Eine Frau ist Bundeskanzlerin. Frauen machen die besseren Bildungsabschlüsse, können Bischöfin werden, mischen in Rap und Hip-Hop mit und sind im Fußball international erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen. Gleiche Rechte in Deutschland anno 2010? Ist Alice im Wunderland angekommen?
Mitnichten. Wir Männer sehen, dass unsere Gesellschaft noch immer von einem tief sitzenden Geist der geschlechtlichen Polarität durchflutet ist, der Frauen auf Weiblichkeit und Männer auf Männlichkeit reduziert. Damit muss endlich Schluss sein. Wir wollen nicht länger Machos sein müssen, wir wollen Menschen sein!
Man wird nicht als Mann geboren, man wird dazu gemacht.
Bedeutende Frauen wie Olympe de Gouges, Louise Otto-Peters, Simone de Beauvoir und die Frauenbewegungen im 20. Jahrhundert waren Pionierinnen für Gleichberechtigung und Feminismus. Einen Makel haben einige feministische Diskurse aber leider gerade in Deutschland bis heute: Männer spielen in ihm nur selten eine Rolle. Dabei ist wirkliche Gleichberechtigung, sind gleiche Rechte und gleiche Pflichten nur mit den Männern zu erreichen – nicht gegen sie. Frauen haben durch den Feminismus ihre Möglichkeiten erweitert, Männern steht dieser Schritt noch bevor.
Das Diktum des sozialen Geschlechtes, des Rollenzwangs und der festgelegten Verhaltensmuster gilt nämlich ebenso für Männer. Weil diese davon aber materiell und sozial immer profitiert haben, wurde erst in jüngerer Zeit zum Thema, dass Geschlechterrollen auch für Männer ein Korsett sind, das ihnen mehr schadet als nützt.
Nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke ging eine Debatte über die Gesundheit von Männern, über Schwäche und Depressionen, über Versagensängste durch die Republik – endlich! Wir fragen uns jedoch: Sind die Männer, die öffentlich trauerten und weinten, aber nicht auch diejenigen, die eine Woche später in den Stadien und Fankneipen einen Fußballer als Schwuchtel beschimpfen würden, wenn er sich als homosexuell outet? Oder als Weichei, wenn er ein Jahr Babypause nimmt und seine Frau für den Lebensunterhalt sorgen lässt?
Wir brauchen ein neues Bewusstsein für eine neue Männlichkeit. Wir als männliche Feministen sagen: Männer, gebt Macht ab! – es lohnt sich.
Wir wollen Neue Werte – Neue Arbeit – Neue Perspektiven!
Die Krise ist männlich. Klimakrise, Finanz- und Wirtschaftskrise, Hunger- und Gerechtigkeitskrise, all dies sind direkte Folgen einer vor allem „männlichen“ Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsweise, die unseren Planeten an den Rand des Ruins getrieben hat. Entfesselter Wachstum und ungehemmter Profit müssen ein Ende haben. Wir wollen anders leben!
Wir wollen entlang von Werten leben und arbeiten, die auf Wertschöpfung, Gemeinwohlorientierung, individueller Freiheit, Nachhaltigkeit und Entschleunigung basieren. Dazu müssen politische Weichen gestellt werden. Neue Zeitmodelle in den Unternehmen müssen es Männern ermöglichen, ihre Wochen- und Lebensarbeitszeit zu reduzieren, Teilzeitphasen oder Sabbatjahrmodelle zu verwirklichen. Entschleunigung ist auch hier Schlüssel: Viel zu selten werden Männern im Erwerbsarbeitsleben „nicht-klassische“ Erwerbsbiografien ermöglicht. Das Bild vom männlichen Hauptverdiener schwebt auch hier noch in den Köpfen vieler Personalverantwortlicher.
Es ist weder schlau noch gut, Menschen lediglich eindimensional in wirtschaftliche Wachstumsprozesse einzubinden. Familienleben und soziales wie gesellschaftliches Engagement sind gerade für Männer eine Möglichkeit, an einem qualitativen Wachstum mitzuwirken. Vernetztes Denken, ganzheitliche Bildung und Kreativität können sich nur vollends entfalten, wenn Menschen alle Lebensbereiche gemeinsam gestalten. Das Ende der Rollenaufteilung ist auch wirtschaftlich notwendig, denn ein Ende der Ungleichbehandlung führt für alle Beteiligten zu einer größeren Zufriedenheit.
Wir brauchen Neue Wege für Jungs!
Die Wiege der Gleichberechtigung ist wie so oft die Bildung und Erziehung. Hier fallen die Würfel. Viel ist in den letzten Jahren von der Bildungsmisere der Jungen geschrieben und gesprochen worden und vieles ist richtig. Jungen fallen viel häufiger als „Verlierer“ aus dem Bildungssystem: Sie brechen die Schule öfter ab, erreichen schlechtere Leistungen und Abschlüsse, sind häufiger schulmüde als Mädchen. Deshalb braucht es eine emanzipatorische Erziehung und eine individuelle Förderung, die die Stärken von Jungen und Mädchen gleichermaßen wertschätzt und fördert.
Zwischen emanzipierten Müttern und frauenverachtenden Hip-Hoppern bekommen Jungen heute ein breites Repertoire zur Orientierung geboten. Was oft fehlt, sind die positiven Rollenbilder einer anderen, neuen Männlichkeit. Längst wissen wir, dass mit zunehmender Gleichberechtigung das Patriarchat umso härter zurückschlägt: mit Gewalt, medialem Sexismus oder Schein-Bastionen der Männlichkeit in Sport und Musik. Wir wollen role models aus Sport, Medien, Politik und Kultur, die nicht den Macker spielen müssen, weil sie eben selber stark genug sind, auch schwach sein zu dürfen.
Wir wollen mehr geschlechtersensible Männer in „klassischen“ Frauenberufen: mehr Erzieher, mehr Grundschullehrer, mehr Sozialpädagogen. Und wir wollen, dass Jungen selbstbewusst ihren Interessen nachgehen können und nicht in tradierte Schemata gedrängt werden. Deswegen fordern wir neue Wege für Jungs durch die Etablierung von „Boy’s Days“ und ein geschlechtersensibles Bildungs- und Berufsberatungsangebot. Denn das Interesse am Maschinenbau ist nicht angeboren.
Wir fordern: Neue Väter statt „Vater morgana“!
Seit der Einführung der Partnermonate im Elterngeld durch Ursula von der Leyen bejubeln viele Medien die „neuen Väter“ und den Run auf die beiden Monate zwischen Wickeltisch und Sandkasten. Und, in der Tat: Die beiden Partnermonate waren ein Erfolg, ein Einstieg in die Übernahme von Verantwortung von Vätern in Haushalt und Erziehung. Aber werden Männer damit wirklich zu „neuen Vätern“? Oder handelt es sich nicht in Wirklichkeit um eine „Vater morgana“, die Vätern lediglich eine verlängerte Auszeit vom Job ermöglicht, und zwar in der Regel dann, wenn die ersten zwölf Monate nach der Geburt glücklich überstanden sind?
Wir wollen auch hier Gleichberechtigung: Die Aufteilung der Elternzeit muss paritätisch sein. Dies würde nicht nur Männern mehr Verantwortung abverlangen, sondern auch die Unternehmen und Arbeitgeber zum Umdenken zwingen. Zwei Monate ist ein Arbeitnehmer für den Arbeitgeber zu entbehren, sechs Monate oder länger jedoch verlangen neue Zeit- und Jobmodelle, die wir dringend brauchen – hin auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung.
Männer leiden unter ähnlichen Vereinbarkeitsproblemen wie Frauen: Gerade junge Männer haben mittlerweile den Anspruch, Kind(er), Karriere, Engagement und Freizeit miteinander vereinbaren zu können, anstatt sich für das eine oder gegen das andere entscheiden zu müssen. Sie wollen nicht länger daran scheitern, Berufs- und Privatleben in eine gute Balance zu bringen, sondern moderne Partnerschaftskonzepte durchgängig leben und die Rolle des “neuen Vaters” tatsächlich einnehmen. Als moderne Väter wollen sie ihren Kindern beim Aufwachsen helfen, selbstbestimmt die Erziehungsarbeit teilen – statt Zuschauer zu bleiben. Auch deshalb muss Teilzeit für Chefs sowie Männer in Kitas und Grundschulen zur Selbstverständlichkeit werden.
Wir stehen für ein Neues Gesundheitsbewusstsein!
Männer sterben noch heute im Schnitt sechs Jahre früher als Frauen – Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Zeichen chronischer Überlastungen sind die häufigsten Todesursachen. Jahrhundertelang gehörte es nicht um Selbstbild eines Mannes, sich um seine Gesundheit zu kümmern. Dumme Sprüche wie “Ein Indianer kennt keinen Schmerz” führen dazu, dass viele Männer körperliche Warnsignale überhören oder bagatellisieren. Doch der Körper lügt nicht.
Männer sollen krank werden dürfen – ohne als Versager dazustehen. Umso wichtiger ist ein großer Aufbruch für die Männergesundheit. Wir brauchen mehr Konzentration auf die Prävention von Männerkrankheiten, in den Krankenkassen und in der Betrieblichen Gesundheitsförderung.
Die bestehende Rollenaufteilung der Geschlechter führt immer wieder zu schweren psychischen Belastungen. Sowohl Frauen als auch Männer leiden unter den enormen gesellschaftlichen Anforderungen, die ihnen auf Grund ihres Geschlechts abverlangt werden. Dies ist vor allem dort ein Problem, wo die eigene Entwicklung den Normvorstellungen wenig entspricht. Für Körper und Psyche des Menschen ist es daher dringend nötig, die Rollen endlich aufzubrechen.
Wir sind Grüne Feministen und haben gute Erfahrungen gemacht, Macht und Einfluss zu teilen. Wir sind mit Quoten und Doppelspitzen groß geworden. Wir kennen und schätzen gleiche Rechte und gleiche Pflichten sowie die Verantwortung, als Beispiel voranzugehen. Uns trägt die Vision einer Gesellschaft verschiedenster Individuen, die unter gleichen Bedingungen zusammenleben.
Wir sind keine Dinosaurier mehr. Wir wollen auch keine Alleinernährer sein. Wir wollen weniger Leistungsdruck, bessere gesundheitliche Prävention und mehr wertvolle Zeit. Wir wollen keine Helden der Arbeit sein, wir wollen leben. Wir wollen Macht, Verantwortung und Pflichten teilen und das Korsett alter Geschlechterrollen von uns reißen. Wir wollen neue Perspektiven für Männer im 21. Jahrhundert!
Sven Lehmann | Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen NRW
Jan Philipp Albrecht MdEP | Grüne Fraktion im Europäischen Parlament
Kai Gehring MdB | Grüne Fraktion im Deutschen Bundestag
Malte Spitz | Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen
Arndt Klocke | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen NRW
Gerhard Schick MdB | Grüne Fraktion im Deutschen Bundestag
Dieter Janecek | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern
Sven-Christian Kindler MdB | Grüne Fraktion im Deutschen Bundestag
Till Steffen | Justizsenator Hamburg
Rasmus Andresen MdL | Grüne Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein
Eike Block | Sprecher Grüne Jugend NRW
Christian Kühn | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg
Max Löffler | Sprecher Grüne Jugend Bundesverband
Henning von Bargen | Leiter Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung
Christoph Erdmenger | Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt
Jörg Rupp | Parteirat Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg
Martin-Sebastian Abel | Sprecher LAG Kultur Bündnis 90/Die Grünen NRW
Matthi Bolte | Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen Bielefeld
Martin Wilk | Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Kreuzberg-Friedrichshain
Janosch Dahmen | Sprecher LAG Gesundheit Bündnis 90/Die Grünen NRW
Can Erdal | Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Düsseldorf



Das, Herr Feminist, scheint mir einmal mehr doch jetzt ein sehr platter Reflex zu sein.
Auch das ist doch nur ein Dogma, das aus dem Nichts angeflogen kommt. Sobald die Grünen massenhaft auf Widerstand stoßen, tun sie so, als zählten diese massenhaften Meinungen sowieso nicht. Hallo, liebe Grünen, kommt mal runter von eurem herbeiphantasierten Sockel: Eure Partei ist von einer absoluten Mehrheit oder gar davon, für alle Männer des Landes zu sprechen, außerordentlich weit entfernt! Wo sind denn die Heerscharen von Männern, die euch und euer Manifest UNTERSTÜTZEN?
@skopje: wir haben nicht behauptet, für “die Leute” zu sprechen. Wir haben gesagt: das und das wollen wir als grüne Männer und in dem Punkt und an anderen sehen wir einen Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft. Das ist unser Weg und wer den mitgehen will, kann ihn gehen. Wer nicht, der nicht. Und: man darf sich gerne mit uns auseinandersetzen – in einem vernünftigen Ton. Aber behauptet, für “die Leute” zu sprechen, das waren nicht wir…
“geschlechtergerechten Gesellschaft.”
Unsinn. Ihre Suggestivphrasen funktionieren hier nicht. Haben Sie das denn immer noch nicht kapiert? Sie wollen eben keine geschlechtergerechtere Gesellschaft; was Sie betreiben, ist die Verteufelung des männlichen Pols und betreiben damit Politik gegen die Natur, was natürlich nicht funktonieren kann. Das Ergebnis Ihrer menschenverachtenden Politik der letzten Jahrzehnte ist eine Gesellschaft, der ihre Elementarzelle – die Familie – genommen wurde durch rücksichtslose Zerstörung und als Folge davon eine Rekordgeburtenrate – von unten gesehen.
Die Familie war ja seit den Anfangstagen der Grünen jeher das Ziel, das es als “Keimzelle der Reaktion” zu zerstören galt. Hier haben Sie wirklich ganze Arbeit geleistet. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass diese unglaubliche, extremistische Umwälzung der Gesellschaft durch diese kranke 68er Ideologie die eigentliche Revolution des letzten Jahrhunderts gewesen sei. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Ausser eines: Man stelle sich einmal vor: Eine Frau kämpft für die “erfolgreiche” Ermordung von Millionen ungeborener Kinder und wird dafür von dieser kranken Regierung noch mit dem Bundesverdienstkreuz geadelt. Das sagt eigentlich alles aus.
@Jörg Rupp: “Wissen Sie, ich denke, über das Ziel sind wir uns eigentlich einig”
Das Blog hier ist so voll, weil das niemand sagen kann. Dafür müssten Sie erst mal diese Fragen beantworten:
- Was ist Feminismus?
- Was ist das Ziel des Feminismus?
- Mit welchen Strategien will der Feminismus das umsetzen?
- Welche Rolle sollen oder können demokratische Bewegungen im Feminismus spielen?
- Wie geht Feminismus jetzt und als Ziel mit Gegnern und Gegnerinnen um?
Um genau diese Fragen eiert Ihr Manifest herum, und es ist absehbar, dass Sie auch hier wie am Thema ALG II wieder sagen werden, dass Sie ja das richtige Ziel gehabt haben, dann leider für ein anderes stimmen mussten, das geändert wurde, und Sie jetzt für das Beibehalten des mehrmals Falschen in Länderparlamenten stimmten.
@ Jörg Rupp: Sie sitzen auf einem Podium? Meines Wissens werden Leute auf ein Podium gesetzt, um der Zuhörerschaft etwas über diese Leute mit zu teilen, und damit in der folgenden Diskussion die Leute auf dem Podium ein Feedback bekommen, das sie in ihre zukünftige Arbeit einbeziehen.
Wenn Sie da so geistig flexibel sind, wie auf diesem Podium hier, verstehe ich Ihre Ankündigung eher als Drohung, die Zeit der Leute zu verschwenden, die sie wegen grüner Politik unfreiwillig haben.
“Frau Rupp”
auweia, bosshard. wie primitiv! da muss man sich ja fremdschämen.
ihre angst vor allem weiblichen muss wirklich tief sitzen, wenn das ihre “dicke berta” der beleidigungen ist.
@michael baleanu
““zu einer gescheiterten beziehung gehören immer zwei.” Wenn es zu einem Streit zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber kommt – das sind doch auch zwei – soll nach Ihrer Lesart der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer weiter Lohn bezahlen ohne Schuldprüfung?”
die “beziehung” von AG und AN ist eine durch gesetze und einen klaren vertrag geregelt. es handelt sich nicht um eine persönliche auf emotionen beruhende beziehung. folglich ist eine ehe nicht mit einem arbeitsverhältnis vergleichbar.
“Ich weiß auch nicht wie oft ich das schreiben soll: Auch die Gesetze lassen nicht zu, dass eine Frau alimentiert wird (siehe §1569 BGB)!”
dann ist ja alles in butter.
“Wie soll man(n) sich … schützen?
einfach die richtige frau heiraten oder gar nicht.
“Wieso fällt Euch die dabei anfallende Diskriminierung der Frauen nicht auf?”
die fällt mir durchaus auf. in der ddr gabs sowas wie ehegattenunterhalt gar nicht. da war es normal, dass nahezu jeder erwachsene für seinen lebensunterhalt sorgte. und ich sehe keinen grund, warum das nicht möglich sein sollte. ohne die ddr heraufbeschwören zu wollen.
allerdings gibts ja hier einige, denen das gewaltig stinken würde:
“Jobs für Frauen auf Kosten der Männer unabhängig von Leistungsstandards” (qed)
vermutlich möchte dieser poster, dass frauen gar nicht oder nur in HIWI jobs arbeiten, damit seine “naturgebene” machtstellung nicht ins wanken gerät.
“Obwohl also ein Vertrag, die Willenserklärung zweier mündiger Erwachsener vorliegt, …”
… muss der vertrag den gesetzen entsprechen. das nennt sich rechtsstaat.
“Wer zwingt eine Frau, einen Mann zu heiraten der “die Hosen” anhat?”
niemand, darum tun es viele nicht.
“Wie war das mit der Auffassung “zu einer Beziehung gehören immer zwei”? Nun ist es plötzlich die alleinige Entscheidung des Mannes, dass Frau zu Hause bleibt?”
hätte ich ähnliches formuliert, wäre ihr einwand berechtigt. ich schrieb nur nichts derartiges.
@mattias: Sie können ja vorbei kommen und sich selbst ein Bild machen. 8.5., 18:00 Uhr
@Frank Fischer: Was für eine Familie wollen Sie denn?
Wo sind sie, die grünen Männer, die sich von diesem Unsinn distanzieren ?????
Einfach unglaublich. So ein dämliches Blabla um eine grüne Männerpolitik, die alle wirklichen Probleme von Männern und Vätern wirklich völlig ignoriert!
Die Männer leiden doch nicht an irgendwelchen Machos, die es gar nicht mehr gibt, sondern an einer Familienpolitik, durch die sie regelmäßig, millionenfach, gnadenlos ausgegrenzt und entsorgt werden. Und sie leiden genau an diesen niederträchtigen und verlogenen Männer-Feministen, die sich auch noch toll darin finden, als Rache für die frühere Diskriminierung von Frauen, heute nun Männer, Väter, insbesondere geschiedene Väter nach allen Regel der Kunst zu diskrimieren. Du diskriminieren, indem sie ihnen in 9 von 10 Fällen nach einer Scheidung die Kinder entreißen, sie ausschließlich den Müttern zusprechen, selbst dann wenn diese nachweislich überfordert oder den Kindern gegenüber gewalttätig sind.
Indem sie diese Diskriminierung sogar fortsetzen, obwohl der europäische Gerichtshof genau diese Diskrimierung der BRD erst kürzlich um die Ohren gehauen hat.
Schämt Ihr euch denn gar nicht???
Begreift Ihr denn gar nicht, dass man die Diskriminierung des einen Geschlechtes nicht damit wieder gut machen kann, dass man im Gegenzug das andere diskriminiert ?
Gleichbereichtigung muss doch für beide Seiten gelten!
Hat denn keiner von Euch je mitbekommen, wie Kinder leiden, wenn sie Ihre Väter nicht mehr sehen dürfen?
Hat sich denn wirklich nicht einer Von Euch mal mit den zahllosen wissenschaftlichen Veröffentlichungen befasst, die umfassend erklären, warum auch Väter für das gesundes Aufwachsen von Kinder wichtig sind? Zählt das alles nicht???
Ich kann nur hoffen, dass es noch Männer gibt bei den Grünen, die sich von diesem dämlichen Manifest in aller Entschiedenheit distanzieren.
Ansonsten werde ich zumindest die Grünen mit Sicherheit nie, aber auch nie wieder wählen. (Auch wenn ich das die letzten knapp dreissig Jahre regelmäßig getan habe.)
Bin auf die Diskussion gespannt.
auweia, bosshard. wie primitiv! da muss man sich ja fremdschämen.
ihre angst vor allem weiblichen muss wirklich tief sitzen, wenn das ihre “dicke berta” der beleidigungen ist.
Ja, schämt euch, aber nicht für andere, sondern für euer geschlechterrassistisches Frauenstatut.
Die Angst vor dem Weiblichen ? Es ist die Sorge aufgrund der Herrschaft der Geschlechterrassisten. Gebt den Genderisten keine Chance ! Nein zu (Geschlechter -)rassismus !
Einen Mann Frau zu nennen ist nur dann eine Beleidigung, wenn der Mann sich als männlich versteht. Im Mamifest wird aber klar und deutlich gesagt, dass die ääähm, naja die grünen Nichtfrauen keine Machos mehr sein wollen. da “macho” schlicht “männlich, Männlichkeit” bedeutet, heisst das, Herr Rupp möchte von nun an Frau Rupp sein. Von mir aus.
Ich denke, die Fragen lassen sich anhand des Manifestes und der Kommentare beantworten:
- Was ist Feminismus?
Kultureller Feminismus: z.B. die Idee, die (universalisierte) “männliche Lebensweise” habe den Planeten “an den Rand des Ruins” getrieben.
- Was ist das Ziel des Feminismus?
Die kuturelle Beseitigung des Sündenbocks, des als nichtmenschlich markierten “Männlichen”:
Nicht mehr “Macho”, sondern “Mensch” sein. “Entfesselter Wachstum und ungehemmter Profit (=”Männlichkeit”)müssen ein Ende haben.”
“Wir sind keine Dinosaurier mehr”
- Mit welchen Strategien will der Feminismus das umsetzen?
“Geschlechtersensible” (=auf der Grundlage dieses Weltbildes konzipierte) Sozialisation. Staatliche Strukturen, die “Männlichkeit” verunmöglichen. Soziale Ächtung von “Rollenstereotypen”, sprich: der “Männlichkeit” als solche und der a priori durch “Männlichkeit” als solche definierten “Weiblichkeit”
- Welche Rolle sollen oder können demokratische Bewegungen im Feminismus spielen?
Die konkrete Ausgestaltung darf “demokratisch mitbestimmt” werden, aber die Grundanahmen sind Universalien und dürfen nicht in Frage gestellt werden.
- Wie geht Feminismus jetzt und als Ziel mit Gegnern und Gegnerinnen um?”
Jetzt: Gegner sind grundsätzlich Gegner der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, und dementsprechend auszuschließen und zu stigmatisieren: “Eine kleine Gruppe rückwärtsgerichteter Biologisten” Eine Änderung ist nicht vorgesehen.
@ Jörg Rupp
“Sie können ja vorbei kommen und sich selbst ein Bild machen. 8.5., 18:00 Uhr” (Podiumsdiskussion)
Nö, danke. Was der Begrif “gleiche Augenhöhe” für weibliche und männliche Feministen bedeutet, habe ich auch so schon begriffen.
Ich höre mir das vielleicht als MP3 an, da kann ich zappen.
Es wäre aber hilfreich, wenn Sie obige Fragen mal beantworten.
“Was für eine Familie wollen Sie denn?”
Danke, “Herr” Rupp, sowas konnte nur von einem Grünen kommen. Er weiss nicht, was eine Familie ist.
Kein Wunder, dass dann so eine “Familien”politik der Grünen dabei rum kommt…….
@Nick
Mein Horoskop sagt mir, dass ich mich heute zurückhalten soll. Deshalb nur kurz:
“- Wie geht Feminismus jetzt und als Ziel mit Gegnern und Gegnerinnen um?”
Jetzt: Gegner sind grundsätzlich Gegner der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, und dementsprechend auszuschließen und zu stigmatisieren: “Eine kleine Gruppe rückwärtsgerichteter Biologisten” Eine Änderung ist nicht vorgesehen.”
GAAANZ falsch:
Es gibt keine Gegner des Feminismus. Es gibt nur Objekte feministischer Politik!
ich habe das interview auf radio eins dazu gehört. gute idee, das manifest. und sehr überfällig.
nur: habt ihr auch an die ungerechtigkeit bei der wehrpflicht gedacht? ich frage mich seit mehr als 20 jahren, wieso frauen da ausgespart werden (da war ich schon politisch, aber minderjährig).
mittlerweile sind frauen ja endlich durchaus als zeitsoldatinnen normale realität.
es grüsst ein thomas aus der hauptstadt
jörg rupp schrieb:
“nein, viele Väter sind eben noch nicht weiter. Ich lese immer wieder biologistische Argumentationen oder hasserfüllte Verallgemeinerungen. ”
Die gab und gibt es auf feministischer Seite genauso, sogar bis in höchste Stellen. In der Urteilsbegründung des Verfassungsgerichts zum 1626a BGB in 2003 ist von einer “biologischen Verbundenheit” zwischen Mutter und Kind die Rede, was letztlich den Vater das Sorgerecht kostet.
Und ich glaube es ist keine Tatsachenverdrehung wenn ich behaupte, daß die GRÜNEN sich während ihrer Regierungszeit im Bund wesentlich massiver für eine Abschaffung der sexistischen Wehrpflicht eingesetzt hätten, wenn es Frauen wären, die diese abzuleisten hätten.
“Und vor allem einige Unternehmen snd nciht weiter. ”
Was sollen die auch machen? Die sind dem Markt verpflichtet. Und der ist leider heute auf Flexibilität ausgerichtet – schlechte Zeiten für Familen.
“Und nicht wenige Frauen sind da auch nicht weiter. Oft genug wird das Ernährermodell abgefragt. ”
Ja, richtig. Nur warum hat eine solche Frau das Recht genau damit einen Unterhaltsanspruch zu generieren?
“Wissen Sie, ich denke, über das Ziel sind wir uns eigentlich einig – nur wie wir dahin kommen, darüber gibt es wohl Streit. ”
Schauen Sie sich doch einmal ganz konkret ihren damaligen Gesetzentwurf zum väterlichen Sorgerecht an. Der ist durch und durch biologistisch. Wie können Sie diesen Gesetzentwurf einerseits verteidigen, andererseits aber den Biologismus einiger Männerrechtler kritisieren?
Möglicherweise sind wir uns über die Ziele einig, aber wenn ich die Wahl habe, favorisiere ich lieber die Angebote der Piratenpartei, von agens und manndat als das, was mir die GRÜNEN anbieten, denn das ist einfach viel zu wenig. Ich habe keine Lust nochmal 20 Jahre zu warten bis die Wehrpflicht abgeschafft wird, oder bis Väter, wie woanders auch, ein automatisches Sorgerecht erhalten. Die Zeit der Reförmchen muß endlich vorbei sein.
“habt ihr auch an die ungerechtigkeit bei der wehrpflicht gedacht? ich frage mich seit mehr als 20 jahren, wieso frauen da ausgespart werden”
Ne, haben die natürlich nicht. Denn “Geschlechtergerechtigkeit” im Rahmen des Feminismus hat nichts mit dieser zu tun. Es geht darum, die Rechte der Frauen denen der Männern anzugleichen (bzw. über die Männerrechte hinweg auszubauen) und die Pflichten komplett auszusparen. An diesen verfassungsunrechtlichen Wahnsinn noch das Schild “Gleichberechtigung” dran gepappt, fertig. Man sieht es doch auch hier im Thread. Fragen nach offensichtlichen, zum Himmel schreienden Diskriminierungen von Männern, werden einfach komplett ignoriert und statt dessen wiederholt man einfach die immer gleichen auswendig gelernten Mantren “Frauen verdienen zu wenig; Frauen sind nicht in den DAX-Vorständen; Frauen werden verhauen von ihren Männern; Frauen werden von Unterhaltsdrückeberger im Stich gelassen; *gähn*” (Man sehe mir nach, dass ich diese eigentlich meterlange Liste hier nicht komplettiere……)
“biologistische Argumentationen”
Auf welcher Schule waren Sie, “Herr” Rupp, dass die Natur für Sie kein Argument ist. Was kommt als nächstes? Bestreiten Sie “physikalische Argumentationen”, wie z. B. die Gravitation und hoffen so, damit zu verhindern, dass der Apfel Richtung Erde fällt, wenn man ihn loslässt?
@roter edding
“”die “beziehung” von AG und AN ist eine durch gesetze und einen klaren vertrag geregelt.”"
Vielen Dank für die Bestätigung! Es geht also um klare Verhältnisse und keine Wischi-Waschi-Beziehung.
“”es handelt sich nicht um eine persönliche auf emotionen beruhende beziehung. folglich ist eine ehe nicht mit einem arbeitsverhältnis vergleichbar.”"
Es ging um Treue- und Fürsorgepflicht in der sozialen Marktwirtschaft. Haben wir uns davon endgültig getrennt, sind wir schon im Raubkapitalismus.
“”(siehe §1569 BGB)!”
dann ist ja alles in butter.”
Ich hatte versucht Ihnen klar zu machen: Butter schmilzt!!!
““Wie soll man(n) sich … schützen?
einfach die richtige frau heiraten oder gar nicht.”
Ich schlage Sie als nächsten Papst vor! Sie verfügen ja über übernatürliche Kräfte, wenn Sie in der Lage sind, vor Heirat rauszukriegen, welche Frau die richtige ist. Da z. B. Herr Rupp geschieden ist, soll das heissen, dass nicht seine Ex-Frau, sondern er derjenige war, der nicht der Richtige war?? Waren er vielleicht ein Macho? Ist dann dieses Manifest als Drachenfutter zu verstehen?
““Wieso fällt Euch die dabei anfallende Diskriminierung der Frauen nicht auf?”
die fällt mir durchaus auf. in der ddr gabs sowas wie ehegattenunterhalt gar nicht.”
Im Video http://www.youtube.com/watch?v=91P13tYBk9U gibt Frau Künast zum Besten, dass ihr stinkt, dass im Männermanifest die Probleme fehlen, “die den Frauen auf den Nägeln brennen” (das war wohl nichts mit dem Drachenfutter). Ich weiss nicht ob Frau Künast in der Lage ist die Diskriminierung ihrer Artgenossinnen zu erkennen, wenn sie unentwegt auf ihre Fingernägel starrt!
Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass der Ehegattenunterhalt eine ganze Männergeneration hat verarmen lassen, während andererseits die Frauen – wenn sie keine private Vorsorge getrieben haben – keine Altersversorgung aufgebaut haben.
Habt Ihr nicht den Eindruck, dass die eigentlichen Probleme der Männer durch Euren Manifest gar nicht angesprochen werden? Wir werden von der Scheidungsindustrie wie Weihnachtsgänse ausgenommen und sollen dann auf Friedensengel machen? Man kommt sich als Mann gewaltig verschaukelt, nach dem Motto “Das Haus brennt und die Olle kämmt sich!”.
“”allerdings gibts ja hier einige, denen das gewaltig stinken würde:
“Jobs für Frauen auf Kosten der Männer unabhängig von Leistungsstandards” (qed)
vermutlich möchte dieser poster, dass frauen gar nicht oder nur in HIWI jobs arbeiten, damit seine “naturgebene” machtstellung nicht ins wanken gerät.”
Ich weiss nicht was dieser Poster will. Aber auch ohne ihn zu kennen, ist es Tatsache, dass die Jungs in der Schule benachteiligt werden. Wenn ich mich nicht täusche, so hat die Bundesverdienstkreuzträgerin doch einmal gesagt, dass in der Schule Mädchenförderung dadurch zustandekommen soll, dass man den Jungs Fuss stellen soll (oder so ähnlich).
Kaum kommen sie im Berufsleben an, müssen die jungen Männer feststellen, dass den Frauen jede Menge an Förderungen, Beratungen und Hilfen verschiedenster Institutionen zur Verfügung stehen, während sie nur mit einigen Berufsberatern der ARGE vorlieb nehmen dürfen.
Bei Trennung und Scheidung, stellen sie dann fest, dass ihre Frauen sich kostenlos beraten lassen können entweder bei http://www.kofra.de, http://www.frauennotruf.de, http://www.feministisches-rechtsinstitut.de, während sie selber höchstens den Anwalt zu Rate ziehen dürfen, der sie anschliessend ausnehmen wird, weil Ihr ja so erfreut darüber seid, dass mit §1659, BGB alles in Butter sei, obwohl sich kein Jurist daran hält.
Last but not least, wenn Frau ins Frauenhaus entschwindet (http://www.wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=62064), weil sie einen neuen Liebhaber hat, ist der Mann der reinste Sklave.
Summa summarum, die Probleme, die Männer belasten, sind zum Himmel schreiend. Sie scheinen aber von den Grünen nicht wahrgenommen zu werden. Da diese Probleme von der Politik nicht erkannt werden wollen, entsteht dadurch auch auf dem Arbeitsmarkt ein Geschlechterkampf. Mit der hartnäckig verfolgten Quotenregelung wird dieser nur noch stärker angefacht (http://www.youtube.com/watch?v=ShQHmNrD_dk). Das ist für jedermann, der etwas von Massenpsychologie versteht, verständlich.
Wenn also solche Äußerungen kommen, dann ist das ein Zeichen, dass die Politik der “Gleichberechtigung” eines einzigen Geschlechts gehörig in die Binsen gegangen ist. Statt sich darüber zu beschweren, würde ich diese Bemerkung zum Anlass um Ursachenforschung zu betreiben und diese Ursachen zu beseitigen.
Die nicht mehr enden wollende Unterhaltsspirale mit den Falschmeldungen der Politik, dass die Väter nicht zahlen wollen, lässt viele der Väter vermuten, dass solche Zeiten demnächst anbrechen werden: “Humanistische Arbeitslager für arbeitsfähige aber arbeitsunwillige Unterhaltspflichtige”! (http://www.zeit.de/2009/24/Vaeter?commentstart=131#comments). Meinen Sie nicht, dass durch solche Äußerungen, die durch gezielte Falschmeldungen verursacht werden, die Wut der Männer immer größer wird?
““Obwohl also ein Vertrag, die Willenserklärung zweier mündiger Erwachsener vorliegt, …”
… muss der vertrag den gesetzen entsprechen. das nennt sich rechtsstaat. ”
Ich dachte Sie wüssten, dass kein Unterhalt anfällt, da §1569 BGB den “Grundsatz der Eigenverantwortung” also die ureigenste feministische Forderung nach Selbstbestimmung fordert. Wenn also §1569 fordert, dass Frau sich selbst zu versorgen hat, dies auch noch in einem Vertrag festgehalten wurde, kann ich davon ausgehen, dass Sie ein Bruch eines gültigen Gesetzes erkennen, falls trotzdem Ehegattenunterhalt fliesst?
Mit anderen Worten hat ein Politiker endlich erkannt, dass hier massivst Rechtsbeugung begangen worden ist? Wie lautet Ihre politische Antwort darauf?
““Wer zwingt eine Frau, einen Mann zu heiraten der “die Hosen” anhat?”
niemand, darum tun es viele nicht.”
Dann wäre ja alles in Butter, wenn sich die nicht heiratswilligen Frauen ohne Zustimmung des Vaters auch keine Kinder zulegen würden! Ein Schelm der denkt, dies geschehe nur mit Versorgungsabsicht, siehe Ermakova.
““Wie war das mit der Auffassung “zu einer Beziehung gehören immer zwei”? Nun ist es plötzlich die alleinige Entscheidung des Mannes, dass Frau zu Hause bleibt?”
hätte ich ähnliches formuliert, wäre ihr einwand berechtigt. ich schrieb nur nichts derartiges.”
Ich bitte Sie etwas mehr Konsequenz an den Tag zu legen: Wenn Sie auf der einen Seite der Meinung sind, dass viele Frauen so selbstbewusst sind, dass sie keinen Mann heiraten, wieso gehen Sie davon aus, dass es viele Frauen gibt, die auf Hausfrau machen, um abends dem Mann das kalte Bier aus dem Keller zu holen?
Was stimmt nun? Haben wir nach Jahrzehnte-langer Emanzipation noch immer so viele Hausfrauen, oder nicht? Wenn ja, dann sollte vielleicht Frau Künast ihre Blicke von ihren brennenden Fingernägeln erheben und ihr alle mal die richtigen Probleme erkennen:
Die Unterhaltszahler sind gerade am Ersticken, meine Damen und Herren. Vielleicht erkennt Ihr, wo es wirklich brennt: Im Familienrecht! Und vielleicht unterstützt Ihr dann auch diese Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=10463.
[Sven Hannawald]:
“@Chris, Sie sehen doch an den (Nicht-)Antworten, daß die Erstellerinnen des “Männermanifests” keine Kompetenz zum Thema haben.”
[Jörg Rupp]:
“@Chris: wir befinden uns hier im Internet und wenn Sie sich für die Bildungspolitik der GRÜNEN interessieren, dann lesen Sie doch einfach mal hier: http://www.renate-rastaetter.de/fileadmin/DateienKand/rastaetter/PK_Jungs_und_Bildung_0906.pdf”
@Sven Hannawald:
Ja, ich bin auch konsterniert, wie wenig auch nach mehrfachem Nachfragen von Herrn Rupp bzw. seinen Mitstreitern auf die Frage nach Massnahmen gegen die Diskriminierung von Jungen gegenüber Mädchen in unserem Bildungssystem kommt. Was, wenn nicht dies, gehört in ein solches “Männer-Manifest” ? In dem von Herrn Rupp nach offenbar tagelangem Suchen gefundenen Dokument stehen zwar einige brauchbare Ansätze, aber innerhalb der Grünen ist dies offenbar ein absolutes Rand- bzw. Nichtthema. Man kommt nicht umhin zu konstatieren, dass wohl wirklich kaum Kompetenz oder Interesse vorhanden ist. Das ist eigentlich schwer verständlich, denn die Bildungsbenachteiligung von Jungen ist ein Thema, das nun wirklich viele an sich grüne Gedanken wie Nachhaltigkeit, Chancengerechtigkeit, Bildungserfolg und das Schicksal junger Menschen berühren sollte.
Man muss deshalb wohl annehmen, dass eine Beschäftigung mit der Jungenbenachteiligung bei den Grünen nicht sonderlich erwünscht ist, da sie den interessen der mächtigen feministischen Lobby offenbar im Wege steht und deshalb bei vielen vielleicht sogar Angst besteht, sich dieses Themas anzunehmen. Dafür spricht leider auch die Einsilbigkeit, mit der Herr Rupp sich zu dieser Frage äussert und dabei jegliche klare Aussagen dazu vermeidet.
Auf der Webseite der Bundesgrünen sucht man einen Hinweis auf diese Problematik unter den zahllosen feministischen Einträgen jedenfalls vollkommen vergeblich. Bezeichnend dabei ist, dass in dem aktuellen Eintrag in der Rubrik “Themen” “Ein gerechteres und besseres Bildungssystem!” zwar von Bildungsungerechtigkeiten durch ethnische und soziale Herkunft die Rede ist, einen Hinweis auf Bildungsungerechtigkeit aufgrund des Geschlechtes findet man hier allerdings nicht. Stattdessen werden auf der Webseite Girl’s days bejubelt. Offenbar ist es für die Grünen einfach ein geradezu unüberwindliches Tabu, reale Ungerechtigkeiten gegenüber Männern bzw. Jungen offen zu thematiseren. Deprimierend.
“jörg rupp schrieb:
“nein, viele Väter sind eben noch nicht weiter. Ich lese immer wieder biologistische Argumentationen oder hasserfüllte Verallgemeinerungen. ””
Auch hier frage ich mich wieder, was diesen Typen einfällt, Vätern Rechte versagen zu wollen, weil sie finden, die wären nicht
so sehr auf ihrer Linie, wie sie
es gerne hätten.
@Herr Rupp:
Finden Sie nicht, Sie gehen hier zu weit bei der Einschätzung ihrer Weltsicht als maßstabgebend?
Ich finde, spiessige grüne Oberlehrermentalität und Besserwissereinstellung tropft hier
wirklich aus jeder Pore, ist aber leider nicht lustig, wenn sie mit politischer Macht ausgestattet ist, sondern zerstört dann wirklich gedankenlos ganze Existenzen.
“was für eine Familie hätten Sie
denn gerne” ist zum Schiessen, finde ich auch.
@Herr Rupp,
ich hätte gerne sechs Kinder von drei Frauen, die ich alle kaum noch kenne, denen ich aber kräftig Unterhalt zahle. Dazu hätte ich gerne noch drei weitere Frauen mit jeweils zwei Kindern, denen ich jeweils mal Unterhalt gezahlt habe, als ich mit denen zusammen war und ihre Exen nicht zahlen konnten. Sicher, die Kinder würden sich zum Schluss an mich als Bezugsperson gewöhnen. Das ist mir aber nicht so wichtig, ist doch klar, dass man den Müttern da keinen Vorwurf machen kann, wenn sie die Beziehung ihrer Kinder zu mir missachten, weil ihre Beziehung zu mir dem Ende entgegensieht.
Und ja, dann würde ich ja voll gerne mit denen allen zusammen in einem Mehrgenerationenhaus wohnen – dort bekommen wir dann alle das staatliche Mindesteinkommen, das sie uns ja versprochen haben.
Glotzen grün-staatliches Oberlehrerprollfernsehen und lassen uns weiter verdummen …ich verspreche, ich werde dann auch feminimuskonform früh sterben, damit sich ein Haufen Weiber meine Einzahlungn für meine Rente – nein, ich bin ja Selbständiger, ich vermache dann mein Vermögen – unter den Nagel reissen können.
chris schrieb:
“In dem von Herrn Rupp nach offenbar tagelangem Suchen gefundenen Dokument stehen zwar einige brauchbare Ansätze, aber innerhalb der Grünen ist dies offenbar ein absolutes Rand- bzw. Nichtthema. Man kommt nicht umhin zu konstatieren, dass wohl wirklich kaum Kompetenz oder Interesse vorhanden ist.”
Was nicht verwunderlich ist, denn die Kinderquote unter den WählerInnen der GRÜNEN ist von allen Parteien die geringste überhaupt. Das gilt vermutich auch für die Abgeordneten der GRÜNEN selbst.
In dem PDF-Artikel sind zweifelsohne gute Ansätze drin. Warum in einem Artikel über Jungenförderung stets betont werden muß, daß auch Mädchen benachteiligt sind, erschließt sich mir nicht. Auch die Forderung nach mehr Geld für Grundschullehrpersonal ist bei 3/4 weiblichem Lehrpersonal im Grunde nichts anderes als eine verkappte Frauenförderung.
Insgesamt läßt sich sagen: Die Probleme sind erkannt, konkret umsetzbare Maßnahmen – Fehlanzeige. So kommt man natürlich nicht voran.
Zu der Forderung nach mehr männlichem Personal in Kitas ist anzumerken, daß doch die GRÜNEN stets eine Quote fordern, warum nicht hier? Die männlichen Beschäftigten in Kitas sind schon längst einen Schritt weiter und diskutieren unter dem Thema “Umgang mit dem Generalverdacht” den automatischen Verdacht gegen männliches Personal.
http://www.männerinkitas.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=20&Itemid=16
@tom aus hamburg wir waren und sind schon immer für die Abschaffung der Wehpflicht.
chris: Sie dürfen sich sicher sein, dass ich Artikel der MdL aus meinem Kreisverband nicht suchen muss. Darüber hinaus sollten Sie sich mal über das Wort “Kultushoheit” informieren.
Grundsätzlich: auf beleidigende Kommentare antworte ich selten. Wer mit mir venünftig redet, bekommt auch eine Antwort.
@Horst:
“die Kinderquote unter den WählerInnen der GRÜNEN ist von allen Parteien die geringste überhaupt”
Das ist leider nicht ganz richtig. Tatsächlich haben die die wenigsten eigenen Kinder, sorgen aber beruflich und politisch überdurchschnittlich oft für die von Nick beschriebene “geschlechtersensible Sozialisation” – unserer Kinder, also PAS im Kindergarten/ Schule/ Jugendclub gegen Eltern.
Es ist weder ein Witz noch eine Beleidigung: Wir und unsere Kinder sind politisches und Arbeits-Objekt dieser Leute.
Selbstbestimmung hat solange keinen Platz, solange wir uns nicht so bestimmen, wie es Hr. Rupp so schön als unser gemeinsames Ziel vereinnahmt. Bis dahin wird u.a. Hr. Rupp gewählt, damit er weiter die sozialpädagogische Hirnwäsche der gesamten Bevölkerung bezahlt und ausbaut, also die Arbeitsplätze dieser Leute sichert, was natürlich überhaupt keine Klientelpolitik ist.
Als Ergebnis schießen die selbstorganisierten Schulen und Kigas wie Pilze aus dem Boden – und die Grünen versuchen das zu verhindern. Dabei sind sie sich auch nicht zu schade, als Argument zu nennen, dass “bildungsinteressierte Eltern” (auch arme!) wegen der Freien ihre Kinder nicht mehr in die öffentliche Sozialisation schicken.
Kurzum: Bei dem Verhältnis zu den Objekten der eigenen Handlungen bleibt diesen nur noch die Abstimmung mit den Füßen.
Und: Zum Glück wissen die auch wegen mangelnder Selbsterkenntnis nicht, was aus gezielter Sozialisation dann in der Pubertät wird, weil sie eben keine Erziehungserfahrung haben. Es gibt also noch Hoffnung!
“Was oft fehlt, sind die positiven Rollenbilder einer anderen, neuen Männlichkeit. Längst wissen wir, dass mit zunehmender Gleichberechtigung das Patriarchat umso härter zurückschlägt: mit Gewalt, medialem Sexismus …”
Würden Sie Ihre Behauptung bitte mit Belegen für das “harte Zurückschlagen des Patriarchats” ergänzen, Herr Rupp oder einer Manifestler.
Soviel wir wissen, ist Esther Villar, nachdem sie von feministischen Machas zusammengeschlagen wurde, ins Ausland gegangen. Soviel zum “hart zurückschlagen” von dieser Seite.
Zudem leben wir familienrechtlich gesehen in einem Matriarchat. Hier Reformen einzufordern hat den sofortigen Schlachtruf “Backlash” zur Folge. Sich als Feminist zu bekennen genügt hierbei nicht, Herr Rupp – Ihre Geschlechtszugehörigkeit disqualifiziert Sie in den Augen der Bachers, Grolls, Schwarzers … von vornherein und funktionalisiert Sie weiterhin als jemand der nichts für Männer zu fordern, sondern für Frauen zu erbringen hat (siehe Statement Künast).
“… ich hätte gerne sechs Kinder von drei Frauen …”
aha. trauen sie sich nicht, ihre vorstellungen über familie zu äußern? etwa weil deren gestrigkeit aus allen ritzen drückt?
wie wärs damit: ne brave hausfrau ohne einkommen, durch schuldprinzip zur folgsamkeit genötigt und durch einen haufen kinder ausreichend beschäftigt, dass sie nicht auf dumme gedanken kommt, und sie thronen als patriarch über allem. dazu führen wir die gesetze von anno tobak wieder ein: frau darf nur mit zustimmung des mannes arbeiten, nicht wählen und nicht arbeiten.
roter edding,
danke, nein, ist mir zu teuer und zu langweilig.
Da markier ich doch lieber ab 60 den Opa im grünen Projekt “Großväter für Alleinerziehende – damit die Kinder wissen, wie ein Mann aussieht”, womit mann dann sein soziales Gewissen nachweisen kann.
aha, andreas. entweder haben sie also gar keine konkrete vorstellung von familie oder sie sind nicht in der lage, sie in worte zu fassen.
“ne brave hausfrau ohne einkommen, durch schuldprinzip zur folgsamkeit genötigt und durch einen haufen kinder ausreichend beschäftigt, dass sie nicht auf dumme gedanken kommt, und sie thronen als patriarch über allem.”
fischer, welche vorstellung von familie haben sie denn?
Erstaunlich, aber eigentlich logisch, das Phänomen dass eine jahrzehntelang konservierte Ideologie auch ihre Wahrnehmung der Umwelt konserviert. Man kennt das ja auch aus Wandlitz, so ist es meistens wenn Apparatschiks auf ihren Stühlen kleben.
@Andreas: Was haben Sie denn Formuliert? Ich wäre neugierig..
Natürlich haben FeministInnen nichts gegen die Wehrpflicht, auch wenn sie es auf Nachfrage gern behaupten, aber nie etwas wirksames tun, nicht mal in der Regierungsverantwortung.
Schließlich hat die Wehrpflicht für sie viel zu viele Vorteile:
Zum einen macht sie, wie auch Girls’ Day, Kampagnen gegen ausschließlich männliche Gewalt ausschließlich gegen Frauen usw., den jungen Männern gleich mit Erreichen der Volljährigkeit noch einmal klar, wo ihr Platz in der Gesellschaft ist: Minderwertig, dienend, disponibel (notfalls bis in den Tod).
Und wenn sie dann bei der Bundeswehr durch Gewalterfahrungen und Männlichkeitsrituale geprägt wurden, kann man wunderbar auf das böse Feindbild “Macho” zeigen, das da herangezüchtet wurde. Wer sich dem durch Verweigerung entziehen will, landet in genau den Pflegeaufgaben, zu denen ja auch die Verfasser dieses Manifests den “neuen Mann” doch gern erziehen möchten.
Und nebenbei haben die betroffenen Männer durch die verschwendete Zeit auch noch Nachteile auf dem Arbeitsmarkt, ein weiteres Ziel der FeministInnen, das so viel einfacher als mit zum Glück inzwischen umstrittenen Quoten umzusetzen ist.
Dazu kommt noch, daß es Frauen ja nicht betrifft, warum sollten Feministinnen also etwas dagegen tun? Und daß männliche FeministInnen sich nicht trauen, für etwas einzustehen, was die nicht wollen, davon spricht der Text ganz da oben ja Bände…
@edding:
Morgens um 6:30 bringen die Exen – auf dem Weg zur Arbeit – die anderen Kinder vorbei, sodass wir alle zusammen schön Frühstücken können. Dann fährt die Chauffeurin mit dem Bus vor, um alle Kinder zur Schule zu fahren. Wir frühstücken weiter bis 11:00, anschließend kümmere ich mich um das Depot (Sisterhood United International SA steht kurz vor dem Zusammenbruch, schnell noch Puts kaufen. The Green Buereaucracy & Trash Company hängt zu mindestens 50% mit drin -> ebenfalls Puts kaufen)
Um 14:00 wird das, von der Köchin sehr lecker zubereitete, Mittagsmahl gemeinsam eingenommen. Dann helfen ich, meine Freundin und die Erzieherin den Kindern bei den Hausaufgaben. Nebenbei schreiben wir ein paar Dienstaufsichtsbeschwerden an die Schulverwaltung (u.A. hat eine Lehrerin einer Tochter in Sozialkunde eine schlechte Note verpasst, weil sie sich als privilegiertes Mädchen nicht benachteiligt fühlt und dies obendrein so gut begründet hat, dass der Lehrerin keine anderen Argumente einfielen als die nichtgemachten Hausaufgaben vor zwei Monaten)
Den Rest des Nachmittages verbringen wir alle gemeinsam am Strand, der zu dieser wunderschönen Villa gehört, die uns von einer Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz auf den Bermudas zur Verfügung gestellt wurde. Desonderer Dank gilt den Finanzbehörden, die den Ausbau und die Erzieherin und die Köchin, als betriebseigene Betreuungseinrichtung, fördert.
Um 20:00, müde und abgekämpft, holen die Exen die Kinder aus den vorherigen Familien ab, nicht ohne meine neue Freundin ob ihrer vermeintlichen “Unreife” und wegen ihres neuen Kleides, mit giftigen Blicken abzustrafen.
Dann hacke ich Holz, lese den Kindern noch was vor und wir lassen den Tag bei einem guten Wein vor dem Kamin ausklingen.
@Nick:
Kann ich erst heute abend einstellen, aber mach’ ich dann gerne …
(Ich vergaß: Während ich mich um das Depot kümmere entwickelt meine hochintelligente Freundin schnell mal ein neues COD)
nick, da haben sie ja fleißig geschrieben. ich habs aber nicht gelesen. offensichtlich haben sie keine vorstellung von familie.
Etwas viel Textentwurf, die mir wie eine Aneinanderreihung von Sprüchen vorkommt. Und es bleibt die Frage, ob es nötig ist, diese Problematik zu diskutieren oder wann diese Gesellschaf reif für eine solche Diskussion ist.
Ich (seit sieben Jahren Hausmann und Vater) habe da so meine eigene Sicht der Dinge, die von der unserer fleißigen Funktionsträger in Bund und Land ein wenig entfernt ist – an der einen oder anderen Textstelle.
Edding, sie haben ja eine kräftige Portion weiblicher Intuition in sich! Naja, etwas nicht gelesenes zu beurteilen bringen halt nur Gendersenible, neue Männer zustande.
Böse Zungen nennen das “Vorurteil”, aber die haben ja doch nur Neid und Angst vor Weiblichkeit.
(Besonders hervorzuheben ist die geniale Erkenntnis, dass es nicht um Familie geht)
(..was auch für das Grünifest und ganze Diskussion gilt)
nick. bedecken sie ihre argumentative blöße nicht mit tumber polemik.
Da würde mich übrigens mal interessieren, wie die Grünen sich die Abschaffung des Ehegattensplittings (der Grundgedanke ist ja nicht imho verkehrt) vorstellen, ohne Familien finanziell noch schlechter zu stellen.
Na Edding, und schon wieder zu tief in den Spiegel geschaut?
“wie wärs damit: ne brave hausfrau ohne einkommen, durch schuldprinzip zur folgsamkeit genötigt und durch einen haufen kinder ausreichend beschäftigt, dass sie nicht auf dumme gedanken kommt, und sie thronen als patriarch über allem. dazu führen wir die gesetze von anno tobak wieder ein: frau darf nur mit zustimmung des mannes arbeiten, nicht wählen und nicht arbeiten.”
@roter edding
Fangen wir mit dem letzten Satz an: Wie lautet die holde Zukunft? Man werfe doch ein Blick im Gesetz, dass uns Männer die Wahl verbietet: Abs. 1 bitte, http://www.gesetze-im-internet.de/bgleig/__16.html !
Soll das heissen, dass wir in das andere Extrem wandern?
Haben Sie eigentlich den Eindruck, dass ein jeder Mann, der Ihre Meinung kritisiert, das von Ihnen befürchtete Familienmodell lebt, oder sich herbeiwünscht?
Dialog lebt vom Austausch der Argumente. Mein vorheriger Beitrag hängt noch! Ist das Absicht, oder nur ein technischer (D)Effekt?
Männerwitze in feministischer Lektüre ragen aus der Gattung hervor. Sie haben etwas maßlos Impertinentes und genießerisch Herabwürdigendes. Sie sind keineswegs mit Blondinenwitzen zu vergleichen, wie manche meinen. Schon die Auswahl der Blondine als eines Spezialtyps, über welchen Witze gemacht werden, ist eine Ausklammerung der generellen Frau, ist die Erklärung, daß darin keineswegs Frauen allgemein gemeint sind. Bekanntlich sind Blondinen sogar der von den Männern am meisten begehrte Frauentyp, und dieses entschärft zusätzlich jegliche Annahme einer Böswilligkeit. Gerade aber forciert böswillig sind dagegen Männerwitze der Art EMMA. Mit sichtbarem Vergnügen wälzen sich die Damen sprachlich im Bereich des Niederträchtigen wie Hunde im Kuhmist, als böte ihnen die Männerwitzelei endlich die erlangte Freiheit zu einer lustvollen Selbstbesudelung, der sich Frauen sonst aus Gründen ethischer Kosmetik vorsätzlich enthalten. Der Leser mag Nachsehen für folgendes Beispiel aufbringen: “Was macht die Frau morgens mit ihrem Arsch? Stulle schmieren und zur Arbeit schicken.”
Zitat
http://www.maskulist.de/V_Dialoge.htm
@ Jörg Rupp: Mir fehlen ja immer noch Antworten, ein Link würde ja reichen.
Deshalb mache ich mal selbst weiter:
Strategien des Feminismus
Die Mehrheit der Feministinnen kam aus den sozialen Bewegungen ab den 68ern. Darin gab es diverse Kritikpunkte an den Herrschaftsverhältnissen und an deren Strukturen.
Wichtigster Kritikpunkt von Männern und Frauen aus dem linken / demokratischen Bereich ist, dass die seinerzeitigen Analysen nicht zu dem Schluss führten, dass diese Art von Herrschaft gegen die Interessen der Leute bekämpft und aufgelöst gehört, sondern der Schluss des Feminismus war:
Wenn Macht und Herrschaft so funktionieren, dann machen wir das doch auch so!
(Dasselbe übrigens am Thema “Geld generieren”.)
Damit bekennen sich die männlichen Feministen zu diesen Strategien:
- Überparteiliche politische Willensbildung in parlamentarischen Gruppen des Feminismus, in denen konkretes Abstimmungsverhalten vereinheitlicht wird nebst Argumentationen, auf die das jeweilige Parteivolk von oben nach unten einzuschwören ist. Dabei werden auch Nebensachen als Diskussionpunkt zwischen den Parteien zwecks Beschäftigung der Öffentlichkeit festgelegt.
- Schaffung gesetzlicher Regelungen, die feministische Strukturen neben den allgemeinen demokratischen Strukturen installieren, wobei bei Entscheidungen diesen Strukturen mindestens ein Vetorecht einzuräumen ist. Die Strukturen sind vom Zugriff von “Männerherrschaft”, womit der Zugriff demokratische legitimieter Rechtsstaatlichkeit gemeint ist, abzuschirmen.
- Schaffung des Zugriffs dieser Strukuren auf sämtliche Behördenvorgänge und Möglichkeit, diese zu manipulieren, einschließlich Personalentscheidungen, die dafür sorgen, dass ideologisch gefestigte Personen an die Schaltstellen kommen, während die eigenen Leute in keinerlei Verantwortung genommen werden können.
- Über diese Personalentscheidungen Majorisierung der Rechtsprechung bei Richterstellen und Anwälten und in den Behörden, wobei eigene Leute nie auf “Schleudersitze” kommen. Im Zusammenhang mit obiger überparteilich arbeitenden Gesetzgebung also vollständige Auflösung der Gewaltenteilung.
- Schaffung des Zugriffs auf die Zielsetzung direkter staatlicher Gewalt durch Polizei und Militär, wobei auch dabei jedes rechtsstaatliche Korrektiv gezielt ausgeschaltet oder faktisch verunmöglicht wird.
- Schaffung hegemonialen Zugriffs auf Massenmedien, Erziehung und persönliches Verhalten von Menschen, wobei keinerlei Privatsphäre respektiert wird.
Zusammengefasst erscheinen die Strategien des Feminimus wie eine böse Realkarrikatur einiger schlagender Verbindungen und anderer überwunden gehoffter Systeme des letzten Jahrhunderts.
Insofern ist es erstaunlich, dass bei den Grünen nicht alle, die sich als Frauen oder Männer auf Feminismus berufen, insbesondere den Gender-Feminismus, der nicht nur völlig offen und ausdrücklich jede demokratische Teilhabe ausschließt, sondern sie sogar überwinden und ersetzen will, postwendend einen Parteiausschluss zugesandt bekommt.
J. Rupp kann nur froh sein, dass wir hier keine Feministen sind, denn dann wäre bei seiner Podiumsdiskussion vor lauter Bodyguards kein Platz mehr für ein Publikum.
@Nick:
Wie versprochen, hier meine Vorschläge – ich habe den Text vorher auch noch ein wenig umgestrickt, um etwa Mattias Einwände, ich ich richtig fand, zu berücksichtigen.
“Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Umbruch. Traditionelle Vorstellungen, die aus dem biologischen Geschlecht eines Menschen Folgerungen für dessen Rechte und Pflichten bzgl. seines wirtschaftlichen, familiären und gesellschaftlichen Daseins zogen, sind im Laufe der letzten Jahrzehnte zunehmend unter Kritik geraten, für weite Bereiche der Gesellschaft als Maßstab, nach welchem Menschen ihr Leben gestalten, gar obsolet geworden.
Dieser Umbruch bietet für Frauen und Männer gleichermaßen Chancen, ihre Erfahrungs- und Kompetenzbereiche zu erweitern, ihr Leben unabhängiger und in freier Verhandlung mit denen, mit denen sie es teilen möchten, zu gestalten, die Möglichkeit, nicht mehr nur auf Grund ihres Geschlechtes sich Dinge versagen zu müssen, die sie für ein zufriedenstellendes Leben für sich als nötig erachten.
Ein derartiger Umbruch birgt aber auch Gefahren – Rechtsunsicherheiten, Beliebigkeit und Rosinenpicker oder gar Versuche, neue Zuschreibungen an Geschlechter zu etablieren oder bestehende Chancen einem Teil der Menschen vorzuenthalten sind Begleiterscheinungen, nicht untypisch für solche Umbrüche, die in Konsequenz sowohl die neuen Ideen diskreditieren können, als auch den Staat in den Augen seiner Bürger unglaubwürdig lassen werden, gelingt es diesem nicht, diesen Umbruch zu begleiten und zu gestalten.
Für uns als Verfasser dieses Manifestes ist es vorrangiges Ziel, die Chancen, die sich aus dieser Umgestaltung der Gesellschaft ergeben, konsequent für Männer nutzbar zu machen, gleichzeitig aber die Gefahren, die drohen, sichtbar werden zu lassen.
Wir lassen uns hierbei von einem strikten Individualismus leiten, wir gehen davon aus, dass Menschen nicht gleich sind, sondern vielfältig. Wir gehen davon aus, dass aus dieser Vielfalt der Menschen, auch aus der individuellen Vorstellung von Geschlecht, ihre Autonomie folgt. Jeder Mensch weiß selbst, was für ihn am besten ist, und wir wollen diese Kompetenz der Menschen in eigener Sache stärken und fördern.
Wir wissen aber auch, dass weiterhin gilt: Die Freiheit des einen endet dort, wo die des anderen eingeschränkt wird. Individualismus bedeutet für uns nicht Egoismus, sondern umfasst für uns Solidarität und Zivilcourage – erst hierdurch wird Individualismus zu mehr als einer Ankündigung von Beliebigkeit. Wir denken, dass jeder Mensch mit den gleichen Rechten und Pflichten geboren wird, denken aber auch, dass die reale Verantwortung eines Menschen sich in seinen realen Möglichkeiten spiegeln muss – nur so können überhaupt individuelle Lebenswelten geschaffen werden.
In der Vergangenheit war der Kampf um gleiche Rechte für Frauen maßgeblich ein Kampf von Männern und Frauen gegen traditionalistisch-obrigkeitsstaatliche Männer und Frauen. Dies führte dazu, dass rechtliche Einschränkungen von Frauen Mitte der 1970er Jahre nachhaltig abgeschafft wurden.
Wir stellen fest, dass Geschlechterpolitik heute alleine aus der Perspektive einer parteiübergreifend institutionalisierten weiblichen Lobby erfolgt, die die Vertretung der Interessen aller Frauen beansprucht. Es zeigt sich dabei, dass der dabei vorherrschende Feminismus immer noch – alle vorgetragene Kritik aus den eigenen Reihen ignorierend – von einem tief sitzendem Geist durchflutet ist, der Männlichkeit generell auf Täterschaft, Verantwortung und inhärentem Interesse an der Herstellung männlicher Überlegenheit, Weiblichkeit hingegen auf einen kollektiven, alles exkulpierenden Status globaler Unterdrückung – bei gleichzeitiger Reklamation als positiv erachteter Werte und Entwicklungen als weiblich – reduziert. Dieses auf vermeintlich unüberwindbare Interessensgegensätze reduzierende Weltbild ignoriert die sehr vielfältigen Lebensformen, Identitäten und sozialen Lagen von Männern und Frauen. Selbst die jede Vernunft spottende Zuschreibung aller Krisen auf der Welt als “männlich”, wie sie im Grünen Männermanifest zu lesen ist, ruft allenfalls sehr verhaltene und vereinzelte Kritik von institutionell verantwortlichen FeministInnen hervor.
Wir verurteilen solche, letztendlich an niedrige Instinkte appellierende Feindbilder. Sie schaffen in ihrer Gesamtheit eine zunehmend tiefer werdende, dichotome Wahrnehmung und Bewertung von männlichen und weiblichen Menschen.
Tatsächlich fallen in der gesellschaftlichen Realität nicht nur Gewinn oder Verlust am bestehenden Geschlechterarrangement individuell sehr unterschiedlich aus, sondern auch die Risikoverteilung ist deutlich individuell und geschlechtsspezifisch. Die Männer in den Vorstandsetagen sind unter sich. Die in den Obdachlosenasylen ebenfalls. Bezüglich der Vorstandsposten partizipieren in aller Regel Ehefrauen am Status und Einkommen der Vorstände, in Obdachlosenasylen sind Frauen hingegen sehr seltene Gäste. Frauen partizipieren daran, dass „die Sicherheit von Deutschland am Hindukusch“ verteidigt wird (Struck). Tote Frauen wurden noch nicht zurück nach Deutschland geschickt. Die Liste der Beispiele ließe sich beliebig verlängern.
Frauen sind Anteilseigner, die Unternehmenspolitik bestimmen, Frauen sind Parteimitglieder und Spender, die Parteipolitik gestalten und Frauen sind Wähler, die über die Zusammensetzung des Parlamentes entscheiden. Von einer Unterrepräsentanz von Frauen kann in all diesen Bereichen nicht die Rede sein. Über ihre Repräsentanz in diesen Bereichen haben Frauen ihren individuellen Handlungsspielraum erheblich erweitern können, leider aber oft auf Kosten der fortbestehenden Rollenfestlegung von Männern.
So verweigern sich gerade weibliche Wählerinnen einer weitergehenden Reform des Unterhaltsrechts, dass an eigentlich überholte Pflichten von Männern zur Versorgung von Frauen appelliert. Dies erlaubt Frauen, bei der persönlichen Berufsplanung eher die eigene Neigung, weniger die Marktsituation, zu berücksichtigen. Gleichzeitig wird aber die logisch folgende finanzielle Schlechterstellung von Frauen als Benachteiligung im Berufsleben interpretiert und Feministinnen fordern daher Kompensationsinstitutionen, die letztendlich nur wenigen Frauen zu Gute kommen und wiederum grundsätzlich zu Lasten von (einigen oder allen) Männern gehen, ohne Ansehen der Person, statt dass hier konsequent auf die Widersinnigkeit solcher einseitigen Argumentationen hingewiesen wird.
So werden in den Parteien aber nicht die Stilleren, in der Arbeitswelt nicht die Eltern, und in der Unternehmenskultur nicht die Nachdenklichen gefördert, sondern Frauen und Männer pauschal über einen Kamm geschoren.
Aufgrund der dargestellten Gründe, der Stigmatisierung von Männlichkeit, der ungleichen Risikoverteilung in unserer Gesellschaft, sowie der manchmal erdrückend scheinenden Lage von Männern und Jungen, denen die Vorteile, aber nicht die Nachteile des traditionellen Geschlechterarrangements genommen werden, halten wir die Etablierung einer durchsetzungsfähigen Interessensvertretung für Männer für unbedingt erforderlich.
Im Folgenden wollen wir kurz die Bereiche darstellen, in welchen unserer Meinung nach die bedeutendsten Verbesserungen für Männer erzielt werden müssen und kurz umreißen, wodurch diese Verbesserungen zu erzielen wären.
1. Familienpolitik
Die Ehe als Einheit zweier auch wirtschaftlich aufeinander angewiesener Personen ist heutzutage praktisch nicht mehr vorhanden. Die gesellschaftliche Realität lässt auch den Schluss zu, dass Ehe nicht mehr auf Lebenszeit geschlossen wird, was sich in der Gesetzgebung spiegeln sollte.
Wir fordern daher die vollkommene Abschaffung aller finanziellen Vergünstigungen, welche der Staat bisher allein auf Grund der Eheschließung gewährt, insbesondere die Abschaffung ( oder Deckelung ) des Ehegattensplittings, der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern etwa in den Krankenkassen, der Witwenrente. Die hierdurch entstehenden Zusatzeinnahmen der Sozialversicherungen werden über Beitragssenkungen an die Versicherten zurückgegeben. Statt des Ehegattensplittings wird ein Familiensplitting eingeführt, die Unterhaltskosten für Kinder sollten also vollständig absetzbar sein, unabhängig vom Familienstand des Unterhaltszahlenden.
Eheleute haben keinerlei finanzielle Ansprüche gegeneinander, außer solchen, die sie vertraglich festgelegt haben. Für solche Verträge besteht Beratungspflicht. Einzige Ausnahme: In dem Fall, in dem ein Paar Arrangements getroffen hat, die nach Auflösung der Ehe dazu führen würden, dass einer der beiden den Staat beanspruchen müsste, hat der zahlungsfähige Ehegatte für den Staat einzustehen, erhält aber gleichzeitig die Rechte, welcher sich auch der Staat gegenüber dem Leistungsempfänger ausbedingen würde – z.B. das Recht, zu fordern, dass der Unterhaltsempfänger schnellstmöglich eine Arbeit annimmt.
Unterhaltskosten für gemeinsame Kinder werden im Verhältnis zum Gesamteinkommen des Paares bestimmt und gemäß der Einkommensverhältnisse auf die Eltern aufgeteilt. Die Ausgaben der Eltern für ihre Kinder werden aus dem Kindesunterhalt bestritten, hierzu zählen auch Umgangskosten.
Die gemeinsame Elternschaft als staatlich geförderte Gemeinschaft ist nicht aufkündbar. Aus dieser Gemeinschaft ergibt sich die Verpflichtung der Eltern, den Umgang des jeweils anderen Elternteils mit den gemeinsamen Kindern nach Kräften zu fördern und zu ermöglichen. Diese Pflicht gilt auch nach Scheidung. Verletzt ein Elternteil diese Pflicht zu Lasten des anderen Elternteils, so kann ihm das Sorgerecht entzogen werden. Nimmt ein Elternteil sein Umgangsrecht nicht ausreichend wahr, so kann er zu erhöhtem Kindesunterhalt gegenüber seinem Kind verurteilt werden. Wechseln die Kinder nach Scheidung den Aufenthaltsort von einem zum anderen Elternteil, so wechselt auch die Verpflichtung, die Kinder zu bringen oder abzuholen, zwischen den Elternteilen hin und her.
Und noch ein Absatz – der endlich mal sicherstellt, dass Männer eine “juristische” Abtreibung vornehmen können:
Elternschaft kommt für uns durch einen Willensentscheid zustande, nicht durch Gebären oder Erzeugung – so wollen wir Männern und Frauen das Recht geben, Kinder, deren Geburt sie als existentiell bedrohlich empfinden, abzulehnen. Lehnt ein Elternteil ein Kind ab, so hat er keinerlei Pflichten mehr gegenüber dem Kind, aber auch keine Rechte. Wird ein Kind von einem Elternteil als das Eigene anerkannt, so ist dies nicht mehr aufkündbar. Männer haben das Recht, ihre biologische Vaterschaft feststellen zu lassen und gegebenenfalls ihre Rechte und Pflichten als Elternteil gegenüber dem Kind wahrzunehmen.
Wir sehen den vorrangigen Sinn einer Ehe darin, für Männer und Frauen einen Vorabverzicht auf obige Rechte zu bewirken und ihnen daher das Vertrauen zu geben, mit einem Kind nicht eventuell allein dazustehen – daher gilt für in einer Ehe geborene Kinder abweichend, dass die Ehepartner automatisch auch Eltern des Kindes sind.