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Wirtschaft, Energie, Arbeit

 

 

24Mrz

Equal Pay Day – Tag der Entgeltgleichheit

GRÜNE Frauen bei der Aktion zum Equal Pay Day in Köln am Eigelsteintor

 

Liebe Frauen,

bis heute habt Ihr über das Jahresende 2011 hinaus gearbeitet, um den gleichen Lohn wie die Männer bis zum Jahresende 2011 zu erhalten. Die Ungleichheit beim Entgelt (Gender Pay Gap) liegt immer noch bei 23%. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland  an siebtletzter Stelle der 28 europäischen Mitgliedstaaten. Der Verdienstunterschied bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit (bereinigter Gender Pay Gap) liegt je nach berechnendem Institut bei 4 – 8%.Erstaunlich, dass das Bundesministerium für Gedöns Fördermittel für die Durchführung des Equal Pay Days vergibt. Es ist erklärte  Strategie der Bundesregierung, die Lohnunterschiede bis 2020 auf 10 Prozent zu senken. Ob das gelingt mit nicht viel mehr als Fördermitteln für den EqualPay Day?

Wir wollen die Hälfte – Wir brauchen die Quote!

21Apr

WEg gehen – RWE hat’s derzeit nicht leicht

Auf der gestrigen RWE-Hauptversammlung in Essen hatte es RWE-Chef Großmann wahrlich nicht leicht. Nicht nur, dass hunderte Menschen (und unser Landesvorsitzender Sven Lehmann mittendrin) vor der Tür gegen den Atomkurs von RWE demonstrierten, auch auf der Bühne gab’s ordentlich Kritik. Ein Redner (wer da gerade immer redete, war dem Livestream leider nie so wirklich zu entnehmen) sagte z.B.:

“Herr Großmann, sie sind nicht dazu geeignet, diesen Konzern verantwortungsvoll zu führen”

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Aber auch sonst läuft’s nicht so wirklich für Großmann. In letzter Zeit laufen den Atomkonzernen in Scharen die Kunden davon und wechseln lieber zu Ökostromanbietern. Da nützen auch die cleversten Marketing-Moves nicht, die Menschen haben schlicht und einfach die Unverantwortbarkeit von Atomstrom erkannt. Die überwältigende Mehrheit in der Gesellschaft will den Atomausstieg so schnell wie möglich. Nur in den Chefetagen der hiesigen Strommonopolisten scheint diese Erkenntnis noch nicht angekommen zu sein.

Dabei führte 2008 RWE mit großem Tamtam ihren neuen Marketingslogan “voRWEg gehen” ein – Großmann sprach damals von einer “großen Verpflichtung” für das Unternehmen. Einer Verpflichtung, der man ganz offensichtlich nicht gerecht wird. Denn was im Moment boomt, sind die Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Eines von denen ist  SolarWorld (wir wollen an dieser Stelle keine Werbung oder Ähnliches betreiben, finden aber die aktuelle Plakatserie schlicht und einfach genial), die gekonnt mit dem Claim von RWE spielen. Für Euch deshalb hier nochmal das Original von RWE und die neue Umsetzung von SolarWorld:

Das Original...

 

...und der gelungene Konter

PS: Die Foto-Credits gehen an Arndt Klocke

19Apr

EnBW – Es muss nicht sein

Das hatte sich EnBW wohl alles etwas anders gedacht : Um das ramponierte Image des Atomriesen aufzupolieren, legte man eine Image-Kampagne auf. User-Generated-Content, Jugendliche, ein Wettbewerb an Schulen – ja, das klingt ultra hipp und alle werden merken, was für ein tolles Unternehmen wir doch sind. Schnell ist da die Atomkraft vergessen. Zusammen mit dem damals noch schwarz-gelben Ministerium für Kultus, Jugend und Sport rief man den Wettbewerb “Energie-Reporter im Einsatz” an den Schulen in Baden-Württemberg aus. Kurze Videoclips sollten die SchülerInnen drehen, um dafür eine Kamera zu bekommen. Die inhaltliche Vorgaben lesen sich so:

“Die Hauptrolle in eurem Film muss der Energieverbrauch in eurer Stadt spielen. Beleuchtet, woher der Strom kommt, für was er verwendet wird oder wer die Menschen sind, die eine reibungslose Energieversorgung möglich machen.”

Greenwashing vom Feinsten. Die SchülerInnen der Neumattschule aus Lörrach durchschauten diesen Marketing-Trick von EnBW und wollten das dreckige Spiel nicht mitspielen. Stattdessen produzierten sie ein Video der anderen Art, mit dem Titel “Es muss nicht sein”:

YouTube Preview Image

Komisch, dass EnBW das ganze nicht so schmeckt. Via Twitter kanzelte man das Video der SchülerInnen ab:

Das Thema erfordert einen differenzierten Dialog und mehr als sich nur oberflächlich damit zu beschäftigen.

Statt sich selbst einem differenzierten Dialog zu stellen, beleidigt man lieber die SchülerInnen, die das oberflächliche Marketinggewäsch von EnBW nicht mittragen wollen. Das ist genau die richtige Reaktion, liebe EnBW. Wie es zu erwarten war, macht das Video und auch die Reaktion von EnBW die Runde im Netz und EnBW löscht kritische Beiträge auf der eigenen Facebook-Seite – mehr lest hier dazu auf mb21.

Wir empfehlen: Wenn EnBW schon nicht aus der Atomkraft aussteigen will, macht Euch euren eigenen Atomausstieg und werden Stromwechsler.

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