Bildungspolitisch stagniert NRW unter Schwarz-Gelb. Doch wie lange können wir uns eine schwarz-gelbe Bildungspolitik noch leisten? Veränderungen können wir nicht von heute auf morgen herbeiführen, daher ist es umso wichtiger sofort damit anzufangen! Im Interesse unsere Kinder fordern wir gleiche Bildungschancen für alle. Denn gerade soziale Gerechtigkeit leistet das Schulsystem von heute nicht. Das frühe Selektieren führt zu erhöhtem Druck für die Kinder und ist zudem ungerecht. Gemeinsam lernen und sich entwickeln bleibt für viele Kinder eine unerreichbare Möglichkeit. Welche Motivation nehmen Schüler mit auf ihren Weg, wenn über die Bildungsmöglichkeiten die Biografie bestimmt wird? Dieses Thema geht uns alle an. Deswegen veranstalten wir in Minden-Lübbecke und in Lippe verschiedene Diskussionen zum Thema Schule. Der letzte findet am Donnerstag in Lemgo mit Sigrid Beer statt. Klar ist, wir müssen in NRW von unten anfangen und Schulen, die sich verändern wollen, unterstützen. Wenn in ländlichen Gegenden sich die Kommunen daran machen, ihre Schulstandorte zu erhalten, dann müssen Lösungen her, Doch diese Landesregierung blockiert und daher kann es nur eines geben: Weg mit schwarz-gelb!
27Apr
Für eine gerechte Bildungspolitik: Weg mit schwarz-gelb!
Verfasst am 27.04.2010 um 15:56 Uhr mit den Stichworten Bildung.
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Wann wird in NRW endlich ein wirklich säkulares Grundschulwesen eingeführt? In vielen Orten dominieren die (wohlgemerkt: staatlichen!) bekenntnisorientierten (konfessionellen) Grundschulen (Städt. katholische/evangelische Grundschule). Dieses “System” führt zu einer negativen strukturellen Diskriminierung von Nichtgläubigen und Andersgläubigen. In vielen Vierteln haben wir 50-90 Prozent Kinder aus Zuwandererfamilien. Die Kinder haben aber keinen Anspruch, in die nächstgelegene städt. katholische/evangelische Grundschule aufgenommen zu werden, und werden so schon nach dem Kindergarten von ihren FreundInnen getrennt! Viele Eltern aus ethnischen/religiösen Minderheiten (und insbesondere die aus der Unterschicht!) scheuen sich, ihre Kinder auf diese Schulen zu schicken (es besteht im Zweifelsfall keine Aufnahmepflicht!), und schicken ihre Kinder auf die wenigen verbleibenden städtischen Gemeinschaftsgrundschulen (“Restschulen”, in denen dann die sozial schwachen und bildungsfernen Schichten unter sich bleiben), die oft auch noch weiter entfernt und/oder materiell und personell schlechter ausgestattet sind! Somit kommt es schon mit der Aufnahme in die Grundschule zu einer staatlich sanktionierten und zementierten Klassengesellschaft! Die Bestimmung der Schulformen den Mehrheiten in den Bezirken und Kommunen zu überlassen würde diese faktischen “Apartheidstrukturen” nur weiter fördern und festigen, da die Minderheiten bei den gegebenen Mehrheitsverhältnissen der lokalen kommunalen Machteliten keine Vertretung und/oder kein Gehör haben.
Richtig. Es wird doch wohl endlich Zeit, daß der ganze religiöse Kram aus den Schulen verschwindet. Sogenannter Religionsunterricht, als reiner Bildungsunterricht verstanden, sollte bleiben ! Das gehört zur Bildunsgaufgabe des Staates. -
Viele haben es schon schwer mit dem eigenen Kopf.
Wann wird endlich energisch gegen die Bildungsbenachteiligung von Jungen in unserem Schulsystem vorgegangen ? Nur noch 43% männlicher Abiturienten als Folge jahrelanger, wahnhaft übersteigerter Mädchenförderung. Mehr dazu in den Kommentaren zum Blogeintrag über das unsägliche “Grüne Männermanifest”: http://blog.gruene-nrw.de/2010/04/09/maennermanifest/comment-page-22/#comment-1276