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CDU
15Mrz

Erneute Schlappe vor Arbeitsgericht für die CDU

Die NRW-CDU ist vom Arbeitsgericht Düsseldorf erneut in die Schranken gewiesen worden – Auslöser war erneut die verfehlte Personalpolitik und die schlechte “Unternehmenskultur” innerhalb der Rüttgers-Partei. Bereits Ende Februar musste die CDU eine Schlappe vor Gericht hinnehmen (wir berichteten!).
Damals wurde einer langjährigen Mitarbeiterin fristlos gekündigt, weil sie die Weihnachts- und Geburtstagspost des damaligen Generalsekretärs Hendrik Wüst zu spät oder gar nicht versandte. Die 48-jährige klagte und die Landes-CDU musste ihre Kündigung zurückziehen. Heute nun musste die Partei vier fristlose Kündigungen zurücknehmen, die sie gegen eine 39-jährige Personalreferentin ausgesprochen hatte. Die Mitarbeiterin sollte wegen angeblicher Indiskretionen im Fall von Wüsts Videoattacke auf Hannelore Kraft und seiner doppelten Bezüge von Krankenkassenzuschüssen gefeuert werden.

Keine Einsicht bei der CDU

Obwohl das Arbeitsgericht den Vertretern der NRW-CDU erklärte, dass keine der Kündigungen Aussicht auf Erfolg habe, bleibt die Partei uneinsichtig. So kündigten die CDU-Vertreter nach der Gerichtsverhandlung an, dass Kündigung Nr. 5 gegen die Frau bereits in Vorbereitung sei. Nach all den Vorfällen der vergangenen Wochen und Monate scheint die NRW-CDU offenbar immer noch nicht begriffen zu haben, dass sich die Probleme mit ihren MitarbeiterInnen nicht durch das ständige Aussprechen von fristlosen Kündigungen lösen lassen. Die Partei des selbsternannten Arbeiterführers Rüttgers sollte ihre Personalpolitik als Ganzes wohl eher hinterfragen und sich endlich darum bemühen einen humaneren Umgang mit ihren MitarbeiterInnen zu führen. Schließlich möchte man sich gar nicht ausmalen wie bei der NRW-CDU mit Praktikanten, Azubis und befristeten Angestellten umgegangen wird, wenn schon langjährige, verdiente MitarbeiterInnen so unsäglich behandelt werden. Setzt sich der Trend der letzten Wochen fort, so ist jedenfalls davon auszugehen, dass die heutige Verhandlung vor dem Arbeitsgericht nicht die Letzte für die CDU war.

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10Mrz

“Rüttgers hat das höchste politische Gut verloren: Seine Glaubwürdigkeit.”

Im Rahmen einer aktuellen Stunde wurde im nordrhein-westfälischen Landtag heute Vormittag über die Sponsoring-Affäre der CDU debattiert. Dabei forderte unsere Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann die CDU einmal mehr auf die umstrittenen Sponsorenbriefe und die Terminbegleitungsmappen des Ministerpräsidenten endlich offen zu legen, da nur so die Vorwürfe der Käuflichkeit entkräftet werden könnten.

Die CDU weigert sich jedoch nach wie vor die Unterlagen offenzulegen, so dass viele Fragen weiterhin offen bleiben: Gab es, neben den bekannt gewordenen Briefen, weitere Schreiben, in denen Sponsoren persönliche Gespräche mit Jürgen Rüttgers angeboten worden? Wie viele solcher Briefe gibt es und war dies durchgängige Praxis in der CDU-Parteizentrale? Die Kernfrage bleibt jedoch, welche Rolle der Landesvorsitzende der CDU, Jürgen Rüttgers, in der Affäre gespielt hat.

„Entscheidend ist nicht, ob er den Brief gekannt hat, sondern ob er von der Praxis wusste, dass die CDU Gespräche mit dem Ministerpräsidenten zu Geld machen wollte oder gemacht hat. Und ob er die Haltung, die dahinter steckt, bekämpft, geduldet oder befördert hat?“, betonte Sylvia in ihrer sachlichen, aber kritischen Rede.

Politische Kultur – Ein Fremdwort für die schwarz-gelbe Landesregierung

Darüber hinaus geht es jedoch auch um das Staatsverständnis und die politische Kultur der schwarz-gelben Regierung im Allgemeinen. Schließlich ist die Sponsoring-Affäre ja nicht der erste Fall, in dem Anspruch und Wirklichkeit dieser Regierung weit auseinander klaffen. Bereits zu Beginn der Regierungszeit investierte die CDU viel Geld in eine Image-Kampagne, um Jürgen Rüttgers ins rechte Licht zu rücken, während sie gleichzeitig „die neue Bescheidenheit“ predigte. Scheinheiliger geht es wohl kaum!
Aber auch die Bespitzelung von politischen Gegnern per Video und die Erstattung von Strafanzeigen zur Einschüchterung von Bloggern und Journalisten lassen erahnen, welches Verständnis die CDU von politischer Kultur hat.
Von ihrer Kritik nahm Sylvia die FDP allerdings nicht aus. So erklärte unsere Spitzenkandidatin dem Plenum den wahren Grund für die Zurückhaltung der FDP-Abgeordneten im Hauptausschuss des Parlaments: „Eine Partei, der Mövenpick mal eben 1,1 Millionen Euro aufs Konto gespült hat, muss es geradezu lächerlich finden, wenn Gespräche mit dem Ministerpräsidenten für läppische 6000 Euro angeboten werden. Für 1,1 Millionen Euro hätte Rüttgers ja fast 200 Bezahl-Gespräche führen müssen. Das ist aus Sicht eines gestandenen Marktradikalen vermutlich eher dilettantisch.“

Alles in Allem fasste Sylvia zusammen, dass sich die schwarz-gelbe Regierung unter Jürgen Rüttgers seit 2005 den Staat zur Beute gemacht hat.
„Das Umfeld des Ministerpräsidenten hat regiert nach dem Motto: Der Staat, das sind wir! Und all das hat Jürgen Rüttgers gewusst. Und es ist nicht erkennbar, dass und ob er irgendetwas gegen diese Haltung getan hat.“

CDU zeigt sich gewohnt intransparent

In der hitzigen Debatte kam die CDU unseren Forderungen nach mehr Transparenz und einer Offenlegung der Sponsorenbriefe wieder einmal nicht nach. Stattdessen gaben die CDU-Politiker nur ausweichende Antworten und verstrickten sich in wüsten Beschimpfungen. So räumte Ministerpräsident Rüttgers zwar ein, dass die CDU ihren eigenen Maßstäben nicht gerecht geworden ist, ohne jedoch endlich die Karten auf den Tisch zu legen und die brisanten Unterlagen zu veröffentlichen.

Mangelnde Transparenz? Für uns kein Thema!

Um von den eigenen Problemen abzulenken, warfen verschiedene CDU-Politiker dafür zum wiederholten Male uns GRÜNEN mangelnde Transparenz beim Umgang mit Spendengeldern vor. Offenbar sind die älteren Herren der CDU mit der modernen Technik nicht allzu vertraut, sonst wüssten sie, dass wir bereits am 28.Januar in einem Blog-Beitrag detailliert Auskunft über die Finanzierung unserer politischen Arbeit gegeben haben.

Anstatt also weiterhin falsche Behauptungen in die Welt zu setzen, sollte sich die CDU lieber darum bemühen die Sponsorenaffäre lückenlos aufzudecken und alle Unterlagen offenzulegen, um die Vorwürfe der Käuflichkeit zu entkräften. Denn eines steht für unsere Spitzenkandidatin Sylvia schon jetzt fest: „80 Prozent der Menschen glauben Ihnen nicht. Damit haben Sie das höchste politische Gut verloren: Ihre Glaubwürdigkeit.“

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03Mrz

Artenschutz für CDU-Maulwürfe

Das Chaos in der NRW-CDU findet nach wie vor kein Ende. Nachdem wir gestern bereits über die Zerwürfnisse zwischen Jürgen Rüttgers und einigen seiner Parteikollegen berichteten, zeigt sich heute erneut wie zerrüttet die Partei ist.

CDU unfähig interne Probleme selbst zu lösen

Dabei ist die CDU offensichtlich nicht mal mehr in der Lage interne Probleme selbst zu lösen, sondern auf die Hilfe der Justiz angewiesen: Heute wurde bekannt, dass die Partei Anzeige gegen Unbekannt wegen des Ausspähens von Daten erstattet hat, nachdem in den vergangenen Monaten vermehrt interne Dokumente und E-Mails an die Öffentlichkeit gelangten. Um nun den Maulwurf bzw. die Maulwürfe in der Parteizentrale aufzuspüren, sah die CDU offenbar keinen anderen Ausweg mehr. Kurios daran ist, dass mit der CDU ausgerechnet die Partei eine solche Anzeige erstattet, die vor nicht allzu langer Zeit in der Stadt Geldern noch höchstselbst E-Mails wie Postkarten bewertete und den Mail-Verkehr ihrer eigenen Fraktionsmitglieder auf diese Weise kontrollierte.

Dass die CDU die Maulwürfe in den eigenen Reihen sucht, zeigt einmal mehr wie es um die Loyalität zum Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers bestellt ist. Anscheinend sind auch innerhalb der Partei viele MitarbeiterInnen mit dem Verhalten und der Politik ihres Chefs alles andere als einverstanden und geben bereitwillig Informationen an die Öffentlichkeit, um Rüttgers und die NRW-CDU als Ganzes zu schwächen. Es zeigt sich auch, dass in der Partei wohl mehr ein Klima des Misstrauens anstatt des Vertrauens herrscht.

Krautscheids Angst vor Blogs

Daneben griff der designierte Generalsekretär der CDU, Andreas Krautscheid, die Blogs ”Wir in NRW” und ”Ruhrbarone” an, da diese das interne Material in der Vergangenheit in ihren Beiträgen nutzten. Dabei erscheint es bedenkenswert, dass ein Politiker eine solche Angst vor der neuen Öffentlichkeit bekennt und neue Medien, wie beispielsweise Blogs, nur befürwortet, wenn sie in seinem Sinne handeln, aber nicht wenn sie investigativ recherchieren und einen handfesten Skandal aufdecken. Dies erinnert fast ein wenig an die Reaktion Franz-Josef Strauss im Rahmen der Spiegel-Affäre: Journalismus ja, aber bitte nicht investigativ!
Zudem forderte er die SPD auf die Verlinkung auf den Blog “Wir in NRW” in ihren Pressemitteilungen einzustellen. Auch wir haben in unseren Beiträgen einige Male auf die von Krautscheid kritisierten Blogs verwiesen und werden dies auch in Zukunft tun. Deshalb lässt sich nur hoffen, dass die angesprochenen Blogs sich nicht durch die Äußerungen Krautscheids in ihrer Meinungsfreiheit einschränken lassen.

CDU sollte vor eigener Haustüre kehren

Möglicherweise sollte sich die NRW-CDU auch mal Gedanken darüber machen, ob es nicht sinvoller wäre zunächst vor der eigenen Haustüre zukehren, bevor man sich in völlig überzogener Kritik an Blogs und anderen Parteien übt. Schließlich war es nicht zuletzt die Partei von Ministerpräsident Rüttgers, die in derletzten Zeit mit ungerechtfertigten Kündigungen in den Schlagzeilen stand (wir berichteten). Das eine solche Personalpolitik negative Einflüsse auf das Arbeitsklima und die Loyalität der eigenen, verbliebenen Mitarbeiter haben kann, steht dabei außer Frage. Die Probleme sind daher zu einem großen Teil sicherlich auch hausgemacht.

Angesichts der Jagd, die die CDU nun auf die Maulwürfe in der Parteizentrale ausgerufen hat, möchten wir GRÜNE als Umweltschutzpartei betonen, dass uns der Artenschutz jeglicher Maulwürfe sehr am Herzen liegt. Deswegen wäre es für uns selbstverständlich eine große Freude, wenn auch im NRW-Landesverband der CDU ein Maulwurf überleben könnte.

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02Mrz

Rüttgers – Kritik aus den eigenen Reihen wächst

“Ein Ministerpräsident darf nicht gegen Geld vermarktet werden. Punkt.”

Dieser Satz zur Sponsoringaffäre von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers stammt nicht etwa von Sylvia Löhrmann, der GRÜNENSpitzenkandidatin zur NRW-Landtagswahl. Nein, dieser Satz stammt vom Fraktionsvorsitzenden der CDU-Bundestagfraktion, Volker Kauder. In einem Interview übte Kauder deutliche Kritik an der umstrittenen Sponsoring-Praxis der NRW-CDU und rügte insbesondere seinen Parteifreund und Ministerpräsidenten Rüttgers ungewohnt harsch für sein Verhalten.

Auch Bundestagspräsident Lammert fordert aufgrund der Sponsoring-Affäre eine gründliche Prüfung des Parteiengesetzes hinsichtlich der Transparenzanforderungen an die Parteien.

CDU-Landesverbände sprechen sich gegen die Praxis von Rüttgers aus

Doch damit nicht genug: In einigen Bundesländern sprachen sich Spitzenvertreter der jeweiligen CDU-Landesverbände bei einer dpa-Umfrage für eine Offenlegung der Zusatzeinnahmen aus. So sagte unter anderem der Generalsekretär der Südwest-CDU , Thomas Strobl, dass Transparenz für seinen Verband auch in diesem Bereich selbstverständlich sei.

CDU in NRW: Transparenz? Nein Danke!

Für die NRW-CDU ist Transparenz hinsichtlich der Sponsoring-Einnahmen hingegen alles andere als selbstverständlich. Sie ist nach wie vor nicht bereit die erhaltenen Sponsoreneinnahmen offenzulegen. Die zunehmende Kritik aus den eigenen Reihen zeigt hingegen, dass es selbst innerhalb der CDU keinen Rückhalt für die Sponsoring-Praxis des NRW-Landesverbandes gibt.

Während sich andere CDU-Landesverbände für eine Offenlegung der Zusatzeinnahmen aussprechen, schweigt die NRW-CDU zu diesem Thema und lehnt mehr Transparenz offensichtlich ab. Jürgen Rüttgers verliert durch dieses Verhalten mehr und mehr an Unterstützung aus den eigenen Reihen und auch von den BürgerInnen in ganz NRW.

Dies zeigt auch die aktuellste Forsa-Umfrage, wonach schwarz-gelb in NRW keine Mehrheit mehr hat. Und das soll auch so bleiben! Deswegen heißt es am 09. Mai: Mach mehr möglich und wähle GRÜN!

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24Feb

Schlappe vor Arbeitsgericht für die CDU

Und schon wieder hat die CDU eine Niederlage zu verkraften. Diesmal vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf. Einer langjährigen Mitarbeiterin der Landes-CDU wurde vorgeworfen, Adventskalender zu spät verschickt zu haben. Daraufhin wurde sie fristlos entlassen. Aber die 48-jährige ließ sich nicht einschüchtern und klagte – mit Erfolg. Arbeitsgerichts-Direktorin Sabine Dauch machte den Vertretern der Landes-CDU klar, dass der Rauswurf juristisch „keine Erfolgsaussichten“ habe. Die nahmen die Kündigung daraufhin zähneknirschend zurück.

Mal wieder geht’s Wüst zu

Angefangen hat es anscheinend wieder mit mittlerweile Ex-Landesgeneralsekretär Hendrik Wüst. Weil die Sachbearbeiterin aufgrund von Überlastung seine Geburtstags-Glückwünsche mehrfach nicht versandt hatte, hatte sie vor der Kündigung bereits zwei Abmahnungen bekommen. Anfang 2009 wurde ihr Büro dann in den Keller verlegt. Ein Keller, der laut Gutachten noch nicht einmal den Arbeitsplatz-Vorschriften entsprach – Mobbingmethoden lassen grüßen. Auch einer 39-jährigen Personalreferentin hatte die CDU fristlos gekündigt – wegen angeblicher Indiskretionen im Fall von Wüsts Videoattacke auf Hannelore Kraft und seiner doppelten Bezüge von Krankenkassenzuschüssen. Auch diese Mitarbeiterin klagte, ein Urteil ist noch nicht gefallen.

Angestelltenpolitik ist auch Politik

So geht die CDU also mit langjährigen MitarbeiterInnen und Parteimitgliedern um. Passt vor dem Hintergrund der Bagatell-Kündigungen um Buffet-Frikadellen und angebliche Pfandbonunterschlagungen von wenigen Euros ja sehr gut ins Bild. Fraglich ist jedoch, ob eine Partei, die so eine Angestelltenpolitik betreibt, in anderen Politikfeldern menschenwürdiger handelt.

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