Wahlrecht und damit sein Wahlmacht an eine offensichtlich chauvinistische Gruppe einfach abgibt, verdient sie nicht.
    Ein grüner Mann hat nicht einmal Redefreiheit, seine Stimme zählt nur solange keine Frau widerspricht, er ist wohl so etwas wie ein freiwilliger Untermensch, so steht es im Frauenstatut. Das ist zugegeben überspitzt, aber korrekt.

    Zu solchen Menschen passt das Männermanifest.

    Im übrigen besteht das Männermanifest i.W. aus aus der Presse abgeschriebenen Stichworten der letzten 1,5 Jahre.

    Antworten
  29. Andreas24. Juli 2010

    Hier gerade mal ein Artikel, der behauptet, Union und FDB wollen unverheirateten Männern grundsätzlich das Sorgerecht für ihre Kinder geben und die Mütter klagen lassen, falls die das nicht wollen.

    Man vergleiche das mit dem, was in den zurückgebliebenen grünen Betonköpfen vor sich geht …

    Antworten
  30. Andreas24. Juli 2010
  31. Nick24. Juli 2010

    Die “Avantgarde” halt *lol* “Gouvernantengarde” wäre wohl die passendere Bezeichnung.

    Menschenrecht erst nach bewiesener “Bewährung”, das ist die Grüne Vorstellung von “progressiv”. Weil alle außer brave antisexistische Schwiegersöhnchen die Jugend verderben.

    Man hat den Eindruck, sie würden am liebsten feministische Elternschaftskommissionen einrichten..

    Antworten
  32. Andreas25. Juli 2010

    Ja, da fällt einem auch wieder Rupp ein, der Männern frühestens dann eventuell Zugang zu ihren Kindern einräumen würden, wenn sie aufhören, etwas so Schlimmes zu tun, wie etwa Leute wie ihn zu “beleidigen”.

    Diese paternalistischen Vorstellungen von Politik, wie sie die grünen Möchtegern-Oberschichtler kolportieren, sind etwas, was ja in dem ganzen grünen Manifest durchscheint.

    Bin mal gespannt, was die Hürden sein sollen, die eine gegen das Sorgerecht des unverheirateten Vaters ihrer Kinder klagende Frau nach Vorstellung der FDP und und der Union nehmen sollen.
    Meiner Meinung nach ist mit dem Urteil des EGH nur vereinbar, dass diese Hürden dieselben sein müssen wie die für verheiratete Väter. Und natürlich kann ein Vater, der das Sorgerecht hat, auch beantragen, dass alleine zu bekommen.

    Antworten
  33. Nick25. Juli 2010

    Sieht vordergrünig so aus, als würden die etwas vernunftbegabteren Kaderinnen sich der Rationälität beugen, und die puddelnden Kläffer zurückpfeifen.
    Die links vorbeipreschenden CDU-Damen haben offenbar für eine Kastrationsangst beim wer-ist-die-progressivere-Partei-Spiel gesorgt. Katja Dörner:

    “Das Vetorecht der Mutter, so wie es jetzt existiert, ist nicht mehr haltbar (sic!). Das Kind hat das Recht auf beide Eltern. Daher gibt es keinen Grund, warum verheiratete und unverheiratete Paare beim Sorgerecht unterschiedlich behandelt werden sollten.”

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mehr-rechte-fuer-ledige-vaeter/

    Nun gibt es plözlich “Kein[en] Grund”. Ja, gab es denn 1998 einen? Ach ja, die Grünen wollten damals auch nicht das automatische Sorgerecht für verheiratete Väter..

    Wir werden sehen, welche juristischen Finessen nun wieder ausgeheckt weren.

    Antworten
  34. Bates28. Juli 2010

    >Von daher plädiere ich wirklich dafür schon aus
    >männererechtlichen Image-Gründen die
    >Kirche ein wenig Dorf zu lassen.

    Ich würde Ihnen zustimmen. Der Begriff Femi-Totalitarismus passt besser.

    Antworten
  35. Bates28. Juli 2010

    >Bei den Gruenen wird Maennern laut Parteistatut
    >sogar das Recht der freien Meinungsaeusserung abgesprochen.

    Absolute Zustimmung. Das Frauenstatut ist an Sexismus nicht zu überbieten.

    Antworten
  36. Oliver28. Juli 2010

    Mich würde interessieren was die Grünen ganz allgemein und vor allem die Unterzeichner des Männer-Manifestes zu den aktuellen Gesetzesvorhaben wie bspw. unter http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,708281,00.html
    geschildert meinen. Sind einseitige Vetorechte für Frauen vereinbar mit dem Männer-Manifest?

    Antworten
  37. Andreas28. Juli 2010

    Politisch finden sich die Grünen offenbar neben der CSU wieder:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article8648537/Ledige-Eltern-loesen-neuen-Koalitionsstreit-aus.html

    “Bär hingegen sagte der Zeitung, es dürfe ‘in keinem Fall dazu kommen, dass die Mutter in einer ohnehin hochemotionalen Phase auch noch tätig werden muss. Der aktive Part muss vom Vater ausgehen.’“

    So, wie die Grünen den schwarzen Peter ( Kampf ums Sorgerecht ) ohne jede Begründung den Vätern zuschieben wollen, wollen das auch die Rechten von der CSU – die gleiche Tradition aus dem Geiste der Mütter- und Frauenverkitschung?

    Antworten
  38. Nick29. Juli 2010

    “..wollen das auch die Rechten von der CSU – die gleiche Tradition aus dem Geiste der Mütter- und Frauenverkitschung?”

    Kann das noch in Frage stehen, bei dieser ansonsten nur aus völkischen Diskursen bekannten Verwendung des Begriffes einer vermeintlichen “Lebensweise”?

    Die Grüne Partei hat definitiv auch völkisch-naturalistische Wurzeln. Während sich mit diesen in anderen Bereichen auseinandergesetzt wurde, verhinderte die Nichtdiskutierbarkeit (Frauenstatut) effektiv eine entsprechende Auseinandersetzung in der “Frauenpolitik”. Es werden, bei gleichbleibendem Inhalt, lediglich so progressiv klingende Begriffe wie “Genderpolitik” als Feigenblatt davorgelegt. Das Grüne Frauenstatut kann seinen völkisch-naturalistischen Geist kaum verbergen, wobei “Volk” durch “Geschlecht” substituiert wird.

    Der Knackpunkt ist dabei die Entindividualisierung (“WIR Frauen”), die Verewiglichung (“bis das Patriarchat überwunden ist”) und die Proklamation eines “natürlichen” Vorrechtes auf Macht (“MINDESTparität”)

    Antworten
  39. Zorro12. August 2010

    die Diskussion scheint leider beendet zu sein,sehr schade

    Antworten
  40. 徵信社13. August 2010

    I have heard a lot on this topic, but it seems to me that your point of view are the best.I like the post very much.

    Antworten
  41. Jurij Below15. August 2010

    Was für ein Maifest ist das?
    Bereits in voraus schicken die Grünen eine merkwürdige These:

    “Wir Männer sehen, dass unsere Gesellschaft noch immer von einem tief sitzenden Geist der geschlechtlichen Polarität durchflutet ist, der Frauen auf Weiblichkeit und Männer auf Männlichkeit reduziert.”

    Uns verkünden sofortige Befehl: “Damit muss endlich Schluss sein”.

    Hier macht die grüne Ideologie praktisch Herausforderung gegen die Natur: Weibliche sollen nicht weiblich sein und die männliche ebenfalls nicht männlich. Bravo! Eine typisch bolschewistische Semantik mit allen ihrer Perversen. Und vor allem die Lügen sollen PRAWDA (Wahrheit) heißen, und Wahrheit als Unwahrheit.

    Aber damit ist nicht genug: Die neue Politik der “Kämpfer für Natur” macht diesen zum Naturkämpfer:

    “Man wird nicht als Mann geboren, man wird dazu gemacht.”

    Was konnte man eigentlich etwas anderes erwarten von der Partei, die leninistisch-stalinistische Theorie versucht zu reanimieren. Zwar Experiment der Gotteskämpfer trotz der Raub, Völkermord und ewigen Versprechen der Gleichberechtigung für das Volk, sich zum Avantgarde dieses Volkes erklärt und die Sklaverei mit dem GULAG errichtete und sogar ihr Land in einem Konzentrationslager umwandelte. Hier war auch gleicher Formell: Freiheit ist nicht als Freiheit geboren, die Freiheit wird dazu gemacht.

    So wie bei unseren lieben Geschlechtsundefinierten gründen Freunden: die Bolschewiki damit zwar etwas viel weiter gegangen: alles semantisch verkehrt gemacht aber sich selbst doch als Führer und Götter laut und deutlich mit ihren “Führer und Lehrer der progressiven Menschheit” (Trotzki, Lenin, Stalin, Kaganowitsch, Berija usw.)

    So auch lieben männlich/weiblichen (?) Grünen doch Lenins Weisheit komplett übernommen: “Wir wollen Neue Werte” (1918), was auch Stalin 1936 glaubte:
    “Wie haben die neue Werte angeschafft”.

    Um welchen “Werte” Sie Herr Lehmann sprechen? Das haben Sie im ihrem Manifest nicht verraten. Über die Werte von welchen Eva Herman spricht, oder behauptet, dass die, die sie meint durch “lesbokratischen Stalinisten” abgeschafft wurden oder die, die Josef Dschugaschwili 1937 sprach und begann allen, die dagegen waren zu liquidieren?

    Oder Sie sind ein Retortenkind von Daniel Petrucci und bereits ohne lästigen Männereigenschaften geboren?
    Wie wollen Sie ferner auch die Frauen mit ihrer schönen Theorie vermännlichen. Und ob Sie selbst bereit verweiblicht?

    Ich gebe das Recht dem “Nick”, der in seinem Postskriptum so schön erklärt: “Die Theorie des Faschismus als “Superpatriarchat” ist definitiv eine Radikalfeministische.

    Der Lenin behauptete: “Ich bin ein Feminist, unsere Frauen können viel besser sogar Konterrevolutionäre beseitigen, wir haben gute Erfahrungen gemacht, Macht und Einfluss zu teilen” (In “Ob die Bolschewiki, die Macht erhalten”, Prawda 1. Mai 1918)

    92 Jahre später schreiben Sie: “Wir sind Grüne Feministen und haben gute Erfahrungen gemacht, Macht und Einfluss zu teilen”.

    Na ja, Lenin war etwas pragmatischer ja „zukunftorientierter“ und hat sich zur eine andere Farbe bekennt. Aber sonst eine wunderbare Harmonie man kann hier nichts zu übersehen.

    Fazit: “Um das Korsett alter Geschlechterrollen” reißen brauchen Sie erst eine WeTscheKa schaffen um “geschlechtersensible Männer” und auch Frauen auf wundersamerweise geschlechtunsensibel machen.
    Die Frage ist nur wie: etwas mit einem Skalpell oder durch Propaganda?
    An besten beginnen Sie von sich selbst…

    Der Lord Byron eine Epitahie für einen Mr. X geschrieben:
    “Ein Mr. X hat sich den Hals abgeschnitten: Was für ein Pech, er sollte längst mit eigenem anfangen.”

    Liebe Grüße aus Frankfurt.

    Antworten
  42. Hosting Reviews19. August 2010

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  43. Dieter de Harju26. August 2010

    SAVE THE MALE !!!
    Meine Antwort auf die AutorIn…

    Hallo Herr Lehmann,
    erst dachte ich, dass es ein Scherz sei, was hier als sog. “Grünes Männer-Manifest” einem Mann und auch echten Frauen zugemutet wird. Doch es scheint Ihnen und der anderen Unterzeichner ernst zu sein. Erst heute habe ich davon gelesen – hätte ich mir gerne erspart, doch als Buchautor, Männer- und Beziehungsforscher und Persönlichkeitsberater muss ich auch so etwas zur Kenntnis nehmen – spiegelt sich doch hier, was in politischen Kreisen eben mal so angedacht wird.
    Oh, je… Wo war denn hier der männliche Geist…? Es spricht hier eher das Grün hinter den Ohren!

    Ich habe eine solche Niveaulosigkeit, eine solche Jammerschrift über angebliche Männerthemen noch nie gelesen – selbst von Frauen nicht!
    Es ist einfach ärgerlich und so was von unmännlich, dass sich die Unterzeichner echt schämen sollten, so einen gesammelten Blödsinn über Männlichkeit zu veröffentlichen. Und was soll das mit “Machos” zu tun haben? Die Unterzeichner waren und sind ganz sicher keine – auch wenn sie wohl davon einmal geträumt haben…

    Diese “Softischrift” klingt wie von grünen FührungsFrauen diktiert – ist anbiedernd und trägt wirklich in keinster Weise zu einem neuen Männerbild bei bzw. regt einen konstruktiven Dialog an… der schon lange überfällig ist. Von den grünen Unterzeichnern ist wohl etwas falsch verstanden worden… es gibt nun einmal Männer und Frauen – das ist nichts Gleiches, wenn auch Gleichberechtigtes – dennoch ein Mann ist ein Mann – eine Frau ist eine Frau — wenn sie es denn sind…

    Doch wo sind die Männer geblieben? In den letzten Jahrzehnten sind echt männliche Eigenschaften in Verruf geraten. Nicht selten entschuldigen sich Männer dafür Mann zu sein. Mann gibt sich verständnisvoll und den weiblichen Interessen aufgeschlossen, was ja in Ordnung ist und für einen echten Mann ohnehin klar.

    Doch wo ist das männliche Selbstbewusstsein – das Wunderbare des Mannes?
    Viel wäre hierzu noch zu sagen – was ich durchaus tun kann.

    Allerdings – wer will das wirklich, dass Männer in dieser weiblich dominierten Gesellschaft ihr Mann- Sein leben können? Ich finde, dass es in unserer Kultur zu wenig Männlichkeit gibt! Vielleicht wundert Sie diese Aussage – was mich wiederum nach Lesen des sog. Manifestes nicht wundern würde.

    Eine Erfahrung möchte ich Ihnen mitteilen. Ich schreibe derzeit an meinem zehnten Buch
    “Adam, wo bist du? Reifeprüfung für Männer. Die Phallusskala” -übrigens meine Grundthese: Es gibt keine Männer unter 50! Von daher: vielleicht waren ja keine Fünfziger unter den Unterzeichnern – und dann ist es kein Männermanifest gewesen, sondern eine brave Jungenschrift.
    Bisher haben alle Verleger – obwohl ich ja nicht unbekannt bin – mit dem Hinweis mein Männer-Buch abgelehnt, das es auf dem weiblich dominierten Buch- und Verlagsmarkt keine Chance habe. Schlicht Frauen ein Buch, dass Männer weiterbringt, ablehnen würden.
    Nach einer Vielzahl an Gesprächen mit Frauen über mein Buchvorhaben, fragen diese mich immer wieder, wann kommt denn endlich dein Buch – es wird dringend gebraucht. Es gibt immer weniger Männer! Stimmt!

    Jedenfalls:
    Mann sein ist sicher mehr, als sich die Unterzeichner dieses sinnentleerten Manifestes wohl vorstellen können – entweder, weil sie nur noch von Frauen dominiert werden oder keine haben und auch mal ran wollen – oder schlicht noch keine 50 sind, was auch nicht schon einen zum Mann macht – oder sich schlicht keine Zeit genommen haben, einmal gründlich darüber nachzudenken.

    Frauen haben aber Sehnsucht nach echten Männern. Solche Frauen finden sich nur selten in politischen Zusammenhängen und den weiblich dominierten Medien und der Presse, die ja glauben bessere Männer zu sein.

    Die Frauen mit Sehnsucht sind die schweigende Mehrheit der Frauen.

    Das sog. Grünen Manifest ist Ausdruck männlich geistiger Armut und Phantasielosigkeit der Unterzeichner – hier ist keine männliche Handschrift zu erkennen – es hat ja auch eine AutorIn geschrieben, wie ich lese – es ist eine geschlechtslose Schrift.

    Sie schreiben “Wir sind keine Dinosaurier mehr.”
    Stimmt, ich finde: echte Angsthasen!

    Nun, denn – wie der Titel meines aktuellen Buches, kann ich nur hoffen
    “Das Beste kommt erst noch” –
    mein neues Buch “Adam, wo bist du?” könnte die Antwort sein.

    Mit besten echt männlichen durchaus meiner Eigenart entsprechenden freundlichen Grüßen

    Dieter de Harju,
    der die Frauen, echte Männer und das Leben liebt

    Antworten
  44. Wolfgang A. Gogolin27. August 2010

    ‘Wir sind Grüne Feministen’ – ja, das mag alles sagen, ein Blick in das grüne Frauenstatut genügt völlig. Rederecht für Männer nach Frauengusto.
    Vielleicht sollten nicht gerade solche Männer, die derlei unterstützen, die gewiß noch nie ‘Macho’ waren, ein Männermanifest herausgeben. Erstaunlich immerhin, dass auch ‘Pflichten’ geteilt werden sollen. Da wäre ich gespannt, welche das denn sein sollen und ob die grünen Frauen das wohl erlauben werden.

    Ein Lob hierfür: ‘Wir brauchen mehr Konzentration auf die Prävention von Männerkrankheiten, in den Krankenkassen und in der Betrieblichen Gesundheitsförderung.’ Für diese Behauptung: ‘das Interesse am Maschinenbau ist nicht angeboren’ würde ich gern einen Beleg sehen.

    Antworten
  45. vince delmonte31. August 2010

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  46. Emilie Bettinson2. September 2010

    I hope getting out of Ocracoke island was not necessarily needed and Earl simplykeeps out at sea. Let’s hope for that.

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  47. Emilie Bettinson2. September 2010

    Hopefully the evacuation of Ocracoke island wasn’t necessarily needed and Hurricane Earl justkeeps out at sea. Let us pray for that.

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  48. Eva Green3. September 2010

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