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01Feb

Durchsichtiges Täuschungsmanöver von CDU und FDP in NRW

Hört, hört: Jetzt wollen CDU und FDP in NRW Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen plötzlich wieder senken!

Da geht wohl einigen in der Staatskanzelei die Düse – CDU und FDP sind nervös. Die Mehrheit in NRW für die schwarz-gelbe Landesregierung ist laut jüngster Infratest-Umfrage weg und deshalb scheint gerade die FDP jetzt zu merken: Lobbypolitik spült zwar reichlich Spenden in die Parteikasse, kostet aber Wählerstimmen. Anders ist der plötzliche Sinneswandel, den die FDP – gestützt von Ministerpräsident Rüttgers – vollzogen hat, kaum zu erklären.

Nur noch mal zur Erinnerung: Die FDP hat vom Milliardär August Baron von Finck, der an 14 Mövenpick-Hotels in Deutschland beteiligt ist, eine Parteispende von 1,1 Mio. Euro erhalten. Zusammen mit der Union senkte die FDP zum Jahresbeginn die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf 7% gesenkt – Klientelpolitik der reinsten Güte also.

Jetzt, wo die FDP bei den Umfragen in NRW im Sinkflug ist, spricht deren NRW-Vorsitzender Pinkwart auf einmal von “Guter Politik”, die sich korrigiere, wenn ein Gesetz den Praxistest nicht bestehe. Bei Rüttgers ist heute von einem “Fehler” die Rede. Jetzt auf einmal ist die Klientel-Steuersenkung ein “bürokratisches Monstrum”. Doch beiden – Rüttgers wie Pinkwart – geht es nur darum, die Steuersenkung für Hotels auszusetzen, d. h. jetzt rückgängig zu machen und im Zuge eines großen Steuerwurfs neu aufzulegen.

Alles in allem also ein durchsichtiges taktisches Manöver der FDP, um zu retten, was für die Landtagswahl noch zu retten ist, und um am 10. Mai so weiter zu machen wie bisher!

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28Jan

Fakten statt Vorurteile

Die Politik der FDP ist käuflich – egal ob Versicherungen oder Hoteliers. Wer zahlt, bekommt die passende Politik geliefert. Da gibt es keine Ausreden und nichts schön zureden. Völlig zurecht befinden sich die Umfragewerte der ehemaligen Bürgerrechtspartei auf dem Sinkflug. “Wie kommen wir da nur wieder raus?” haben sich die FDP-Strategen gefragt und in der Strategie “Angriff ist die beste Verteidigung” ihre Lösung gefunden. Seitdem werfen sie mit haltlosen Beschuldigungen um sich und behaupten, andere Parteien wären ja auch nicht besser.

Wir Grüne sollen zum Beispiel richtig Kohle von der Solarindustrie eingesteckt haben (hat jemand das Wortspiel bemerkt?). Welch großer Blödsinn das ist, wissen wir Grüne natürlich und haben deshalb unseren Schatzmeister gebeten die Fakten zusammenzutragen, um den Luftnummern von der FDP auch den letzten Wind aus den Segeln zu nehmen.

Wir, die Grünen in NRW, finanzieren unsere politische Arbeit wie folgt:

Jährliche Einnahmen aus:

  • Mitgliedsbeitragsanteilen: ca. 250.000 €
  • Mandatsbeiträgen unserer Abgeordneten: insgesamt ca. 280.000 €
  • Spenden von Mitgliedern: unterschiedlich, zwischen 10.000 € und 15.000 €
  • Spenden von Nicht-Mitgliedern und Firmen: unterschiedlich, zwischen 0c€ und 10.000 €
  • Zinsen aus (Wahlkampf-) Rücklagen: unterschiedlich, bis zu 35.000 €
  • Staatliche Grundfinanzierung insgesamt: unterschiedlich, bis zu 1.500.000 €
  • Mieteinnahmen: ca. 35.000 €
  • Materialverkäufe: ca. 10.000 €

Der Anteil der Spenden von Nicht-Mitgliedern inklusive von Unternehmen, beträgt also zwischen 0 % und 0,5 % der Gesamteinnahmen.

Der Vollständigkeit halber soll noch erwähnt werden, dass wir eine einzige Spende aus dem Firmenbereich der regenerativen Energien bekommen haben und zwar bei im Jahre 2004 in Höhe von 5.000 Euro.

Das kann mensch gerne mit den Einnahmen der anderen Parteien vergleichen. Im jährlichen Rechenschaftsbericht der Parteien, die auch als Bundestagsdrucksache veröffentlicht wird und im Internet einzusehen ist, stehen als veröffentlichungspflichtige Zuwendungen bei uns Grünen überwiegend die Namen von Abgeordneten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Bei anderen Parteien hingegen ist die Anzahl und die Summe der Zuwendungen von Firmen (Unternehmen) signifikant höher, sowohl absolut, als auch prozentual.

Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Ein klassisches Eigentor der FDP: Statt sich zu dem eigenen Fehlverhalten zu bekennen, schmeißt sie mit Unwahrheiten um sich und verstickt sich immer mehr im Lügensumpf. Fakt ist: Viele Parteien waren in Spendenskandale und/oder manipulierte Rechenschaftsberichte verwickelt, wie beispielsweise CDU, CSU, FDP, SPD, PDS, DIE GRAUEN, NPD und andere. Manche davon gar mehrfach. Von den im Bundestag vertretenden Parteien waren nur wir Grüne es nicht!

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27Jan

Rüttgers’ Strategie: Ausschweigen!

Es sollte wohl mal wieder ein Meisterstück der politischen Kunst werden, das Jürgen Rüttgers am vergangenen Donnerstag auf der parlamentarischen Bühne versucht hat. Fast eine Stunde geredet, und nichts gesagt. Jedenfalls nichts zu dem, was mich und viele andere wirklich interessiert hätte.

Statt über die Auswirkungen der schwarz-gelben Regierungspolitik in Berlin auf  Nordrhein-Westfalen zu debattieren, bot der Ministerpräsident über die Schlussfolgerungen der Landesregierung aus dem Bericht der so genannten Zukunftskommission. Eine Kommission, die der teuerste Teil von Rüttgers’ Imagekampagne ist. Der Bericht dieser Image-Kommission ist übrigens schon im April 2009 – vor fast einem Jahr – vorgelegt worden.

Rüttgers also nimmt Zuflucht zu diesem Bericht, vermischt ihn mit Versatzstücken seiner Regierungsbilanz und gibt Versprechungen zu politischen Vorhaben ab – bezeichnenderweise teils dieselben wie vor der letzten Landtagswahl, etwa die zu den kleineren Klassen. Dabei bleibt der viel aktuellere Koalitionsvertrag beziehungsweise die Meinung des NRW-Ministerpräsidenten dazu im Trüben. Dabei hat sich der MP doch im Oktober 2009 ständig vor die Kameras gestellt und damit klargestellt, wie eng, wie dicht er bei den Koalitionsverhandlungen dabei war. Dass NRW die Blaupause sei, der Geist von NRW auch in Berlin zu spüren sei. Und dann sagte er: keine Zumutungen, keinen sozialen Kahlschlag.

Mittlerweile gibt es die ersten Zuzahlungen bei den Krankenkassen, es droht das Ende der solidarischen Finanzierung. Da gibt es in der FR eine interessante Zusammenstellung von Indizien, die auf die Richtung zeigen, auf die Gesundheitsminister Rösler stramm zumarschiert.

Und Rüttgers? Der so dicht dabei war, bei den Verhandlungen? Schweigt dazu. Erklärt sich lieber zur Zukunftskommission.

Dabei hätten wir gerne gewusst, wie Rüttgers’ Aussage in der FAZ vom 4. November 2009 heute zu bewerten ist. Damals sagte er: “Mir ist Glaubwürdigkeit in der Politik wichtig, deshalb kann man jetzt nicht erklären, man hätte nichts gewusst und wäre nicht dabei gewesen.”

Und dann, bei seiner Rede vor der CDU NRW, am vergangenen Wochenende, distanziert er sich von dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Es sei ” «nicht in allen Teilen geprägt von tiefer Weisheit, sondern teilweise eher vom Gegenteil. Nur Steuern zu senken führt noch nicht zu neuen Arbeitsplätzen». Die Forderung nach Steuersenkungen sei «nur so lange richtig, so lange man’s auch bezahlen kann.» So berichtete es der derwesten.de.

Da frage ich mich doch: War er nicht dabei, bei den Koalitionsverhandlungen? Hat er nichts gewusst? Hat er dem Gesetz im Bundesrat nicht zugestimmt?

Und er hätte doch wunderbar in einer Regierungserklärung darlegen können, welche Teile denn nicht, und welche doch von tiefer Weisheit geprägt waren.

Sind 885 Millionen Einnahmenverlust für NRW schon in 2010 von tiefer Weisheit geprägt? Sind hohe Entlastungen für reiche Eltern, geringe Entlastungen für Mittelverdiener und überhaupt keine Entlastung für Eltern in Armut von tiefer Weisheit geprägt?

Und dann hätte er gleich den gesamten Koalitionsvertrag bewerten können – und zwar nicht aus Sicht des Nicht-Wahlkämpfers Rüttgers, sondern aus Sicht des Ministerpräsidenten eines Bundeslandes.

Und da hätte ich ihm durchaus zu schonungsloser Offenheit geraten, wie er sie am 24. Oktober 2009 mal angedeutet hat. Da sagte er in der WAZ: “Es soll durch die Politik keine Beitragserhöhungen geben. Sollte es zu einem ungebremsten Kostenanstieg kommen, zum Beispiel bei der Gesundheit, ist das Sache der Versicherer.”

Übersetzt: “Wenn es doch anders kommen sollte, ist das nicht unser Problem, nicht unsere Schuld.” Da, wo es drauf ankommt, da drückt er sich vor der Verantwortung. Kosten im Gesundheitssystem? Sache der Versicherer! Da frage ich den Ministerpräsidenten schon gerne: nicht auch Sache des Gesundheitsministers? Oder eines Ministerpräsidenten, der gleichzeitig Vize seiner Partei ist?

Aber Rüttgers äußert sich nicht. Wir haben ihn mehrfach aufgefordert, zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin eine Regierungserklärung abzugeben. Aber erst wollte er der Kanzlerin nicht vorgreifen. Die hat sich mittlerweile erklärt, diese Ausrede zählt also längst nicht mehr. Nun ist es deutlich: Der Ministerpräsident kneift. Er will nicht offenlegen, was  auf die Menschen zukommt. Wie die maroden Kassen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden den Steuersenkungswahnsinn verkraften sollen. Wie es mit der Atomenergie weitergeht.

Rüttgers’ Strategie, leicht abgewandelt und von Kohl gelernt: Ausschweigen. Wahlkampf á la Merkel eben. Weil er genau weiß, dass die schwarz-gelbe Politik im Bund mit keinen noch so tollen Worten schöngeredet werden kann.

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27Jan

Eine Schule für Alle nützt Allen!

Während in Hamburg die Auseinandersetzung um die Schulreform des schwarz-grünen Senats weiter andauert, hat die Initiative PROSchulreform jetzt einen erfreulich sachlichen Beitrag geliefert, um für das Reformvorhaben zu werben. Das Video zeigt praxisnah am Beispiel einer Grund-, Haupt- und Realschule, warum längeres gemeinsames Lernen allen Kindern nützen kann. In “Schulkampf-Zeiten” ein erfreulich bodenständiger Beitrag.

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25Jan

Gruß- und Weihnachtspost nicht korrekt erledigt – fristlos gefeuerte CDU-Beschäftigte klagt

22 Jahre war die 48jährige bei der Landes-CDU beschäftigt – dann warf CDU-Generalsekretär Wüst sie raus. Sie habe die Gruß- und Weihnachtspost nicht korrekt erledigt, argumentierte die Landes-CDU in dem Kündigungsschreiben. Die Frau wehrt sich mit einer Klage gegen den Rausschmiss – gestern scheiterte der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf.

Aber pikante Details zur CDU als Arbeitgeber kamen raus. So wollte die Frau in den Keller verbannen – in einen Raum, der einer Abstellkammer gleichen soll, und von dem ein Gutachten sagt: Diese Kammer sei als Büro keineswegs geeignet. Die Ex-Beschäftigte war übrigens auch lange Betriebsrätin, weshalb ihr schon eigentlich nicht hätte gekündigt werden dürfen. Diese Tätigkeit gab sie im Oktober vergangenen Jahres auf, weil sie überlastet gewesen sei und ihre Aufgaben aus Überlastung nicht habe korrekt ausführen können. Zwei Abmahnungen hat sie bekommen – danach aber habe sie ihre Arbeit ordnungsgemäß erfüllt.

Weil keine gütliche Einigung zustande kam, wird am 24. Februar ab 9.30 Uhr vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf verhandelt. Dieses ließ schon durchblicken, dass es Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Kündigung hat. Spekuliert wird im Übrigen schon seit geraumer Zeit, dass es einen Zusammenhang zwischen dieser und einer weiteren Kündigung in der CDU-Landesgeschäftsstelle an der Wasserstraße mit belastenden Informationen über Generalsekretär Wüst geben könnte. Diese vertraulichen Infos und E-Mails sollen aus der Düsseldorfer Parteizentrale lanciert worden sein.

So zeigt die CDU durch ihren General, der von CDU-Chef Rüttgers offenbar freie Hand hat, wie sie ihre Personalangelegenheiten regelt. Und jetzt wissen wir auch, warum Kündigungsschutz und Mitbestimmung beschnitten werden sollen…

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