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24Mrz

Podcast #4: Sylvia zu Lafontaine und Gabriel

Die Farbenspiele in diesem Wahlkampf scheinen für einige die wichtigste Frage zu sein. So hat sich auch der Saar-Politiker Oskar Lafontaine in die Debatte um Koalitionen eingeschaltet. Auch wenn man nicht ganz verstehen kann, warum gerade Herr Lafontaine etwas zu möglichen Regierungen zu sagen hat, meint er “rot-rot-grün soll man in NRW machen”.
Doch wir GRÜNE werden uns weiter für starke GRÜNE einsetzen und inhaltlichen Wahlkampf machen. Jamaika wird es mit uns nicht geben, aber mit welchen Partnern wir möglichst viel GRÜN in NRW umsetzen können werden Verhandlungen zeigen.
Auch Sigmar Gabriel hat sich zu einem möglichen rot-GRÜNEN Wahlkampf geäußert. Die favorisierte Konstellation nach dem 9. Mai ist das sicherlich, ein Erst- und Zweitstimmen-Wahlkampf ist jedoch erst dann erfolgreich, wenn die SPD das auch durchdekliniert und vor Ort mehr Zweitstimmen für die GRÜNEN verhandelt.
Dazu Sylvia Löhrmann in unserem Podcast:


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24Mrz

Frauenhäuser – mehr als nur ein Dach über dem Kopf.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist immer noch ein großes gesellschaftliches Problem – in jedem Jahr müssen 40.000 Frauen und Kinder in eines der 360 Frauenhäuser (bundesweit) fliehen. Frauenhäuser sind Zufluchtsorte für Frauen und Mädchen, die vor häuslicher Gewalt geschützt werden müssen. Leider ist aktuell die Finanzierung von Frauenhäusern, Beratungsstellen für Gewaltopfer und Fluchtwohnungen vom Land NRW nicht gesichert – geschweige denn einheitlich geregelt. Wir brauchen endlich einen Systemwechsel bei der Finanzierung dieser wichtigen Einrichtungen – wir wollen endlich Frauenhäuser als eine staatliche Pflichtaufgabe verankern.

In den letzten Jahren wurden die Fördergelder für diese wichtigen Einrichtungen von der scharz-gelbe Landesregierung empfindlich zusammengestrichen. Und dies hat Folgen: Nicht mehr allen Frauen, die auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Partnern sind, kann Schutz angeboten werden.  Es darf nicht sein, das Opfern von Gewalt auch noch die Tür vor der Nase zugeschlagen wird. Es wird auch hier wieder deutlich:  Schwarz-Gelb hat keine Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart. In den letzten Jahren wurden systematisch frauenpolitische Erungschaften und Erfolge dert letzten Jahre abgewickelt. Wir wollen als GRÜNE diese unsichere Situation der Frauenhäuser endlich beenden – der Schutz für Frauen vor Gewalt muß verlässlich finanziert werden.

Als GRÜNE NRW begrüßen und unterstützen wir die Forderungen der Kampagne “Schwere Wege leicht machen!” der LAG Autonomer Frauenhäuser in NRW.

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23Mrz

DGB empfiehlt GRÜNE

Im Vorfeld der Landtagswahl am 09.Mai hat der nordrhein-westfälische DGB heute seinen Wahlaufruf veröffentlicht. Obwohl der Verband in diesem nicht direkt zur Wahl einer bestimmten Partei aufruft, lässt sich bei genauerem Hinsehen doch eine gewisse Tendenz erkennen. Aber schauen wir uns die Forderungen des DGB doch zunächst einmal etwas genauer an:

DGB: Einstieg in grüne industrielle Revolution

Der DGB fordert eine nachhaltige Wirtschafts- und Industriepolitik. Dies beinhaltet für den Verband eine gezielte Förderung strategisch wichtiger Wirtschaftsbereiche und die Gewährleistung einer konsequenten ökologischen Ausrichtung der Wirtschaft. Explizit wird von der neuen Landesregierung eine „konsequente Umsetzung der Klimaschutzstrategie und des Kraftwerkerneuerungsprogramms“ sowie „ein landesweites, langfristiges Programm zur energetischen Gebäudesanierung“ verlangt. Anschließend verwendet der DGB sogar exakt unser Vokabular indem er den Einstieg in eine grüne industrielle Revolution fordert.

Mit unserem Green New Deal wollen wir NRW zum Ausgangspunkt für diese grüne industrielle Revolution machen. Durch gezielte Investitionen in Klimaschutz, Umweltwirtschaft, Bildung, Gesundheit und sozialen Arbeitsmarkt wollen wir 200.000 neue Jobs in den nächsten fünf Jahren schaffen. Bei der energetischen Gebäudesanierung wollen wir pro Jahr die Sanierung von ca. 200.000 Wohnungen unterstützen und damit nicht nur das Klima effektiv schützen, sondern auch mittelständische Handwerksbetriebe unterstützen und dadurch Arbeitsplätze schaffen und sichern. Ein Kraftwerkerneuerungsprogramm bedeutet für uns, dass keine neuen Kohlekraftwerke entstehen dürfen und der Ausbau der erneuerbaren Energien stärker vorangetrieben wird.

DGB: Nachhaltige Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

Der DGB fordert eine intensivere Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, da diese das größte Armutsrisiko darstelle und schlägt dazu den „Ausbau eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors für soziale Dienstleistungen“ vor. Zudem verlangt der Verband angesichts der Tatsache, dass jeder vierte Beschäftigte mittlerweile im Niedriglohnbereich beschäftigt ist, die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns.

Wir GRÜNE wollen durch den Green New Deal die Arbeitslosigkeit energisch bekämpfen. Den ca. 250.000 in NRW lebenden Langzeitarbeitslosen wollen wir durch langfristig geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung neue Perspektiven schaffen. Um Dumpinglöhne zu verhindern und mehr soziale Gerechtigkeit möglich zu machen, fordern auch wir in unserem Zukunftsplan die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns.

DGB: Längeres gemeinsames Lernen und gebührenfreie Bildung

Der DGB fordert auch hinsichtlich der Bildungspolitik mehr Anstrengung von der neuen Landesregierung. Schließlich sei der Bildungsbereich momentan „das Stiefkind der Landespolitik“. Um die Bildungsmisere in NRW zu beenden, verlangt der Verband daher die „Überwindung des überholten gegliederten Schulsystems durch Schulstrukturen für längeres gemeinsames Lernen“. Zudem setzt sich der DGB für die „gebührenfreie Bildung von der Kita bis zum Hochschulstudium“ ein.

Wir GRÜNE wollen das frühe Aussortieren nach der vierten Klasse beenden und im Gegenzug längeres gemeinsames Lernen aller Kinder möglich machen. Dabei sollen die Entscheidungsträger vor Ort selbst darüber entscheiden, wie sie die „Schule der Zukunft“ gestalten und umsetzen möchten. Damit Bildung nicht länger vom Geldbeutel der Eltern abhängt fordern wir die sofortige Abschaffung der Studiengebühren, da diese sozial selektiv sind und viele junge Menschen vom Studium abhalten. Außerdem wollen wir nach und nach die Elternbeiträge für die Kitas abschaffen, damit alle Kinder die Chance haben eine Kita zu besuchen.

DGB: Kommunen von Schuldenlast befreien

Der DGB prangert darüber hinaus die prekäre finanzielle Situation der Kommunen in NRW an, die sich vielfach nicht mehr aus eigener Kraft von der Schuldenlast befreien können. Um die Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder herzustellen, fordert der DGB die zukünftige Landesregierung auf einen “Rettungsschirm für die Kommunen” aufzuspannen. Dabei sollen die Städte und Gemeinden in einem ersten Schritt von der drückenden Schulden und den daraus resultierenden Zinslasten befreit werden.

Um die Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder herzustellen, wollen wir die Städte und Gemeinden in NRW mithilfe eines Altschuldenfonds entlasten. Zudem wollen wir GRÜNE mit unserer Stimme im Bundesrat verhindern, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung ihre unsozialen Steuersenkungspläne fortsetzen kann und damit noch mehr Städte und Gemeinden in NRW zu Nothaushaltskommunen werden.

DGB-Wahlaufruf: Wählt GRÜN!

Alles in Allem zeigen sich eindeutige inhaltliche Übereinstimmungen zwischen den Forderungen des DGB und unserem Programm für die Landtagswahl. Es scheint sogar als habe der DGB an manchen Stellen unseren Zukunftsplan für NRW als Vorlage für seinen Wahlaufruf verwendet. Kurz und knapp könnte man den Wahlaufruf des DGB daher auch in nur zwei Worten zusammenfassen: Wählt GRÜN!

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17Mrz

Kraftwerksprojekt in Datteln beerdigen!

Die gestrige Entscheidung des OVG Münster ist eine erneute Niederlage für E.on und die schwarz-gelbe Landesregierung und ein Erfolg für den Klimaschutz und eine nachhaltige Energieversorgung.

Das Urteil, das die Baugenehmigung des Kohlekraftwerks von E.on unter anderem aus Gründen des Klimaschutzes für nichtig erklärt hatte, ist damit rechtskräftig. Die zuständige Bezirksregierung Münster muss nun umgehend einen vollständigen Baustopp verfügen.

Vor allem aber wäre der E.on-Konzern – und auch die Landesregierung – nun gut beraten, dieses Projekt sofort zu beerdigen, statt weiterhin mit allen möglichen Mitteln bis hin zu Gesetzesänderungen den Schwarzbau in Datteln nachträglich zu legalisieren. Das schadet dem Industriestandort NRW.

NRW braucht auch von E.on Milliarden-Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung in Form von dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung und Erneuerbaren Energien, anstelle von ineffizienten Kohlekraftwerken, die über 50 Prozent der Energie nutzlos an die Umgebung abgeben

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16Mrz

FDP-Abgeordneter gegen BUND-Jugend

Der FDP-Landtagsabgeordnete Holger Ellerbrock ist kein hohes Tier in seiner Fraktion. Er ist wohl eher das, was man im Parlaments-Jargon einen klassischen Hinterbänkler nennt. Doch gestern hat dieser nun mit einer dubiosen, kleinen Anfrage an die schwarz-gelbe Landesregierung versucht endlich ein bisschen Aufmerksamkeit zu erregen.

Das Dokument mit dem Titel „Wie stellt die Landesregierung sicher, dass der Landeszuschuss zum “Klima-Camp” der BUND-Jugend zurückgezahlt wird?“ prangert dabei unter anderem die finanzielle Unterstützung des BUND-Klimacamps durch den Ökofonds NRW an.

Der Hintergrund ist Folgender: Die nordrhein-westfälische Jugendorganisation des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) veranstaltet vom 21. bis 29. August 2010 das Klimacamp im Braunkohletagebau Garzweiler, bei dem sich die Teilnehmer in Workshops, Seminaren und Diskussionen kritisch mit Themen wie Klimawandel, Braunkohletagebau und Energieversorgung auseinandersetzen wollen. Wir GRÜNE halten dies für eine äußerst sinnvolle Veranstaltung und unterstützen das Projekt daher mit finanziellen Mitteln aus unserem Ökofonds NRW.

Minister Laschet auf dem Holzweg

Auch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration sagte zunächst einen Zuschuss in Höhe von 13.860 Euro zu. Am 8. März jedoch forderte der zuständige Minister Armin Laschet das Fördergeld von der BUND-Jugend zurück, weil der Förderbescheid „auf unrichtigen Angaben zur Projektfinanzierung beruht und das Gebot der parteipolitischen Neutralität verletzt“. Die parteipolitische Neutralität sieht der Minister verletzt, da aus dem Ökofonds NRW nur Projekte gefördert werden, die mit den Grundsätzen unserer Partei übereinstimmen. Für Laschet ist deswegen nicht auszuschließen, „dass die Veranstaltung eine Kampagne von “Bündnis 90/Die Grünen” ist, für die lediglich die BUND-Jugend öffentliche Mittel beantragt hat“. Ellerbrock geht in seiner kleinen Anfrage nun noch einen Schritt weiter, in dem er die Landesregierung auffordert zu überprüfen, ob weitere vom Land geförderte Projekte für die parteipolitischen Zwecke von uns GRÜNEN missbraucht worden seien.

Kleine Richtigstellung zur kleinen Anfrage

Der Ökofonds NRW wurde von uns 1980 mit der Intention ins Leben gerufen alternative Projekte mit sozialer, ethischer und ökologischer Zielsetzung zu unterstützen. Förderungsgrundlage ist dabei, dass die Projekte mit den Grundsätzen unserer Partei übereinstimmen. Da Klimaschutz zu diesen Grundsätzen zählt, ist eine Förderung des Klimacamps also durchaus logisch.

Doch dies ist natürlich für eine Partei, wie die FDP, für die Klimaschutz ein Fremdwort ist schwer nachvollziehbar. Es ist zudem ein schwerer Fehler, wenn Projektförderung mit Einflussnahme gleichgesetzt wird. Die finanzielle Unterstützung soll lediglich als Hilfe zur Selbsthilfe dienen und es wird ausschließlich die Öffentlichkeitsarbeit für Aktionen, Veranstaltungen und Ausstellungen gefördert. Im Falle des Klimacamps bezog sich die finanzielle Unterstützung folglich auch nur auf die Druckkosten des Flyers. Die Behauptung die Veranstaltung würde für parteipolitische Zwecke missbraucht werden ist deshalb völlig grotesk.

Schwarz-Gelb will BUND-Camp stoppen

Wahrscheinlich ist es deshalb einfach so, dass CDU und FDP auf diese Weise versuchen eine ungeliebte Veranstaltung scheitern zu lassen. Schließlich wird der Braunkohletagebau, wie der Abgeordnete Ellerbrock unverhohlen gesteht, von der Landesregierung weiterhin unterstützt. Das Klimacamp der BUND-Jugend würde nur dazu beitragen einmal mehr die negativen Auswirkungen des Braunkohletagebaus auf Klima und Umwelt aufzuzeigen. Klar, dass dies der schwarz-gelben Regierung ein Dorn im Auge wäre.

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