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Bildung

 

 

13Dez

Klimagerechte Hochschule?!

Am Wochenende traf sich das ‚Netzwerk Klimagerechte Hochschule’. Ort war die Zolle 11 in Leipzig. Dabei waren auch Vertreter_innen der Grünen Hochschulgruppe Bochum. Darunter auch der Verfasser des Textes.

Das Netzwerk ist ein – mehr oder weniger – loser Zusammenschluss von einzelnen Studierenden, einzelnen (eher links-grün-alternativen) AStAen und diversen Studierendengruppen (z.B. von Grünen Hochschulgruppen,Greening UniversityUniSolar etc.). Ziel des Netzwerkes ist es das Thema ‚Klimaschutz’ in seinen Schattierungen an die Hochschule zu bringen. Zwei Säulen sind dabei zu unterscheiden

1.) Klimaschutz physisch an die Hochschule bringen. D.h. mit direkten Verbesserungen an der Uni (z.B. Solardächer an Unis wie es UniSolar verfolgt)

2.) Klimaschutz ideell an die Hochschule bringen. D.h. das Thema Klimaschutz in der Lehre und der  Forschung geschickt einzubauen. (z.B. in der Lehrer_innenausbildung und somit Ausbildung von Multiplikatoren)

Das Programm des Treffens war stramm.

Zunächst wurde über die s.g. COPERNICUS-Charta und über EMAS an Hochschulen referiert und diskutiert. Dabei zeigte sich schnell, dass es zum Thema ‚Klimaschutz’ fortschrittliche Universitäten (z.B. Lünneburg), Universitäten die  potemkinsche Dörfen entwerfen und Universitäten die hinter dem Mond leben gibt.

Weiter wurde über ‚Sozial- und umweltverträgliches Essen – Die Leipziger Mensapolicy’ debattiert. Die Studierendenschaft in Leipzig hat Standards für den Betrieb ihrer Mensa entworfen die zu einer klimagerechten Hochschule führen sollen. Kontorvers wurde im Netzwerk diskutiert ob ein reines Bio-Angebot (also ein ganzes Gericht) oder ob das Umstellen zentraler Komponenten aber bei allen Gerichten (z.B. die Kartoffelbeilage) zielführender ist. Einig ist sich das Netzwerk, dass das Studentenwerk als verbündeter gewonnen werden muss. Wobei an einigen Hochschulen Max Webers „dicke Bretter“ zu bohren sind.

Aus Tübingen wurde dem Netzwerk das „Studium Oecologicum“ vorgestellt. Also das einbeziehen der Ökologie in die Lehrpläne. Interessant ist, dass für den Besuch der Veranstaltungsreihe Punkte (ECTS) vergeben werden. D.h. Studierende teile ihrer Studienleistungen erbringen können. Sehr negativ wird gesehen, dass dieses zusätzliche Angebot aus Studiengebühren bereitgestellt wird.

Ein Vertreter der Uni Lüneburg referierte sehr engagiert über das Projekt ‚Leitfaden für Lüneburger Studierende’. Ein kleines Heftchen mit nützlichen Tipps und Tricks für Studierende die klimabewusst leben möchten. Von Studierende für Studierende! Nachahmer gibt es schon (Jena, Würzburg,).

Sehr interessant war der Vortrag über UniSolar. Hierbei engagieren sich Studierende um Flächen an der Uni für Sonnenenergie zu nutzen. Dabei soll das nötige Kapital für Photovoltaik-Anlagen durch Kleinstbeteiligungen der örtlichen Studierenden aufgebracht werden. Neuestes Projekt ist eine Anlage in Potsdam.

Weitere Punkte der Tagesordnung waren: Strategien für den Wechsel von Studierenden zu Öko-Stromanbietern, Vergaberecht bei öffentlichen Ausschreibungen und kleinere Workshops.

Grundsätzlich war die Tagung sehr erfolgreich. Nötige Impulse wurden gegeben. Jetzt entscheidet die Umsetzung vor Ort.

27Apr

Für eine gerechte Bildungspolitik: Weg mit schwarz-gelb!

Bildungspolitisch stagniert NRW unter Schwarz-Gelb. Doch wie lange können wir uns eine schwarz-gelbe Bildungspolitik noch leisten? Veränderungen können wir nicht von heute auf morgen herbeiführen, daher ist es umso wichtiger sofort damit anzufangen! Im Interesse unsere Kinder fordern wir gleiche Bildungschancen für alle. Denn gerade soziale Gerechtigkeit leistet das Schulsystem von heute nicht. Das frühe Selektieren führt zu erhöhtem Druck für die Kinder und ist zudem ungerecht. Gemeinsam lernen und sich entwickeln bleibt für viele Kinder eine unerreichbare Möglichkeit. Welche Motivation nehmen Schüler mit auf ihren Weg, wenn über die Bildungsmöglichkeiten die Biografie bestimmt wird? Dieses Thema geht uns alle an. Deswegen veranstalten wir in Minden-Lübbecke und in Lippe verschiedene Diskussionen zum Thema Schule. Der letzte findet am Donnerstag in Lemgo mit Sigrid Beer statt. Klar ist, wir müssen in NRW von unten anfangen und Schulen, die sich verändern wollen, unterstützen. Wenn in ländlichen Gegenden sich die Kommunen daran machen, ihre Schulstandorte zu erhalten, dann müssen Lösungen her, Doch diese Landesregierung blockiert und daher kann es nur eines geben: Weg mit schwarz-gelb!

23Mrz

DGB empfiehlt GRÜNE

Im Vorfeld der Landtagswahl am 09.Mai hat der nordrhein-westfälische DGB heute seinen Wahlaufruf veröffentlicht. Obwohl der Verband in diesem nicht direkt zur Wahl einer bestimmten Partei aufruft, lässt sich bei genauerem Hinsehen doch eine gewisse Tendenz erkennen. Aber schauen wir uns die Forderungen des DGB doch zunächst einmal etwas genauer an:

DGB: Einstieg in grüne industrielle Revolution

Der DGB fordert eine nachhaltige Wirtschafts- und Industriepolitik. Dies beinhaltet für den Verband eine gezielte Förderung strategisch wichtiger Wirtschaftsbereiche und die Gewährleistung einer konsequenten ökologischen Ausrichtung der Wirtschaft. Explizit wird von der neuen Landesregierung eine „konsequente Umsetzung der Klimaschutzstrategie und des Kraftwerkerneuerungsprogramms“ sowie „ein landesweites, langfristiges Programm zur energetischen Gebäudesanierung“ verlangt. Anschließend verwendet der DGB sogar exakt unser Vokabular indem er den Einstieg in eine grüne industrielle Revolution fordert.

Mit unserem Green New Deal wollen wir NRW zum Ausgangspunkt für diese grüne industrielle Revolution machen. Durch gezielte Investitionen in Klimaschutz, Umweltwirtschaft, Bildung, Gesundheit und sozialen Arbeitsmarkt wollen wir 200.000 neue Jobs in den nächsten fünf Jahren schaffen. Bei der energetischen Gebäudesanierung wollen wir pro Jahr die Sanierung von ca. 200.000 Wohnungen unterstützen und damit nicht nur das Klima effektiv schützen, sondern auch mittelständische Handwerksbetriebe unterstützen und dadurch Arbeitsplätze schaffen und sichern. Ein Kraftwerkerneuerungsprogramm bedeutet für uns, dass keine neuen Kohlekraftwerke entstehen dürfen und der Ausbau der erneuerbaren Energien stärker vorangetrieben wird.

DGB: Nachhaltige Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

Der DGB fordert eine intensivere Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, da diese das größte Armutsrisiko darstelle und schlägt dazu den „Ausbau eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors für soziale Dienstleistungen“ vor. Zudem verlangt der Verband angesichts der Tatsache, dass jeder vierte Beschäftigte mittlerweile im Niedriglohnbereich beschäftigt ist, die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns.

Wir GRÜNE wollen durch den Green New Deal die Arbeitslosigkeit energisch bekämpfen. Den ca. 250.000 in NRW lebenden Langzeitarbeitslosen wollen wir durch langfristig geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung neue Perspektiven schaffen. Um Dumpinglöhne zu verhindern und mehr soziale Gerechtigkeit möglich zu machen, fordern auch wir in unserem Zukunftsplan die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns.

DGB: Längeres gemeinsames Lernen und gebührenfreie Bildung

Der DGB fordert auch hinsichtlich der Bildungspolitik mehr Anstrengung von der neuen Landesregierung. Schließlich sei der Bildungsbereich momentan „das Stiefkind der Landespolitik“. Um die Bildungsmisere in NRW zu beenden, verlangt der Verband daher die „Überwindung des überholten gegliederten Schulsystems durch Schulstrukturen für längeres gemeinsames Lernen“. Zudem setzt sich der DGB für die „gebührenfreie Bildung von der Kita bis zum Hochschulstudium“ ein.

Wir GRÜNE wollen das frühe Aussortieren nach der vierten Klasse beenden und im Gegenzug längeres gemeinsames Lernen aller Kinder möglich machen. Dabei sollen die Entscheidungsträger vor Ort selbst darüber entscheiden, wie sie die „Schule der Zukunft“ gestalten und umsetzen möchten. Damit Bildung nicht länger vom Geldbeutel der Eltern abhängt fordern wir die sofortige Abschaffung der Studiengebühren, da diese sozial selektiv sind und viele junge Menschen vom Studium abhalten. Außerdem wollen wir nach und nach die Elternbeiträge für die Kitas abschaffen, damit alle Kinder die Chance haben eine Kita zu besuchen.

DGB: Kommunen von Schuldenlast befreien

Der DGB prangert darüber hinaus die prekäre finanzielle Situation der Kommunen in NRW an, die sich vielfach nicht mehr aus eigener Kraft von der Schuldenlast befreien können. Um die Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder herzustellen, fordert der DGB die zukünftige Landesregierung auf einen “Rettungsschirm für die Kommunen” aufzuspannen. Dabei sollen die Städte und Gemeinden in einem ersten Schritt von der drückenden Schulden und den daraus resultierenden Zinslasten befreit werden.

Um die Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder herzustellen, wollen wir die Städte und Gemeinden in NRW mithilfe eines Altschuldenfonds entlasten. Zudem wollen wir GRÜNE mit unserer Stimme im Bundesrat verhindern, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung ihre unsozialen Steuersenkungspläne fortsetzen kann und damit noch mehr Städte und Gemeinden in NRW zu Nothaushaltskommunen werden.

DGB-Wahlaufruf: Wählt GRÜN!

Alles in Allem zeigen sich eindeutige inhaltliche Übereinstimmungen zwischen den Forderungen des DGB und unserem Programm für die Landtagswahl. Es scheint sogar als habe der DGB an manchen Stellen unseren Zukunftsplan für NRW als Vorlage für seinen Wahlaufruf verwendet. Kurz und knapp könnte man den Wahlaufruf des DGB daher auch in nur zwei Worten zusammenfassen: Wählt GRÜN!

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