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27Apr

Duell-Wolken

Unser Live-Transskript des TV-Duells zwischen Hannelore Kraft und Jürgen Rüttgers inklusive Grüner Kommentierung kam bei Euch gut an – vielen Dank für das Lob! Auch der WDR selbst fand wohl gefallen an unserer Aktion:

Die Grünen schickten ihre Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann quasi ins Fernduell mit Rüttgers und Kraft und ließen sie die Standpunkte der beiden per Videobotschaft kommentieren. Pfiffig: Gleichzeitig wurden Fragen und Antworten des Fernsehduells (fast) live transkribiert und ins Netz gestellt. So wurde besser als bei den anderen klar, auf welche Aussagen sich die Grünen-Kommentare eigentlich beziehen. Außerdem ist so das gesamte Duell auch nachträglich nachlesbar.

Nachbereitung des TV-Duells

Nach dem Duell beginnen natürlich umgehend die Analysen und Statments. Der WDR sieht ein “Duell auf Augenhöhe“, die Ruhrbarone nur “Drückeberger”, der Stern “einen Hauch von Großer Koalition” -  nur der Wir-In-NRW-Blog sah Jürgen Rüttgers als Sieger.

Dank unseres Transskriptes, können Euch weltexklusiv eine optische Form der Nachbereitung liefern. Wir haben uns dafür entschieden, wieder auf die bereits bewährten “Wortwolken” zu setzen, die die Begriffe nach Häufigkeit ihrer Verwendung illustrieren. Dazu haben wir die Statements in den einzelnen Themenbereichen ausgewertet (die Themen-Einteilung findet ihr im Live-Transkript) und auch eine Wortwolke aus allen Statements erstellt. Die roten Wolken stehen dabei für die Aussagen von Hannelore Kraft, die schwarzen dementsprechend für Jürgen Rüttgers.

Thema “Arbeit”:

Thema “Bildung”:

Thema “Finanzen und Wirtschaft”:

Thema “Energie”:

Thema “Koalitionen”:

Der “Showdown”:

“Gesamt-Wolken”:

Hinweis: Die Wortwolken wurden mit Wordle erstellt.

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22Apr

Grüne kämpfen weiter gegen CO-Pipeline

Die CO-Pipeline ist 67 Kilometer lang und soll giftiges Kohlenmonoxid (CO) von Dormagen nach Uerdingen transportieren und läuft durch den Kreis Mettmann, Hilden, Düsseldorf und Duisburg. Die Trasse der umstrittenen CO-Pipeline der Bayer AG verläuft zum Teil an dicht besiedelten Wohngebieten vorbei.

Viele Menschen haben sich in Bürgerinitiativen zusammengeschlossen und mehr als 100.000 Unterschriften gegen den Bau der Leitung gesammelt. Während die AnwohnerInnen große Sicherheitsbedenken haben und sich gegen die Enteignung ihrer Grundstücke wehren, baut die Bayer AG weiter und schafft Fakten. Eine große Koalition, bestehend aus den Regierungsparteien CDU und FDP, sowie der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, ermöglichen der Bayer AG den Bau einer CO-Giftgasleitung.

Der Kreis Mettmann und mehrere Städte klagen gegen die CO-Pipeline.

Für uns Grüne ist nach wie vor klar: wir lehnen die CO-Pipeline grundsätzlich ab, weil dieses Projekt nicht vollständig beherrschbare Risiken für Leib und Leben der Menschen entlang der Trasse birgt.

Erschwerend hinzu kommt:

  • Es gibt Alternativen

Der Erhalt der Arbeitsplätze an den Standorten Dormagen und Uerdingen, könnte auch durch einen Umbau der Anlagen gesichert werden. Das dort entstehende Kohlenmonoxid kann dort unmittelbar verarbeitet werden.

  • Die Pipeline dient nicht dem Allgemeinwohl


Ein Nachweis für das Gemeinwohl des Projekts konnte bisher nicht erbracht werden, dies hat das Oberverwaltungsgericht Münster bereits 2007 in seinem Urteilsspruch unterstrichen.

  • Die Pipeline ist nicht betriebsfähig

Die Bayer AG hat nachweislich vielfach und wiederholt mit Wissen und Wollen gegen Auflagen des Planfeststellungsbeschlusses verstoßen: Trassenänderungen, widerrechtliche Inanspruchnahme von Grundstücken, Verwendung von anderen Stahlrohren, etc. pp.

Beim Bau der CO-Pipeline herrschen Zustände wie beim Kölner U-Bahn-Bau: es wurde gepfuscht, getrickst und gelogen.

Jeder Frittenbuden-Besitzer wird, wenn er gegen Auflagen verstößt, entsprechend ermahnt oder muss auch seinen Laden schließen. Die Bezirksregierung scheint bei einem so gefährlichen Projekt andere Maßstäbe anzulegen, wir halten das für unverantwortlich.

Was bei den Menschen ankommt ist doch: Die Bayer AG baut und die Bezirksregierung genehmigt hinterher.
Der amtierende Regierungspräsident und SPD-Direktkandidat Jürgen Büssow, hat erheblich dazu beigetragen, dass die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in die Bezirksregierung und in die Aussagen über die Sicherheit der Pipeline, verloren haben.

Was haben wir gemacht?

Wir Grüne haben im Landtag einen Antrag zum sofortigen Baustopp der Pipeline gestellt und im Umweltausschuss Information und Aussprache ermöglicht. So konnte unter den Augen der Öffentlichkeit offene Fragen, Ängste und Nöte der BürgerInnen erörtert werden.

Mit der Behandlung der CO-Pipeline im Landtag war es der Landesregierung nicht möglich, sich, wie der Ministerpräsident, in „Schweigen“ zu hüllen und sich mit dem Hinweis auf ein schwebendes Verfahren zurück zu ziehen. Spätestens seit der Lügengeschichte zu der Kampfmittelfreiheit steckt die Landesregierung mitten im Thema.

Zuletzt im Dezember 2009 haben wir die Landesregierung in einem Antrag aufgefordert, die Menschen in der betroffenen Region endlich ernst zu nehmen, das Projekt der CO-Pipeline sofort zu beenden und zum Erhalt der Arbeitsplätze in Dormagen und Uerdingen, die technischen Anlagen an diesen Standorten für die Herausforderungen der Zukunft zu ertüchtigen, so dass an beiden Standorten das dort entstehende CO unmittelbar verarbeitet werden kann.

Wir fragen uns wie lange sich die Landesregierung und auch die PolitikerInnen die die Pipeline befürworten noch an der Nase herumführen lassen wollen, irgendwann muss Schluss sein.

Wir Grüne fordern:

  • Das sofortige Aus für das Projekt CO-Pipeline
  • Tödliches giftiges Gas, wie CO, muss am Entstehungsort verarbeitet werden – in keinem Fall gehört es ine eine Leitung, die durch Wohngebierte, Schulgelände und Kindertagestätten geführt wird.
  • Bayer muss dieses Projekt endlich aufgeben und die bereits gefunden Alternativen zur Pipeline nutzen.

Tatsache ist, dass die Bayer AG und ihre Tochterunternehmen des Konzerns selbst dafür verantwortlich sind, dass die Anwohner entlang der Trasse die Pipeline nicht akzeptieren und niemals akzeptieren werden.

weitere Informationen gibt es auf www.gruene-nrw.de und www.martin-sebastian.de

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18Apr

Erst fragen, dann wählen: Teil 2

Heute läuft ab 18:30 Uhr im ZDF Infokanal der zweite Teil der Sendung “Erst fragen, dann wählen”. Nachdem Hannelore Kraft sich bereits am Freitag den Fragen stellte, sind heute die restlichen SpitzenkandidatInnen an der Reihe. Alle SpitzenkandidatInnen? Nein. Denn Noch-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers schickt mit Krautscheid nur den Ersatz des Ersatzes (der geschasste Generalsekretär Hendrik Wüst). Scheinbar hat unser “Landesvater” ganz schön Bammel vor Sendungsformaten, die man nicht gut kontrollieren kann. Offene Fragen? Direktes Feedback? Hilfe!

Wir sind natürlich wieder mit dabei und werden an dieser Stelle live die Sendung begleiten – auch per Twitter.

18:14 Uhr

Eigentlich sollte es gleich losgehen – allerdings herrscht noch leichte Verwirrung. Die Programmzeitschrift sagt eine Kochsendung an, die Website von “Erst fragen, dann wählen” nur das Datum, keine Uhrzeit; per Twitter kündigt man allerdings den Sendungsbeginn um 19:30 Uhr an, im Online-Programm des Infokanals wird dagegen der Sendungsbeginn um 18:30 Uhr angebeben. Wahrscheinlich beginnt die Sendung um 18:30 Uhr mit einer Wiederholung vom Freitag.

18:22 Uhr

Am Freitag wies man schon in der Sendung darauf hin, dass wir als einzige Landespartei aktiv die Sendung begleiten. Auch heute sieht es stark danach aus – der letzte Tweet der NRWSPD ist vom Freitag und kündigt den Auftritt von Hannelore Kraft an… Offener Dialog scheinbar nur während der Bürozeiten.

18:27 Uhr

Es beginnt – mit der Zusammenfassung von Freitag. Da haben wir ja schon was zu geschrieben:-)

18:50 Uhr

Sylvia ist übrigens ab ca. 21.15 Uhr auf Sendung. Um 19:35 beginnt Rüttgers-Ersatz-Ersatz Krautscheidt, danach folgt Innovationsverhinderungsminister Pinkwart.

19:26 Uhr

Wir liegen in den Endzügen der Wiederholung. Gleich beginnt dann die Live-Sendung – endlich!

19:32 Uhr

Die Live-Sendung beginnt. Rüttgers wird mit der Ausrede entschuldigt “er würde an keiner Veranstaltung ausserhalb NRWs teilnehmen”. Deshalb lässt er sich auch bei dem offenen Format von 1Live vertreten – Köln liegt ja nicht in NRW… Ist klar Herr Rüttgers.

19:39 Uhr

Krautscheid muss erstmal die Praxis seines Vorgängers Wüst rechtfertigen – der hatte versucht Gesprächstermine mit Rüttgers zu verkaufen. Wie weit der Ministerpräsident darüber bescheid wusste, ist immer noch unklar…

19:42 Uhr

Die erste Video-Frage an Krautscheid wird gestellt: Rüttgers hatte vor der Wahl versprochen keine Studiengebühren zu erheben – heute zahlen Studenten bis zu 500 Euro. Bei der Antwort windet sich Krautscheid, versucht durch formelle Ausreden die Schuld der CDU zu schmälern. Was zählt ist das Ergebnis: Unter Rüttgers hat NRW als eines der ersten Bundesländer Studiengebühren eingeführt! Die GRÜNE Position hier ist klar: Studiengebühren umgehend abschaffen, denn sie verhindern die Zukunftsfähigkeit von NRW.

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16Apr

Erst fragen, dann wählen: Teil 1

Heute startet auf dem ZDF-Infokanal der erste Teil der Reihe “Erst fragen, dann wählen” zur Landtagswahl in NRW. Die Spitzenpolitiker der Parteien stellen sich den Fragen aus dem Netz – mit Ausnahme von Jürgen Rüttgers, der seinen Generalsekretär vorschickt. Heute um genau 18:02 Uhr stellt sich Hannelore Kraft den Fragen der Netzbewohner, am Sonntag folgen dann Sylvia, Rüttgers-Ersatz Krautscheid, Innovationsbremse Pinkwart und Beuermann von der PDL.

Das Besondere an dem Sendeformat ist nicht nur, dass die Fragen vorher im Netz gesammelt werden, sondern dass die Sendung auch via Twitter begleitet wird und sogenannte “Netzscouts” permanent das Netz nach Reaktionen scannen und in die Sendung einbinden. Da dürfen wir als “zweinulligste Partei” in NRW (so der WDR) natürlich nicht fehlen und werden sowohl heute, als auch am Sonntag die Sendung via Twitter und hier im Blog verfolgen.

17:54 Uhr

Gleich beginnt die Sendung, heute ist nur Hannelore Kraft dran. Verwunderlich, dass die SPD weder auf ihrer Website, noch im Blog Werbung dafür macht. Allein eine einsame Twitter-Mitteilung weist auf den Auftritt ihrer Spitzenkandidatin hin. Diese macht nichtmal auf ihrer Website dafür Werbung. Im Vorfeld BürgerInnen auf die Möglichkeit hinweisen Fragen einzureichen? Fehlanzeige.

18:02 Uhr

Die Sendung beginnt mit der Erklärung des Konzeptes – eine Verbdinung aus “TV und Online”.

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10Apr

Guido strauchelt auch in der Landespolitik

Der arme Guido Westerwelle hat’s nicht leicht. Noch nie ist ein Aussenminister so unbeliebt wie Guido gestartet und auch seine innenpolitischen Ausflüge sind nicht gerade von Erfolg gekrönt. Zusammen mit ihm stürzt die FDP in den Abgrund, von den 14,6% bei der Bundestagswahl sind nur noch süße 7% übrig (Forsa vom 7. April).

Also mischt sich Guido in den Landtagswahlkampf in NRW ein, will retten, was zu retten ist. Die spätrömische Dekadenz und die Vetternwirtschaft vergessen, will er sich endlich um “sein Nordrhein-Westfalen” kümmern. In seiner Rede auf dem Landesparteitag der FDP geht es ihm dann auch um fundamentale Fragen – mit Kleinigkeiten kann sich nicht aufgehalten werden.Immerhin geht es um die Zukunft vieler Mövenpick-Hoteliers und die bösen linken Parteien wollen dem FDPschen Neoliberalismus doch tatsächlich Einhalt gebieten: Keine Frage – es ist höchste Zeit für Super-Guido. Am Ende seiner Rede beweist er dann auch, wie gut sich NRW-Guido in der politischen Landschaft Nordrhein-Westfalens auskennt und macht die ehemalige NRW-Umweltministerin und jetzige Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn zur GRÜNEN Parteivorsitzenden:

Gleichzeitig dürfe man sich nicht von Beteuerungen, dass es keine Koalitionen mit den Linken geben werde, einlullen lassen. Die Landesvorsitzenden von SPD und Grünen, Hannelore Kraft und Bärbel Höhn „werden noch am selben Wahlabend bei der Linkspartei anrufen“, wenn es rechnerisch für den Linksblock reiche. „Das ist mein Nordrhein-Westfalen. Wir wollen nicht, dass Kommunisten und Sozialisten wieder etwas zu sagen haben“, so Westerwelle unter stehendem Beifall der Delegierten.

Herzlichen Glückwunsch Herr Solms, äh Westerwelle. Sie haben damit bewiesen, dass Sie die Landesvorsitzende der drittstärksten Partei im Landtag NRW (ja, das sind wir GRÜNE und nicht die FDP!), Daniela Schneckenburger, nicht kennen und scheinbar ihre Englisch-Kenntnisse ausgeprägter sind als ihr Wissen über die Politik in “ihrem Nordrhein-Westfalen”. Und das als selbst ernannter Spitzenpolitiker und gebürtiger Nordrhein-Westfale. Spätestens beim Namen “Bärbel Höhn” hätte Guido aber misstrauisch werden können, was ihm seine Redenschreiber da wohl untergejubelt haben. Denn immerhin ist die ehemalige NRW-Minsterin seit 2005 Mitglied im Bundestag und damit eine parlamentarische Kollegin von Gudio Westerwelle. Nach fast 5 1/2 Jahren könnte man sich dann schon mal kennen…

Respekt geht aber an die Kollegen der Landes-FDP, die diesen peinlichen Fehler von Gudio schonungslos auf ihrer Website verbreiten. Wahrscheinlich hofft man dort, dass dies Guidos letzter Ausflug in die Landespolitik gewesen ist…

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